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Europapark will Hochbahn durch den Park bauen

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Von: Valentin Betz

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Der Eingang des Europaparks.
Der Europapark will seinen Gästen künftig die Fahrt vom Hotel zum Wasserpark Rulantica mit einer Hochbahn ermöglichen - doch noch gibt es Hürden für die Pläne. © Eibner-Pressefoto/Sascha Walther/IMAGO

Der Europapark will den Verkehr in Rust mit einer Hochbahn entlasten und Besuchern eine einfache Verbindung zur Wasserwelt Rulantica bieten. Noch darf man aber nicht bauen.

Rust - Als eine der Sehenswürdigkeiten in Baden-Württemberg hat der Europapark auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Dessen Betreiber versuchen dieser nachzukommen, sorgen mit ihren Plänen aber nicht ausschließlich für positive Reaktionen. Zuletzt protestierten Bürger gegen den Expansionsdrang des Europaparks.

Eine Flächenausdehnung ist hingegen für ein weiteres Projekt der Betreiber nicht notwendig. Vielmehr soll es dabei helfen, das auch durch den Europapark selbst entstandene Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen. Denn der Europapark will eine eigene Hochbahn bauen. Wie die Lahrer Zeitung (LZ) berichtet, hat der Gemeinderat von Rust den Plänen bereits zugestimmt. Das ist aber nicht die einzige Hürde auf dem Weg zur Realisierung.

Europapark plant Hochbahn: Beförderung für Gäste soll Verkehr in Rust entlasten

Der Plan des Europaparks sieht vor, eine Hochbahn in vier bis fünf Metern Höhe zwischen dem Hotel El Andaluz am Europapark und der Wasserwelt Rulantica zu errichten. Für den Wasserpark plant der Europapark eine neue, noch geheime Attraktion, die 2022 eröffnet werden soll.

Die Bewohner von Rust profitieren von der Hochbahn nur durch eine Entlastung des Individualverkehrs vor Ort - die Bahn selbst ist nicht öffentlich und bleibt den Gästen der Freizeitanlage vorbehalten. Wann der Bau startet und wie viel die Hochbahn kosten wird, ist noch unklar und derzeit noch abhängig von der Zustimmung des Zweckverbands „Tourismus–Dienstleistungen–Freizeit Ringsheim / Rust“ (ZVT). Dieser will am 9. Dezember darüber entscheiden. Die Chancen für eine Zustimmung stehen aber wohl gut.

Hochbahn für den Europapark: Keine zusätzlichen Flächen müssen versiegelt werden

Letztlich muss für den Bau der Hochbahn der Bebauungsplan „Wasserpark“ aus dem Jahr 2016 zum zweiten Mal geändert werden. Da für die Hochbahn aber keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden müssen und die Strecke auf bisher ausgewiesenen Stellplatzflächen verläuft, dürfte das laut LZ aber schnell gehen.

Denn aufgrund der Voraussetzungen handelt es sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung, wodurch der Bebauungsplan in einem beschleunigten Verfahren geändert werden kann - nicht einmal eine Umweltprüfung ist notwendig. Auch wenn andere Gremien beim Plan für die Hochbahn ein Mitspracherecht haben: Die Kosten für das Verfahren muss der Europapark selbst übernehmen.

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