Modellprojekt zur Pandemie-Erforschung

Europapark öffnet am 21. Mai: Diese Corona-Regeln gelten für Besucher

Blick auf den Europapark.
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Ein neues Konzept für Schnelltests in Rust soll den Tourismus wieder ankurbeln.
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    vonJulian Baumann
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Der Europapark wird zum landesweiten Modellprojekt und öffnet seine Tore bereits am 21. Mai mit einem speziellen Konzept - diese Corona-Regeln gelten:

Update vom 20. Mai, 14.20 Uhr: Am morgigen Freitag ist es endlich soweit: Nachdem der Europapark monatelang aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg geschlossen war, öffnet der größte Freizeitpark Deutschlands seine Tore wieder für die Besucher. Im Rahmen eines Modellprojektes zur Pandemieerforschung kann der Park sogar früher öffnen als bisher geplant. Zum Start am morgigen Freitag soll die Besucherzahl zunächst auf 3.000 begrenzt sein, am Samstag sind jedoch bereits 6.500 Besucher gleichzeitig zugelassen. Man wolle die Abläufe testen, bevor schließlich die eigentlich erlaubten 20.000 Gäste zugelassen würden, sagte eine Sprecherin laut der Deutschen Presseagentur (dpa).

Für den Besuch im Europapark ab dem morgigen Freitag gelten jedoch bestimmte Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Besucher des Freizeitparks müssten nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind, sagte die Parksprecherin laut der dpa. Der Test dürfe nicht älter als 24 Stunden sein und die Tickets müssten im Vorfeld gekauft werden. „Wir haben ja bereits große Erfahrung mit einem ausgefeilten Hygienekonzept“, erklärt Europapark-Inhaber Roland Mack. Dieses Konzept sieht auch eine Pflicht für das Tragen einer medizinischen Maske für alle Besucher über sechs Jahren vor. Zudem soll ein digitales System lange Schlangen vor den Attraktionen vermeiden.

Europapark wird landesweites Modellprojekt und öffnet am 21. Mai

Update vom 17. Mai, 10.30 Uhr: Der größte und beliebteste Freizeitpark Deutschlands ist aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg seit Monaten geschlossen. Vor einigen Tagen gab es für den Europapark in Rust (Ortenaukreis) allerdings erste Öffnungsperspektiven. Der Park wird zum landesweiten Modellprojekt und darf deshalb früher öffnen als zuvor geplant. Mithilfe eines umfassenden Konzeptes wollen Wissenschaftler der Universität Freiburg erforschen, wie sich die Öffnung eines Freizeitparks auf die Infektionslage auswirkt. Nun liegt ein Datum für die Wiedereröffnung vor: Am 21. Mai können Besucher wieder die vielfältigen Angebote des Europaparks nutzen, berichtet der Südwestrundfunk (SWR) - wenn die Inzidenz im Ortenaukreis unter 100 bleibt.

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gehen allmählich zurück. Laut dem SWR lag die 7-Tage-Inzidenz im Ortenaukreis am Samstag mit 68,9 deutlich unter der Marke von 100. Sollte der Wert in den kommenden Tagen auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau bleiben, könnte der Europapark am Freitag wieder Besucher empfangen. Eine Rückkehr zur Normalität ist für den großen Freizeitpark aufgrund der anhaltenden Pandemie zunächst jedoch nicht möglich. Das Konzept sieht einen gedrosselten Betrieb mit zunächst maximal 3.000 Besuchern vor. Wenn das Modellprojekt nach Plan verläuft, soll die Besucheranzahl nach und nach auf 10.000 erhöht werden, sagte Europapark-Chef Roland Mack der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Der Europapark bietet als größter Freizeitpark des Landes Platz für rund 20.000 Besucher. Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg ist eine solche Besucherzahl in naher Zukunft allerdings nicht möglich. Als landesweites Modellprojekt darf der Europapark aller Voraussicht jedoch deutlich früher öffnen als vorgesehen. Die sogenannte „Bundesnotbremse“ sieht eine Öffnung von Freizeitparks nämlich erst in ein paar Wochen vor, berichtet der SWR.

Update vom 10. Mai, 17.45 Uhr: Der Europapark in Rust bei Freiburg ist aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg seit Monaten für den Publikumsverkehr geschlossen. Kürzlich schürten jedoch Gespräche mit dem Sozialministerium die Hoffnungen, Deutschlands größten Freizeitpark schon bald wieder öffnen zu können. Durch ein Experiment könnte das nun sogar noch schneller passieren als ursprünglich geplant. Der Europapark wird nämlich zum Modellprojekt bei der Pandemie-Erforschung, wie baden.fm berichtet. Demnach wollen Wissenschaftler der Universität Freiburg unter streng kontrollierten Bedingungen erforschen, wie sich eine Öffnung eines Freizeitparks auf das Infektionsgeschehen auswirken kann.

Die Leitung des Europaparks einigte sich am heutigen Montag, 10. Mai, mit dem baden-württembergischen Sozialministerium auf einen gemeinsamen Modellversuch, sagte eine Sprecherin gegenüber baden.fm. Wie Heidelberg24 berichtet, könne bislang zwar nicht genau festgelegt werden, wann der beliebte Freizeitpark seine Tore wieder für Besucher öffnen* könne. Sollte die angekündigte Lockerung der Landesregierung in dieser Woche umgesetzt werden, könne das jedoch sogar bereits vor Pfingsten stattfinden. Grundvoraussetzung sei jedoch weiterhin, dass die Inzidenzzahl im Ortenaukreis auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau bleibe.

