Halt für Fernzüge

Europapark bekommt einen eigenen Bahnhof

Einweihung der Haltestelle für den Europapark, v.l.n.r.: Thorsten Krenz, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Baden-Württemberg, Roland Mack, Geschäftsführer des Europaparks, Pascal Weber, Bürgermeister der Gemeinde Ringsheim.
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Der Europapark ist jetzt dank Haltestelle für den Fernverkehr in Ringsheim noch besser an die Öffentlichen angebunden.
  • Valentin Betz
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Der Europapark ist schon lange mit den Öffentlichen erreichbar. Seit diesem Jahr geht das dank Fernverkehr und eigener Haltestelle aber besonders schnell.

Rust - Der Europapark ist eine der Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg. Der Standort Rust ist allerdings nicht gerade der Nabel der Welt und erinnert englischsprachige Gäste (Engl. „rust“ bedeutet „Rost“) wahrscheinlich eher an eine Geisterstadt. Passend dazu ist der Individualverkehr bislang die bessere Wahl, um zum Europapark aufzubrechen.

Wer es dennoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln versuchen will, muss den Umweg über das benachbarte Ringsheim wählen. Von dort sind es noch etwa 25 Minuten mit dem Bus zum Eingang des Europaparks. Die schlechte Anbindung ist den Verantwortlichen in Rust schon länger ein Dorn im Auge. Ein eigener ICE-Halt für den Europapark sollte das ändern. Seit Sommer 2021 ist dieser endlich verwirklicht. Jetzt bekam auch die Haltestelle feierlich einen neuen Namen.

Europapark: Haltestelle bekommt Anbindung an Fernverkehr

Wie die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung berichtet, hält seit Anfang Juni 2021 zweimal täglich ein Fernverkehrszug am Bahnhof Ringsheim. Möglich ist das, weil der Ort auf der Strecke zwischen Frankfurt und Mailand liegt und deshalb Züge italienischer Bauart in Ringsheim halten können - denn für deutsche Modelle ist der Bahnsteig dort zu tief und zu kurz.

Über den Fernverkehr ist der Europapark dadurch auch an Mannheim angebunden. Für die Verantwortlichen aus Rust war die Anbindung deshalb so wichtig, weil nun Züge aus fast ganz Deutschland den Ort bequem und schnell erreichen können. „Eine zuverlässige Anbindung des Europaparks an das Schienennetz ist für uns von größter Bedeutung“, erklärte Europapark-Geschäftsführer Roland Mack entsprechend.

Europapark: Haltestelle für den Fernverkehr bekommt neuen Namen

Nachdem die Fernzüge nun schon längere Zeit verkehren, haben Verantwortliche des Europaparks, der Deutschen Bahn und der Gemeinde Ringsheim inzwischen auch den Bahnhof eingeweiht - und damit eine Namensänderung vollzogen. Ab sofort heißt die Haltestelle nämlich Ringsheim/Europapark.

Laut Pascal Weber, dem Bürgermeister der Gemeinde Ringsheim, soll die Umbenennung nicht nur die Bedeutung des Bahnhofs für die Rheintalbahn stärken, sondern „auch positive Effekte für die Zukunft im Nahverkehr ermöglichen“. Tatsächlich taucht der Name nicht nur an der Haltestelle in Ringsheim auf. „Reisende werden den Namen ab Sonntag (12. Dezember, Anm. d. Red.) in allen Fahrplanunterlagen und Reiseauskünften, beispielsweise im DB Navigator oder auf bahn.de, erkennen und im besten Fall ihre Anreise mit der klimafreundlichen Bahn antreten“, so Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Baden-Württemberg.

Tatsächlich soll es laut Deutscher Bahn nicht nur bei einer Fernverkehrsanbindung und einer Umbenennung der Haltestelle bleiben. Im Rahmen des Ausbaus der Rheintalstrecke bis 2040 plant die Bahn den kompletten Bahnhof Ringsheim nach Norden zu verlegen. Dann könnten dort auch deutsche ICE halten - und den Europapark noch besser zugänglich machen.

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