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Europapark: Corona-Regeln schrecken Besucher ab - „Gäste sind verunsichert“

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Von: Franziska Vystrcil

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Europapark verlängert Saison 2021 (Archivfoto)
Wer den Europapark besuchen möchte, sollte sich vorab über die geltenden Coronaregeln informieren. Geimpft und genesen zu sein, reicht in vielen Fällen oftmals nicht mehr. © Philipp von Ditfurth/dpa

Durch die verschärfte Corona-Alarmstufe II unterliegt der Europapark neuen Einlassbeschränkungen. Das hat sich auf den Betrieb ausgewirkt, verriet eine Sprecherin BW24.

Rust - Die Nachricht schlug für viele ein wie eine Bombe: Seit Samstag gilt in Baden-Württemberg die verschärfte Variante der Corona-Alarmstufe II. Ungeimpfte werden dadurch weitestgehend vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Aber auch Geimpfte und Genesene müssen den härteren Auflagen folgen und in vielen Bereichen ab sofort ein negatives Testergebnis vorweisen.

Auch der Europapark in Rust ist von den neuen Bestimmungen betroffen. BW24 hat beim Europapark nachgefragt, wie sich die neuen Regelungen bisher auf den Betrieb ausgewirkt haben.

Einlassbeschränkungen im Europapark: Verschärfte Corona-Alarmstufe II greift seit 4. Dezember

Das Coronavirus in Baden-Württemberg geht auch am Europapark nicht spurlos vorbei. Nachdem der Freizeitpark in der Pandemie lange schließen musste und schließlich unter Hygienekonzept und strengen Regeln wieder öffnen durfte, beschloss der Europapark, erstmals in seiner Geschichte durchgängig geöffnet zu bleiben, um die Ausfallzeiten zu kompensieren. Doch da die Hospitalisierungsrate einige Tage die Marke von 6,0 überschritten hatte, traten am Samstag (4. Dezember) im Zuge der Corona-Alarmstufe II schärfere Regeln in Kraft.

Wer dem Europapark in Rust einen Besuch abstatten möchte, muss nun geimpft oder genesen sein. „Vor dem Eintritt in den Europapark werden der 2G+ Nachweis und das Online-Ticket kontrolliert“, erklärt Diana Reichle, Pressesprecherin des Europaparks auf Anfrage von BW24. Zuletzt drohte dem Europapark wegen Corona noch die Schließung, was Chef Roland Mack wütend machte.

„Da die neue 2G+ Regelung ja schon wieder relativiert wurde, betrifft die neue Regelung nur einen sehr kleinen Personenkreis“, so Diana Reichle weiter. Denn die baden-württembergische Landesregierung hat am Sonntag bei den Regelungen nochmals nachgebessert und konkretisiert. Heißt: Liegen die Geimpft- und Genesen-Nachweise weniger als sechs Monate zurück, muss kein negatives Testergebnis erbracht werden. Wessen Genesenennachweis oder Zweitimpfung länger als sechs Monate zurückliegt, muss hingegen negativ getestet sein. Menschen, die bereits eine dritte Impfung, also eine Booster-Impfung, erhalten haben, sind von der Testpflicht befreit.

Die Einlassregeln des Europarks im Überblick:

Status:Zeitrahmen:Test ja/nein:
Geimpft/genesen/geboostertvor weniger als 6 Monatenkein negatives Testergebnis nötig
Geimpft/genesenvor mehr als 6 Monatennegatives Testergebnis nötig

Europapark-Besuch: Neue Corona-Regeln sorgten bei Besuchern für Verwirrung

Auch bei den Tests müssen Besucher einiges beachten: Der Test darf zum Zeitpunkt der Kontrolle, also beim Parkeintritt oder Check-in, maximal 24 Stunden (Antigen-Test) beziehungsweise 48 Stunden (PCR-Test) alt sein. Die 48-Stunden-Gültigkeit des PCR-Tests beginnt mit dem Zeitpunkt der Durchführung des Tests. Für Personen, die weder geimpft noch genesen, sondern nur getestet sind, ist ein Besuch nicht möglich. Gäste können sich einmal die Woche kostenlos an mehreren Teststellen an den Zugängen zum Europapark testen lassen. Informationen zu den Testzentren und zur Terminbuchung in Rust gibt es unter 15minutentest.de.

Ausgenommen von der Regelung sind erneut Kinder, Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahren. Sie benötigen für ihren Besuch des Europaparks nur einen Alters- oder Schulnachweis. Ein negatives Testergebnis, ein Impf- oder Genesenen-Nachweis ist nicht nötig. Auch bestimmte Sonderfälle, etwa Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, dürfen mit entsprechendem ärztlichem Nachweis und einem negativen Testergebnis den Park besuchen.

Die komplexen Regelungen haben offenbar bei vielen für Verwirrung gesorgt. Im Europapark war am vergangenen Wochenende deutlich weniger los als üblich. „Aufgrund der unterschiedlichen Meldungen, die seitens der Politik am Wochenende veröffentlicht wurden, waren potenzielle Gäste verunsichert, was sich natürlich auch bemerkbar gemacht hat“, sagt Diana Reichel. Die Kontrollen wurden mit der verschärften Alarmstufe II zudem noch aufwendiger als zuvor. Wie Pressesprecherin Reichel gegenüber unserer Redaktion mitteilt, mussten für Kontrollen zu Beginn der neuen Auflagen sogar zusätzliches Personal eingestellt werden. Zu Beginn der Coronakrise musste der Europapark noch Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

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