„Panzerbeeren“

Europapark: 180.000 echte Kürbisse für Halloween - aber wohin damit nach dem Event?

Ein Horror-Clown im Europapark steht auf einem großen Haufen Kürbisse.
+
Den Europapark schmücken zu Halloween 180.000 Kürbisse. Nach dem Event werden sie an Interessierte verschenkt.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
    schließen

Der Europapark betreibt für sein Event an Halloween viel Aufwand. Selbst echte Kürbisse dienen als Dekoration. Nach dem Event werden die aber nicht einfach entsorgt.

Rust - Der Europapark ist hauptsächlich im Sommer eine beliebte Sehenswürdigkeit Baden-Württembergs. Der Freizeitpark bietet seinen Gästen aber auch in den kalten Jahreszeiten Anlass für einen Besuch. Dieses Jahr haben sich die Verantwortlichen sogar zu einem ganz besonderen Schritt entschieden. Erstmals in seiner Geschichte ist der Europapark durchgängig geöffnet.

Allerdings sind trotz längerer Öffnung nicht alle Attraktionen in Betrieb. Der Europapark kompensiert das mit speziellen Aktionen. Fans von Grusel und Horror dürften sich auf das Halloween-Event im Europapark freuen, das 2021 wieder stattfindet. Dafür passt die Freizeitanlage sein komplettes Showprogramm an und verändert auch das Erscheinungsbild mit großem Aufwand. Überall sind herbstliche Blumen, Strohballen und gruselige Lichter verteilt. Selbstverständlich dürfen da auch Kürbisse nicht fehlen. 180.000 davon liegen im gesamten Park. Am Ende des Halloween-Events beginnt für die orangenen „Panzerbeeren“ ein zweites Leben.

Halloween im Europapark: 180.000 Kürbisse dienen als Dekoration für das Event

Eigentlich ist Halloween eine historische Tradition, wurde aber in jüngster Vergangenheit ähnlich wie Weihnachten stark kommerzialisiert. Der Europapark bietet zwar eine riesige Aktion, stellt aber nicht das einzige Angebot hierzulande dar. In Baden-Württemberg gibt es 2021 mehrere Grusel-Events. Dabei ist Halloween ohne Kürbisse absolut nicht vorstellbar. Egal ob als schlichte Deko oder mit eingeschnittenen Fratzen und Beleuchtung - die orangene „Panzerbeere“ gehört einfach dazu.

Im Europapark setzt man dabei nicht auf Plastikexemplare, sondern auf 180.000 Bio-Kürbisse, die sich in der Anlage verteilen. Das klingt zunächst nach einer gewaltigen Verschwendung, denn immerhin sind Kürbisse verderbliche Ware. Der Europapark hat sich dafür aber etwas Besonderes einfallen lassen.

Kürbis-Deko im Europapark: „Panzerbeeren“ werden nach Halloween nicht einfach entsorgt

Der Europapark gehört zwar zur Gemeinde Rust und liegt damit in Baden. Die Verantwortlichen handeln bei den Deko-Kürbissen aber ganz nach dem schwäbischen Mantra „Nix verkomma lassa“. Denn sobald die Freizeitanlage ab dem 8. November das Halloween-Event beendet und langsam auf Winter-Deko umstellt, werden die noch verzehrbaren Kürbisse in der parkeigenen Gärtnerei gesammelt.

Dort können sie von Privatpersonen, Landwirten oder auch Vereinen kostenlos abgeholt werden, wie ein Sprecher gegenüber BW24 erklärte. Ein Besuch des Europaparks ist dafür nicht notwendig. Wer also in der Nähe des Parks wohnt und am 8. November spontan Lust auf Kürbiscremesuppe bekommt, braucht nicht extra in den Supermarkt zu fahren. Die Idee hat der Europapark dabei nicht erst dieses Jahr, auch in vergangenen Jahren hätte man damit gute Erfahrungen gemacht, so der Sprecher.

Kürbisse, die trotz der Aktion übrig bleiben oder die schon während des Halloween-Events beschädigt wurden, werden übrigens auch nicht einfach weggeschmissen. Die „Panzerbeeren“ werden zu Kompost verarbeitet und dienen so den zahlreichen Beeten im Europapark wieder als Dünger, so der Sprecher zu BW24.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare