Reaktion auf Beschimpfung

Sparkassen-Kundin verweigert Maske und rastet aus - Konto gekündigt

Der Eingang einer Sparkasse.
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Eine Sparkassen-Kundin aus Kirchheim unter Teck muss sich nun wohl eine neue Bank suchen (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg herrscht seit April Maskenpflicht in öffentlichen Räumen. Eine Sparkassen-Kundin sah das nicht ein und muss nun mit harten Konsequenzen leben.

Kirchheim unter Teck - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hält die Bevölkerung bereits seit Februar vergangenen Jahres in Atem. Im Lauf des Jahres wurden immer neue Maßnahmen zum Infektionsschutz eingeführt, verschärft und wieder gelockert. Die bereits im April in Kraft getretene Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in öffentlichen Räumen galt jedoch die ganze Zeit. Seit die Landeshauptstadt Stuttgart die Marke von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern überschritt und zum Risikogebiet erklärt wurde, gilt eine strengere Maskenpflicht. So muss beispielsweise zum Teil auch in der Innenstadt Mund und Nase bedeckt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Alle Entwicklungen zum Coronavirus in Baden-Württemberg in unserem Ticker.

Trotz der inzwischen wieder stärkeren Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg und der verschärften Maßnahmen scheinen Teile der Bevölkerung die Maskenpflicht noch immer nicht akzeptieren zu wollen. Nach einem Vorfall in einer Sparkasse in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) bei Stuttgart muss sich eine Kundin wohl eine neue Bank suchen, wie das Portal maennersache.de berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Frau betritt Bank ohne Maske und wird ausfällig

Die Einhaltung der Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg wird inzwischen deutlich strenger überwacht. So machen die Beamten der Polizei Stuttgart und anderer Polizeipräsidien im Land regelmäßig Kontrollen in Zügen und an Bahnhöfen. In den meisten Fällen werden die Menschen zunächst auf die fehlende Mund-Nase-Bedeckung hingewiesen. So auch in Kirchheim unter Teck, als eine Kundin ohne Maske eine Sparkassen-Filiale betrat. Eine Mitarbeiterin habe sie auf die Maskenpflicht hingewiesen, berichtet maennersache.de, die Kunden habe jedoch erklärt, sie sei lungenkrank und könne deshalb keine Maske tragen.

Als die Mitarbeiterin die Kundin auf die fehlende Maske zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg hinwies, wurde diese ausfällig. Das bestätigte auch ein Sprecher der Sparkasse in Kirchheim unter Teck. „Da wurde die Kundin sofort ausfallend, beschimpfte die Mitarbeiterin“, sagte er dem Portal. Die Mitarbeiterin habe sich dann an den Filialleiter der Sparkasse gewandt, der die Kunden ebenfalls aufforderte, eine Maske zu tragen. Daraufhin eskalierte der Streit und der Filialleiter bat die Kundin, die Filiale der Bank zu verlassen. Diese räumte das Feld jedoch nicht ohne wüste Beschimpfungen, wie maennersache.de berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Maskenverweigerin wird Konto gekündigt - wegen wüster Beleidigung

Wenn Bürger gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg verstoßen, droht meistens ein Bußgeld. Der Sparkassen-Kundin aus Kirchheim unter Teck blühte nach den wüsten Beschimpfungen dagegen eine ganz andere Strafe. Am nächsten Tag habe sie Post von der Sparkasse erhalten. Ihr sei mitgeteilt worden, man habe ihr Konto gekündigt und sie werde nicht weiter als Kundin geführt, berichtet maennersache.de.

Der Grund für die Kontokündigung war jedoch nicht die Weigerung, eine Maske zu tragen, sondern eine Beschimpfung, die die Kundin an den Filialleiter richtete. Ihm zufolge habe sie auf dem Höhepunkt ihrer Tirade das durchaus bekannte Zitat „Du kannst mich am Arsch lecken“ von Götz-von-Berlichingen aus dem gleichnamigen Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe verwendet. Ein solches Verhalten sei für die das Institut und seine Mitarbeiter untragbar, sagte der Filialleiter der Sparkasse.

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