Von dem Modellversuch im Europapark erhoffen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse für den zukünftigen Umgang mit der Krise aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg. Von diesem Ansatz ist auch Park-Inhaber Roland Mack überzeugt. „Wir begrüßen das Modellprojekt mit einem ausgefeilten Hygienekonzept“, sagte der Europapark-Chef laut baden.fm. „Bereits im vergangenen Jahr hat der Europa-Park gezeigt, dass ein Betrieb des gesamten Resorts mit Hotels, Gastronomie und Wasserpark Rulantica unter der Berücksichtigung der umfangreichen Hygieneregeln möglich ist.“ Ein genaues Öffnungsdatum ließe sich jedoch auch für ihn noch nicht absehen.

Erstmeldung vom 6. Mai: Rust - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat dafür gesorgt, dass die meisten Freizeitparks in Deutschland geschlossen sind. Dazu zählt auch der Europapark in Rust. Während der Europapark mit einem Hygienekonzept im vergangenen Jahr noch öffnen konnte, sind die Tore seit mehreren Monaten für Besucher verschlossen.

Erst in den letzten Tagen beschwichtigte das Team des Europaparks seine Fans auf Facebook: Obwohl es keine Öffnungsperspektive für den Europapark gibt, werde man versuchen, so bald wie möglich zu öffnen und potenzielle Besucher darüber informieren. Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, könnte nun nach einem Gespräch mit dem Sozialministerium eine Wiedereröffnung des Parks bereits im Juni möglich sein.

Europapark Rust: Gespräche im Sozialministerium schüren Hoffnung auf Öffnung

Im Ortenaukreis, in dem der Ort Rust und somit auch der Europapark liegen, war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen Wochen immer mehr gestiegen. Doch nun scheint die Notbremse in Baden-Württemberg ihre Wirkung zu zeigen: Viele Einzelhändler mussten schließen, eine nächtliche Ausgangssperre wurde eingeführt - die Folgen sind sinkende Infektionszahlen. Die dritte Coronawelle scheint gebrochen.

Nun erwägt die Landesregierung Öffnungsschritte im Einzelhandel und in der Kultur, auch die Gastronomie könnte an Pfingsten wieder öffnen. Ein Hoffnungsschimmer? Wie der Schwarzwälder Bote schreibt, hat das Sozialministerium am Mittwoch mit Vertretern aus rund 50 Branchen beraten - darunter auch die Geschäftsführung des Europaparks. Nähere Informationen gibt es jedoch vonseiten des Parks nicht: Während des Lockdowns hat die Pressestelle nur wenig mit der Außenwelt kommuniziert.

Keine rosigen Zeiten: Der Europapark in Rust hat mit finanziellen Einbußen zu kämpfen

Der Grund des Schweigens könnte sein, dass es für den Europapark nicht gerade rosige Zeiten sind. Seit sechs Monaten hat der Park mit der dazugehörigen Wasserwelt Rulantica sowie den sechs Hotels geschlossen. Die meisten der 4.500 Europapark-Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Dennoch sind die Ausgaben des Parks jeden Tag enorm hoch: Von weit mehr als 100 Millionen Euro Umsatzverlust ist im Umfeld der Betreiberfamilie Mack die Rede, berichtet der Schwarzwälder Bote. Dabei zählen hier nicht einmal die Einbußen von Geschäften, Restaurants und Handwerkern in der Region mit.

Wenn der Europapark in naher Zukunft wieder geöffnet werden soll, muss die Inzidenz stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegen. Im Ortenaukreis liegt der Wert aktuell bei 116,3 (Stand: 5.5.2021). Die Tendenz ist jedoch fallend. Geht es nach den Plänen der Landesregierung, soll die Rückkehr aus dem Corona-Lockdown in drei Stufen, im Zwei-Wochen-Rhythmus erfolgen. Freizeitparks wären im letzten Schritt an der Reihe.

Kann der Europapark im Juni wieder öffnen? Einlass könnte mit negativem Test möglich sein

Für den Europapark bedeutet das: Sinken die Zahlen weiter, könnten ab Mitte oder Ende Juni endlich wieder Besucher in Deutschlands größtem und beliebtesten Freizeitpark empfangen werden. Der Heidepark in Soltau hatte sich das Recht auf Öffnung eingeklagt - und gewonnen. Hier gibt es eine Gästebegrenzung und die Tickets müssen vorab online gebucht werden. Zudem werden nun Geimpfte, Negativ-Getestete sowie Genesene eingelassen. So könnte es zukünftig auch im Europapark ablaufen.

Im „Laufe der kommenden Woche“ sollen die Gespräche zur Öffnungsstrategie zwischen dem Sozialministerium in der Landeshauptstadt Stuttgart sowie den Branchenvertretern abgeschlossen sein, heißt es aus Insiderkreisen. Dann werden Fans des Europaparks erfahren, ob sie sich bald wieder in das Getümmel des Freizeitparks stürzen dürfen. Heidelberg24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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