Vorstoß für den Tourismus

Europapark könnte schon bald wieder öffnen - mit „strengem Hygienekonzept“

Die Wasser-Attraktion „Atlantica“ im Europapark.
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Die Wasser-Attraktion „Atlantica“ im Europapark.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Landrat Frank Scherer fordert ein Modellprojekt im Ortenaukreis, das auch dem Europapark eine Öffnungsperspektive bietet. Es soll jedoch ganz anders werden als in Tübingen.

Offenburg/Rust - Das Coronavirus in Baden-Württemberg brachte die Pläne des Europaparks Rust bereits im vergangenen Jahr ordentlich durcheinander. Auch aktuell empfindet die Familie Mack die Lage als „sehr bedrückend“, wie die Geschäftsführer in einem Video mitteilten. Immer wieder müssen sich die Betreiber des Europaparks auf neue Corona-Verordnungen einstellen und bangen um eine baldige Öffnung. Nun gibt es dafür womöglich eine Perspektive.

In einem Schreiben an Gesundheitsminister Manfred Lucha beantragte Frank Scherer, Landrat aus dem Ortenaukreis, am Montag, den Kreis zur Modellregion für Öffnungsstrategien zu machen. „Allerdings möchten wir ganz bewusst einen anderen Weg als Tübingen gehen“, betonte Scherer. Es gehe nicht um alle, sondern um einige Betriebe und Einrichtungen, die sich durch ein wissenschaftlich geprüftes strenges Hygiene-, Schutz- und Testkonzept auszeichnen müssten. Unter diesen Einrichtungen soll auch der Europapark sein.

Europapark: Familie Mack spricht über weiteres Vorgehen - Besuch zukünftig wohl mit Coronatest

Eine entsprechende Infrastruktur an Testzentren ist im Ortenaukreis vorhanden: 40 Teststationen sowie zahlreiche weitere Testangebote in Apotheken und Co. können eine große Zahl von Menschen abdecken, heißt es in der Pressemitteilung. Besucher könnten, wenn der Antrag des Landrats durchgeht, also zukünftig mit negativem Coronatest in den Europapark kommen.

Ursprünglich wollte der Europapark mit mehreren neuen Attraktionen zum 100. Geburtstag des Gründers Franz Mack am 7. März wieder öffnen. Der Lockdown machte den Betreibern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Nun hoffen sie, dass der Europapark am 19. April wieder öffnen kann. In einem wöchentlichen Video-Update sagte Europapark-Chef Roland Mack, dass er die etwa 4.450 Mitarbeiter möglichst bald wieder aus der Kurzarbeit holen wolle.

Europapark: Modellprojekt im Ortenaukreis sieht IT-gestützte Anbindung zu Schnelltestzentren vor

Das nun angestoßene Modellprojekt im Ortenaukreis könnte dem Europapark aus der Krise helfen. Die Planung sieht vor „in einem ersten Schritt dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Hotellerie, Kultureinrichtungen wie Kino, Theater oder Museen, Musik- und Kunstschulen sowie dem Europapark grundsätzlich die Möglichkeit zu geben, unter vorab festgelegten Bedingungen zu öffnen“, so Landrat Frank Scherer. Mit der geplanten Einführung des „Ortenauer Tagespasses“ erfolge zudem eine IT-gestützte Anbindung aller zertifizierter Schnelltestzentren an das Gesundheitsamt des Ortenaukreises. Ebenso sei seit Anfang März 2021 die Luca-App zur sicheren Kontaktpersonen-Nachverfolgung fest in den Ortenaukreis eingebunden.

Während das örtliche Gesundheitsamt in Kooperation mit Vertretern von Handels- und Gaststättenverbänden eine qualifizierte Zertifizierung der örtlichen Betriebe vornehmen soll, soll das Projekt durch das Universitätsklinikum Mannheim wissenschaftlich begleitet werden.

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