Hohe Fallzahlen

Coronavirus im Landkreis Esslingen: Region ist in Baden-Württemberg am stärksten betroffen

Baden-Württemberg, Esslingen: Ein Mann geht mit einer Tüte, in der Essen zum Mitnehmen ist, über eine leere Straße in der Innenstadt.
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Mit den jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen kehrt wohl auch in die Innenstadt von Esslingen wieder mehr Leben ein.
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Der Landkreis Esslingen grenzt direkt an den Stadtkreis Stuttgart. Hier ist das Coronavirus in Baden-Württemberg besonders verbreitet. Die Region liegt deutschlandweit auf dem achten Platz der Kreise mit den meisten Corona-Infizierten.

  • Im Landkreis Esslingen wurden am 19.05.2020 1.847 Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg verzeichnet. Die Anzahl der Neuinfektionen steigt weiter an.
  • Das Coronavirus im Landkreis Esslingen hat bis Mitte Mai 2020 bereits 117 Todesfälle zur Folge. 
  • Das Klinikum Esslingen bietet in zwei Abstrichzentren ein Corona-Drive-In an: Hier können Verdachtsfälle sicher getestet werden, sofern sie eine Weisung vom Hausarzt mitbringen.

Esslingen - Das neuartige Coronavirus hat Baden-Württemberg und Deutschland seit Wochen fest im Griff. Dabei sind einige Bundesländer, Regionen und Landkreise stärker von Covid-19 betroffen als andere. In Baden-Württemberg hat es den Landkreis Esslingen besonders hart getroffen: Hier werden die meisten Infektionen und Todesfälle verzeichnet - in absoluten Zahlen

Gemessen an den Fällen pro 100.000 Einwohner ist der Hohenlohekreis stärker vom Coronavirus in Baden-Württemberg betroffen. Der aktuelle Stand zum Coronavirus im Landkreis Esslingen sieht wie folgt aus (Stand 19.05.2020):

1.847 Infizierte und 117 Todesfälle.
7,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg bleibt trotz von der Bundesregierung sowie den Ländern angeordneten Schutzvorkehrungen eine Bedrohung, allerdings breitet sich die Lungenkrankheit langsamer als zu Beginn der Pandemie. In der deutschlandweiten Statistik rangieren Stuttgart, der Landkreis Esslingen und der Hohenlohekreis besonders weit oben, wenn es um die Infektionszahlen mit dem Coronavirus geht.

In Baden-Württemberg wurden bis zum 19. Mai 2020 insgesamt 34.034 nachweisliche Coronavirus-Fälle gemeldet. Genesen sind davon immerhin bereits etwa 30.300 Menschen. Eine Karte zeigt die Verteilung des Coronavirus in Baden-Württemberg auf die Landkreise. Das Klinikum Esslingen arbeitet auf Hochtouren, um die Erkrankung einzudämmen. Auch Maßnahmen wie zwei Corona-Drive-Ins sollen helfen. Hier gibt es die Möglichkeit, möglichst schnell und nahezu kontaktlos getestet zu werden.

Klinikum Esslingen gegen das Coronavirus: mit Drive-Ins kontaktlos testen

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg und im Landkreis Esslingen möglichst rasch und effektiv zu bekämpfen, arbeitet das medizinische Personal derzeit am Limit. Das gilt auch für die Mitarbeiter des Klinikums Esslingen, das zahlreiche mit der Lungenkrankheit Covid-19 Erkrankte behandelt.

Die virusbedingten Todesfälle sowie die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg sollen insbesondere durch strenge Hygienemaßnahmen verhindert werden. Die Sprechstunden und Ambulanzen der Klinik wurden geschlossen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Nur in dringenden Fällen darf das Krankenhaus aufgesucht werden.

Wer glaubt, dass er an Covid-19 erkrankt sei, kann sich von Montag bis Freitag in einem der Abstrichzentren im Landkreis Esslingen testen lassen. Hierbei handelt es sich um sogenannte Corona-Drive-Ins: Der eigene Pkw muss zum Testen nicht verlassen werden.

Das medizinische Personal, welches die Abstriche vornimmt, ist durch Schutzkleidung vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg geschützt. So soll das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus in den Abstrichzentren zuverlässig minimiert werden. Allerdings ist hier eine - wenn auch nur telefonische - Weisung des Hausarztes notwendig, um einen Test zu bekommen. Das Ergebnis liegt meist nach wenigen Tagen vor. Die Corona-Abstrichzentren befinden sich in Nürtingen und bei der Messe Stuttgart in Leinfelden-Echterdingen.

Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus in Esslingen

Das Coronavirus im Landkreis Esslingen führt dazu, dass nicht nur Einrichtungen wie das Klinikum Esslingen, sondern auch jeder Bürger selbst angemessene Schutzmaßnahmen ergreifen sollte. Um weitere Infektionen und potenzielle Todesfälle wegen der Lungenkrankheit zu verhindern, ist regelmäßiges Händewaschen Pflicht.

Darüber hinaus sollte vermieden werden, sich ins Gesicht zu fassen, da das Coronavirus auf diese Weise durch Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen kann (Quelle: Robert-Koch-Institut). Die eigenen vier Wände sollten auch im Landkreis Esslingen lange nur in dringenden Fällen verlassen werden – etwa, um zur Arbeit zu fahren, einzukaufen oder einen Corona-Drive-In aufzusuchen.

Mit den jüngsten Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg wird aber auch in die Restaurants und Straßen in Esslingen und Umgebung wieder mehr Leben einkehren. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen gilt aber weiterhin, auch in Gaststätten.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg und das Auftreten weiterer Corona-Fälle kann nur verhindert werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Bis es soweit ist, wird das öffentliche Leben in Esslingen und ganz Deutschland weiter eingeschränkt sein. Nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten gegen Covid-19 wird währenddessen weltweit gesucht. Zuletzt meldete ein Unternehmen im nicht weit entfernten Tübingen erste Erfolge bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

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