Wegen Ukraine-Krieg

Essen statt Energie: Landwirtschaftsminister Hauk fordert Reduzierung der Ackerflächen für Ökostrom

Weizenernte: Der Krieg in der Ukraine dürfte für Lebensmittel weiter verteuern, warnt der Bauernverband.
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Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk fordert, die Nutzung von Ackerflächen für Ökostrom stark zu reduzieren.

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister fordert, mehr Ackerflächen für Nahrungsmittelanbau zu nutzen, als für Ökostromerzeugung.

Stuttgart (dpa/lsw) - Essen statt Energie: Angesichts des Krieges in der Ukraine sollte das Land nach Ansicht von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) die Nutzung von Agrarflächen für die Erzeugung von Ökostrom verringern und diese verstärkt zur Produktion von Nahrungsmitteln verwenden. Durch den Krieg habe die Ernährungssicherung eine ganz neue Bedeutung erlangt, erklärte Hauk den «Stuttgarter Nachrichten» (Montag).

Es zeige sich, dass gut gefüllte Lebensmittelregale keine Selbstverständlichkeit seien. «Um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und den Anstieg der Lebensmittelpreise zu mildern, sollten wir den Einsatz von Ackerflächen für die Energieerzeugung deutlich reduzieren.»

Experten: Krieg könnte zu starkem Rückgang der Lebensmittelexporte aus Ukraine und Russland führen

Die europäische Gemeinsame Agrarpolitik müsse in Deutschland so umgesetzt werden, «dass einerseits die Ernährungs- und Umweltziele erreicht und gleichzeitig die landwirtschaftlichen Betriebe unterstützt werden», sagte Hauk seinem Ministerium zufolge weiter.

Experten befürchten, dass der Krieg zu einem starken Rückgang der Lebensmittelexporte aus der Ukraine und aus Russland führen wird. Beide Länder stehen zusammen für rund ein Drittel der Weizenproduktion für den Weltmarkt.

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