Realschule muss schließen

Mysteriöser Stoff sorgt für Atemwegserkrankung bei Schülern - Polizei rätselt

Ein Schüler mit Mundschutz fasst sich an den Kopf
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17 Schüler mussten aufgrund Atemwegsproblemen behandelt werden.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Mehrere Schüler einer Realschule in Reichenbach klagten über Atemwegsprobleme. Nach einem Großeinsatz stellt sich für die Polizei die Frage nach der Ursache.

Reichenbach an der Fils - Nachdem sich 17 Schüler in Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen) über Atemwegsprobleme beschwert hatten, sucht die Polizei nach wie vor nach der Ursache. „Es ist schwierig, Anhaltspunkte für eine Substanz aufzuspüren, die sich schon verflüchtigt hat“, sagte ein Polizeisprecher des Reutlinger Präsidiums am Donnerstag.

Die Schüler und auch Lehrer aus zwei Realschulklassen hatten am Mittwoch kurz nach 11 Uhr mitten im Unterricht über Probleme mit der Atmung geklagt, unter anderem Reizhusten. Daraufhin wurde die Schule geräumt. Die Schüler kamen zur Abklärung in eine Klinik in Esslingen, konnten am Nachmittag aber wieder entlassen werden, wie es hieß.

Auch in einer angrenzenden Kindertagesstätte klagten Kinder über Probleme

Die Feuerwehr, die mit 14 Fahrzeugen, 46 Kräften sowie einem Gefahrgut- und einem Messzug vor Ort war, habe umfangreiche Messungen vorgenommen. Diese seien jedoch ohne Ergebnis geblieben. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, weil die Polizei sich einen Überblick über die Umgebung habe verschaffen wollen.

Wie Michael Wucherer, Einsatzleiter der Rettungsdienste, gegenüber dem regionalen Fernsehsender RegioTV sagte, hätten mehrere Kinder von einer „Wolke“ berichtet, die ausgebrochen sei. Zudem sollen sich in einem angrenzenden Kindergarten mehrere Kinder übergeben haben. Auch sie mussten versorgt werden, berichtet RegioTV. Zwischen den Fällen bestehe allerdings kein Zusammenhang, so der Polizeisprecher gegenüber BW24.

Polizei kann Unfall, wie er im Chemieunterricht vorkommen kann, ausschließen

Die Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen: „Womöglich meldet sich noch eine Person, die eine Substanz ausgebracht hat oder ein möglicher Zeuge, der etwas beobachtet hat“, heißt es. Wie der Stoff in den Klassenraum kam, sei noch völlig unklar.

Zu Vorfällen dieser Art kommt es hin und wieder im Chemieunterricht, wenn giftige Dämpfe entweichen und sich im Klassenzimmer ausbreiten. Ein solcher Unfall sei aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt auszuschließen, versicherte der Polizeisprecher gegenüber BW24.

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