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Achterbahn-Panne im Europa-Park: Mehr als 30 Minuten Stillstand bei „Poseidon“

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Von: Sina Alonso Garcia

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Poseidon im Europa-Park
Auf der Poseidon-Wasserachterbahn im Europa-Park herrschte am Wochenende plötzlich Stillstand. Schuld war offenbar eine technische Störung. © Imago/Petra Schneider-Schmelzer

Das hatten sich die Besucher vermutlich anders vorgestellt: Auf der Wasserachterbahn „Poseidon“ im Europa-Park blieben die Waggons während der Fahrt plötzlich stehen und bewegten sich rund eine halbe Stunde lang nicht mehr.

Rust - Die Meldungen über Unfälle in Freizeitparks scheinen derzeit nicht abzureißen. Anfang August schockierte der tödliche Sturz einer 57-Jährigen aus einer Achterbahn in Rheinland-Pfalz das Land. Nur wenige Tage später folgte die traurige Nachricht aus dem Legoland im schwäbischen Günzburg: 31 Menschen wurden auch hier bei einem Achterbahn-Unfall verletzt. Und die Pechsträhne geht weiter: Vor wenigen Tagen mussten zwei Personen nach einem Unfall in einem Freizeitpark in Baden-Württemberg ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nun kam es offenbar auch im Europa-Park in Rust zu einem Zwischenfall auf einer Achterbahn.

Wie ein Leserreporter von Bild dokumentierte, blieben am vergangenen Wochenende die Wagen der Wasserachterbahn „Poseidon“ während der Fahrt stehen. Die Störung habe mehr als 30 Minuten angedauert. Fotos zeigen, wie Europa-Park-Mitarbeiter die Insassen der Waggons beruhigen und wie einige Gäste sich auf eine Feuertreppe retten. Verletzt wurde laut Informationen von Bild niemand.

Europa-Park und Co.: Wie sicher sind Achterbahnen in Freizeitparks?

Angesichts der zuletzt gehäuften Vorfälle in Freizeitparks stellen sich einige Park-Fans die Frage: Wie sicher sind Achterbahnen? Jürgen Gevers, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) gibt Entwarnung. „Entsprechende Vorkommnisse seit der Jahrtausendwende in stationären Freizeiteinrichtungen lassen sich an einer Hand abzählen“, betont er gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Statistisch gesehen seien Achterbahnen „eines der sichersten Fortbewegungsmittel“.

Zwar führen weder der TÜV noch der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft Unfall- oder Mängelstatistiken für Achterbahnen in Deutschland. Wie jedoch eine Sprecherin des internationalen Freizeitpark-Dachverbands IAAPA mitteilte, habe es in Europa im Jahr 2020 im Schnitt 4,4 Verletzungen in Fahrgeschäften pro einer Million Besucher in Parks gegeben. Davon seien wiederum nur 16 Prozent in Achterbahnen erfolgt. „In Deutschland ist diese Zahl noch mal geringer“, so VDFU-Geschäftsführer Gevers. „Die Sicherheitsstandards hier sind viel höher als in anderen Ländern.“

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