Freizeitpark gegen Lockerung

Europapark lässt weniger Besucher ein, als eigentlich möglich wären

Menschen mit Mundschutz fahren mit der Blue Fire im Europapark.
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Der Europapark verzichtet freiwillig auf eine Vollauslastung und reglementiert den Besucherstrom.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Eine Pflicht zum Coronatest gibt es im Europapark nicht mehr. Eigentlich könnten auch wieder unbegrenzt Besucher kommen. Der Park hat sich allerdings dagegen entschieden.

Rust - Seit dem 21. Mai hat der Europapark wieder geöffnet. Nach langer Corona-Pause drehen die Achterbahnen im Vergnügungspark bei Rust nach monatelangem Stillstand wieder ihre Runden. Die umfassende Wiederöffnung erfolgte dank eines erfolgreich verlaufenen Modellprojekts im Europapark, das auch anderen Freizeitparks in Baden-Württemberg den Weg zur Öffnung ebnete.

Besucher der Freizeitparks müssen sich seither an einige hygienischen Vorkehrungen halten, die mit der Zeit und sinkender 7-Tage-Inzidenz aber immer mehr gelockert worden sind. Gemäß den aktuellen Corona-Regeln entfällt im Europapark mittlerweile etwa die Testpflicht für einen Besuch.

Europapark könnte bis zu 50.000 Besucher empfangen - entscheidet sich aber dagegen

Auch die Besucherkapazität hat sich erhöht. Zu Beginn waren nur 3.000 Gäste gleichzeitig im Park erlaubt, später 10.000, dann in einem weiteren Schritt 20.000. Da die Inzidenz im Ortenaukreis mittlerweile seit mehreren Tagen einstellig ist, könnte das Besucherlimit laut der aktuellsten Landesverordnung sogar komplett fallen.

Der Europapark allerdings sieht davon ab und will sich selbst reglementieren - und das, obwohl derzeit weitaus weniger als die Hälfte des üblichen Besucherandrangs empfangen wird. An warmen Sommerwochenenden zählt der Freizeitpark für gewöhnlich bis zu 50.000 Besucher. Diese Verhältnisse werde es aber auch mit der Lockerung vorerst nicht geben, wie die Pressestelle des Parks gegenüber dem Schwarzwälder Boten mitteilt.

Der Europapark kompensiert die Verluste anderweitig

„Die Besucherzahl wird weiterhin weit unter der Vollauslastung liegen“, heißt es. Der Park wolle sich „langsam und verantwortungsvoll weiter vorantasten“. Auf absehbare Zeit sei keine Aufhebung des Limits vorgesehen. Die Nachfrage allerdings scheint groß. Bei der Öffnung des Europaparks gab es einen Ansturm. 50.000 Gäste wollten rein, nur ein kleiner Teil ergatterte aber die heiß begehrten Tickets.

Der Freizeitpark kompensiert die dadurch entstehenden Verluste anderweitig. Zum einen wurden für die Sommermonate die Eintrittspreise erhöht. Vom 17. Juli bis zum 13. September sowieso vom 9. Oktober bis zum 7. November zahlen erwachsene Besucher 60 statt 55 Euro, Kinder 52 statt 47 Euro. Davor und zwischen den Zeiträumen bleiben die Preise wie bisher.

Außerdem wird die Saison verlängert. So soll der Park bis zum 26. November geöffnet bleiben. Auf die üblichen Schließtage zwischen Halloween und der Wintersaison verzichtet der Freizeitpark in diesem Jahr. Auch im vergangenen Jahr war das der Plan. Dann kam der Lockdown zuvor.

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