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Europapark-Chef verteidigt den Russland-Bereich: „Umgestaltung kommt für mich nicht in Frage“

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Von: Sina Alonso Garcia

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Europapark Themenbereich Russland
Fans fordern Konsequenzen aus dem Ukraine-Krieg für den Russland-Bereich im Europapark. © Imago/Petra Schneider-Schmelzer

Nach Wladimir Putins Angriff auf die Ukraine fordern Europapark-Fans, den Themenbereich Russland abzuschaffen. Park-Chef Roland Mack hält von dieser Idee nichts.

Rust - Der Europapark Rust hat vor zwei Wochen unmittelbar auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine reagiert und die Zusammenarbeit mit dem russischen Sponsor Gazprom beendet. Betreiber haben damit ein klares Zeichen gegen Wladimir Putins Krieg gesetzt. Fans geht die Sanktion jedoch nicht weit genug. Auf der Facebook-Seite des Vergnügungsparks fordern sie, den Themenbereich Russland umzubenennen.

In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) äußerte sich Europapark-Gründer Roland Mack nun erstmals in Bezug auf die Forderungen der Fans. „Eine Umgestaltung des russischen Themenbereichs im Park kommt für mich nicht in Frage“, betont er. „Da geht es um russische Kultur und Geschichte.“ Russland gehört zu den insgesamt 15 europäischen Themenbereichen im Park.

Europapark: Roland Mack spricht von „hervorragenden“ Vorbuchungen für 2022

Neben seinem Statement zum Russland-Bereich spricht der Park-Chef auch über Prognosen zur kommenden Saison. „Wir haben uns vorgenommen, in diesem Jahr wieder die Zahlen des Jahres 2019 zu erreichen, als wir über 5,7 Millionen Menschen im Park empfangen haben“, so Mack. „Aber da wussten wir noch nicht von den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine.“

Schon am übernächsten Samstag (26. März) läutet der Europapark die Sommersaison ein. Bei einem Pre-Opening am kommenden Wochenende (19./20. März) können Besucher schon vor der regulären Öffnung die neuen Achterbahnen testen. Mack spricht bereits von „hervorragenden“ Vorbuchungen für die Hotels der Anlage.

Europapark: Zweistelliger Millionenbetrag für neue Fahrgeschäfte

Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Besucherzahlen im Park laut Mack in den vergangenen zwei Jahren im Vergleich zu 2019 rückläufig: „Im vergangenen Jahr gab es wegen der monatelangen Schließungen rund 3,5 Millionen Besucher im Park.“ Im ersten Corona-Jahr 2020 seien es mit etwa 2,4 Millionen noch weniger Menschen gewesen.

Die Pläne für die kommende Zeit sind groß. Wie Mack erklärt, habe der Europapark Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe wieder hochgefahren. Bereits im Jahr 2023 soll eine neue Achterbahn eröffnet werden. Um die verschiedenen Bereiche des Parks besser miteinander zu verbinden, ist auch eine Hochbahn im Gespräch, die bis zur Wasserwelt Rulantica reichen soll. „Es gibt da Einvernehmen mit der Kommune“, so Mack. „Die ersten Konzepte für die Bahn sind fertig. Auch diese Anlage werden wir selbst bauen.“ Auf der Liste der Neuerungen im Park 2022 steht auch das weltweit einmalige Erlebnisrestaurant „Eatrenalin“.

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