Freizeitampel in Baden-Württemberg

Ampel soll zeigen, wann es im Europapark besonders voll ist

Menschen mit Mundschutz fahren mit der Blue Fire im Europapark.
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Wie voll ist es im Europapark? Eine Freizeitampel soll Aufschluss darüber geben.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Eine „Freizeitampel“ soll Aufschluss drüber geben, wie voll ein Ausflugsziel in Baden-Württemberg ist. Auch für den Europapark können damit künftig Informationen abgerufen werden, wie voll der Park gerade ist.

Rust - In Baden-Württemberg gibt es künftig die sogenannte „Freizeitampel“. Die im Internet verfügbaren Anzeige soll Bürgern Aufschluss darüber geben, wie voll es an einem Ausflugsziel im Bundesland aktuell ist. Nutzer können dafür auf der Internetseite www.freizeitampel-bw.de ihr gewünschtes Ziel suchen. Das Prinzip funktioniert dabei ähnlich wie bei einer herkömmlichen Verkehrsampel: Drei verschiedene Farben - grün, gelb und rot - zeigen, wie stark die Auslastung ist.

Bei einigen Badeseen, Freibädern und auch Wanderwegen im Land ist die Ampel bereits abrufbar. Auch für Freizeitparks in Baden-Württemberg, die nach einem Modellprojekt im Europark ebenfalls öffnen durften, soll sie installiert werden. Für den Europapark selbst ist sie noch nicht aktiv, das soll jedoch bald kommen. Der größte Freizeitpark in Deutschland gilt als beliebtes Ausflugsziel im Sommer. Bereits kurz nach der Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause gab es einen Ansturm auf den Europapark.

Europapark hat nach wie vor eine Besuchergrenze

Der Freizeitpark startete im Mai mit einer starken Besucherbegrenzung. Maximal 3.000 Gäste durften rein. Stückweise wurde mit den Corona-Lockerungen die Zahl auf 20.000 Besucher pro Tag erhöht. Auch wenn mittlerweile mehr möglich wären, will der Europapark weiterhin weniger Besucher empfangen. Die Parkleitung begründete dies mit Sicherheitsbedenken aufgrund der Pandemie.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Freizeitampel eingeführt worden. Das Coronavirus ist in Baden-Württemberg nach wie vor präsent. Die Inzidenzzahlen sind in den vergangenen Tagen landesweit im Schnitt leicht angestiegen. Der Hohenlohekreis beispielsweise erreichte zuletzt nach Wochen wieder die politische relevante Grenze von 35.

Freizeitampel soll als intelligentes Datenmanagement dienen

Die Coronapandemie habe gezeigt, dass viele Ausflugsziele zu überlaufen seien. „Volle Parkplätze und überfüllte Wanderwege waren keine Seltenheit. „Mit der Freizeitampel Baden-Württemberg haben wir die große Chance, solche Situationen in den anstehenden Sommerferien und darüber hinaus zu vermeiden“, erklärte Andreas Braun, der Geschäftsführer der Tourismus Marketing Gesellschaft in Baden-Württemberg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Freizeitampel soll deshalb als intelligentes Datenmanagement künftig dem Tourismus im Land dienen. Grundlage dafür ist eine landesweite Datenbank der Ferienregionen. Eine Pflicht, sich an die Ampel zu halten, gibt es nicht. Auch wenn sie rot leuchtet, können Besucher zum Ausflugsziel reisen.

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