Ab 17. November

Europapark: Harte Corona-Regeln für Besucher - wer jetzt draußen bleiben muss

Besucher vor dem Eingang des Europapark in Rust (Ortenau).
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Im Europapark gilt seit 17. November 2G.
  • Carolin Freytag
    VonCarolin Freytag
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  • Julian Baumann
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In Baden-Württemberg gilt seit kurzem die Corona-Alarmstufe. Wer in den Europapark will, muss jetzt geimpft oder genesen sein. Es gilt 2G.

Update vom 19. November, 10:39 Uhr: Mit der Alarmstufe in Baden-Württemberg, die am 17. November in Kraft getreten ist, haben sich auch die Corona-Regeln im Europapark deutlich verschärft. Auch im Freizeitpark gilt ab jetzt 2G. Das heißt nur Geimpfte oder Genesene haben Zutritt. Ungeimpfte haben keinen Zutritt mehr, denn Schnelltests und PCR-Tests werden nicht mehr akzeptiert.

Ausnahmen sind jedoch möglich. Kinder bis 7 Jahre, die nicht zur Schule gehen, sind laut Europapark von der Regelung ausgenommen. Einen Test brauchen sie nicht. Besucher bis 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen, müssen ihr Alter nachweisen, und dürfen dann mit negativem Test in den Park. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann, braucht ein Attest vom Arzt und einen negativen Schnelltest.

Erstmeldung vom 3. November: Rust - Aufgrund der steigenden Zahlen von Corona-Patienten spitzt sich die Lage auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg weiter zu. Das Land rief deshalb am Dienstag, 2. November, eine Warnstufe aus. Das hat auch Auswirkungen auf den Europapark in Rust (Ortenaukreis). Bisher galt im größten Freizeitpark Deutschlands das gängige 3G-Modell. Zutritt zum Park und zur Wasserwelt Rulantica erhielten demnach vollständig geimpfte oder genesene Besucher oder solche, die einen aktuellen Corona-Test nachweisen konnten.

Mit dem Inkrafttreten der Warnstufe in Baden-Württemberg gibt es jedoch auch im Europapark neue Regeln für die Besucher, wie der Park auf Facebook mitteilte. Für Geimpfte und Genesene wird sich wenig oder gar nichts ändern. Für Ungeimpfte wird der Besuch des beliebten Freizeitparks allerdings komplizierter und auch deutlich teurer.

Europapark: Diese Regeln gelten aufgrund der Warnstufe bei einem Besuch

Zur Einschätzung der Corona-Lage spielt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg keine große Rolle mehr. Stattdessen wird ein Augenmerk auf die Auslastung der Intensivbetten im Land gelegt und ein entsprechendes Warnstufensystem etabliert. „Die Warnstufe liegt vor, wenn landesweit die stationären Neuaufnahmen mit COVID-19-Patienten pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz) die Zahl von 8 erreicht oder überschreitet“, schreibt das Land. Mit der Warnstufe gilt in geschlossenen Räumen nach wie vor die 3G-Regelung, für Ungeimpfte ist jedoch nur noch ein PCR-Test gültig und kein Antigen-Test mehr.

Seit der Wiedereröffnung des Europaparks erfährt der Freizeitpark einen außergewöhnlich großen Ansturm an Besuchern. Aufgrund des Massenandrangs im Europapark befürchten manche eine Corona-Infektion und sogar langjährige Fans den Parks wenden sich ab, da die beliebte Freizeiteinrichtung immer voller und auch teurer wird. Für Ungeimpfte wird der Besuch des Europaparks noch teurer. „Ab Mittwoch, dem 3.11.2021, gelten die Regelungen der Warnstufe“, heißt es auf Facebook. „Getestete Personen können nur mit einem negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) das Europapark-Erlebnis-Resort besuchen.“ Antigen-Tests seien dagegen nur noch in seltenen Ausnahmefällen zulässig.

Europapark: Ausnahmen und Sonderfälle der aktuellen Regelungen

Mit den neuen Regeln im Europapark ändert sich für geimpfte und genesene Besucher demnach nichts. Der Druck auf Ungeimpfte steigt jedoch weiter an. Bereits vor einigen Monaten sorgte der Europapark für Schlagzeilen, da Armbänder in verschiedenen Farben zwischen Geimpften und Getesteten unterschieden. Nach heftiger Kritik schaffte der Europapark die verschiedenfarbigen Bändchen wieder ab. Ab dem heutigen Mittwoch müssen Getestete aufgrund der Warnstufe jedoch indirekt mehr zahlen, da ein PCR-Test deutlich teurer als ein Antigen-Test ist. Seit Oktober sind die zuvor kostenlosen Bürger-Tests in Baden-Württemberg kostenpflichtig.

Bei den neuen Regelungen im Europapark gibt es laut dem Facebook-Beitrag allerdings Ausnahmen. So gelte die Test-Regelung beispielsweise nicht für Schüler. Dort reiche statt eines Testnachweises die Vorlage eines Altersnachweises, beispielsweise Personalausweis oder Schülerausweis, aus. Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen, müssten jedoch einen Antigen-Test vorweisen. Ein teurer PCR-Test ist allerdings nicht notwendig.

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