Großbrand zerstört Gebäude

Flüchtlingsunterkunft in Esslingen brennt ab - Gebäude nicht mehr bewohnbar

  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
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In der Nacht auf vergangenen Freitag ist in Esslingen im Kreis Stuttgart eine Flüchtlingsunterkunft abgebrannt. Die Bewohner der Unterkunft sind zwar unverletzt, können jedoch vorerst nicht in das Haus zurück.

Esslingen - Ein schwerer Brand in Esslingen in der Region Stuttgart hat eine Flüchtlingsunterkunft vorerst unbewohnbar gemacht. In dem mehr als 150 Jahre alten Gebäude ist nach Angaben der Polizei Esslingen in der Nacht auf Freitag gegen 3:30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. In dem abgebrannten Haus war eine städtische Anschlussunterkunft für Geflüchtete untergebracht, in der bis zum Brand 15 Männer lebten.

Die Stadt Esslingen teilte mit, dass neun der Männer sich in der Flüchtlingsunterkunft befanden, als das Feuer ausbrach. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sei morgens vor Ort gewesen, um die Bewohner medizinisch zu versorgen und ihnen Nahrung anzubieten. Eine Person wurde leicht verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden. Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Großbrand in Esslingen in der Region Stuttgart im zweiten Obergeschoss der Anschlussunterkünft für Geflüchtete. Der Einsatzleiter der Esslinger Feuerwehr sagte zur Eßlinger Zeitung, das Feuer habe wahrscheinlich mit einem Küchenbrand begonnen. Wo das Feuer tatsächlich ausgebrochen ist und was die Ursache für den Brand war, soll die Spurensicherung klären.

Brand in Esslingen im Kreis Stuttgart: Feuer breitete sich auf Dachstuhl der Flüchtlingsunterkunft aus

Die Flammen seien bereits von außen gut sichtbar gewesen, als die Feuerwehr mit zwölf Fahrzeugen und 44 Mann an der Flüchtlingsunterkunft eintrafen, sagte der Einsatzleiter. Am frühen Morgen mussten weitere Einsatzkräfte - auch aus anderen Kreiskommunen - nach Esslingen gerufen werden, weil sich das Feuer auch auf den Dachstuhl des alten Gebäudes ausbreitete. Am späten Vormittag waren insgesamt 15 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit rund 60 Feuerwehrleuten im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit neun Fahrzeugen vor Ort.

Auch die Polizei musste wegen des Feuers in Esslingen anrücken, um die Bewohner der Anschlussunterkunft davon abzuhalten, das Haus zu betreten, um persönliche Gegenstände zu holen. Da die Flüchtlingsunterkunft durch den Großbrand derzeit nicht bewohnbar ist, kümmerte sich die Stadt Esslingen um eine Wohnmöglichkeit für die Geflüchteten. Die 15 Männer, die durch den Brand ihre Wohnung in der Anschlussunterkunft verloren haben, sind mittlerweile in Wohnheimen in der Stadt untergebracht worden.

Nach Brand in Esslingen ist Flüchtlingsunterkunft voraussichtlich nicht mehr bewohnbar

Ein Statiker, der das teilweise unter Denkmalschutz stehende Gebäude in Esslingen noch am Freitag nach dem Großbrand beurteilte, kam zu dem Ergebnis, es sei unwahrscheinlich, dass die Bewohner der abgebrannten Flüchtlingsunterkunft wieder in ihre Wohnungen zurückkehren könnten. Es sei möglich, dass sie ihr Hab und Gut aus dem Haus holen können, das könne aber „nicht vor nächster Woche passieren“, sagte der Referent des Oberbürgermeisters zur Eßlinger Zeitung.

Der entstandene Sachschaden durch den Brand in der Flüchtlingsunterkunft in Esslingen ist erst abschätzbar, wenn ein Sachverständiger die Brandstelle untersucht hat. Laut Referent des Oberbürgermeisters gehe man von einem hohen sechsstelligen Betrag aus - und hoffe, dass er nicht siebenstellig sei.

Glimpflicher ging ein Brand Ende Juli aus, der sich ebenfalls in der Metropolregion Stuttgart ereignet hat: In Metzingen steckte ein Fünfjähriger die Vorhänge in Brand, weil er den Frühstückstisch nicht decken wollte. Bei dem Feuer kamen keine Personen zu Schaden - dennoch musste die Feuerwehr ausrücken und es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro.

Rubriklistenbild: © dpa/Jens Wolf

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