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Erzieherinnen wollen wieder streiken - Kitas in Baden-Württemberg bleiben geschlossen

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Eine Teilnehmer einer Demonstration hält während eines Warnstreiks bei Kitas und Krankenhäusern ein Schild mit der Aufschrift „Kitastreik - nach Klatschen kommt kämpfen“. I
Warnstreiks seien am Dienstag in Stuttgart und Göppingen, am Mittwoch in Rottenburg und am Donnerstag in Ludwigsburg und Kirchheim geplant, teilte Verdi mit. (Archivbild) © Bodo Marks/dpa

Verdi kündigte erneute Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst an. In der kommenden Woche bleiben deshalb wieder Kitas in Baden-Württemberg geschlossen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Viele Eltern in Baden-Württemberg müssen erneut eine Ersatzbetreuung für ihren Nachwuchs finden. Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Freitag in Stuttgart an, die Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst auszuweiten. Landeschef Martin Gross sagte, die Arbeitgeber hätten unmissverständlich erklärt, dass sich ihre Lösungsvorschläge für die immer größere Fachkräftelücke auf Werbekampagnen und Extraleistungen wie Massagen beschränkten.

Mit Einschränkungen in der Betreuung müssen Eltern in der kommenden Woche rechnen. Warnstreiks seien am Dienstag in Stuttgart und Göppingen, am Mittwoch in Rottenburg und am Donnerstag in Ludwigsburg und Kirchheim geplant, teilte Verdi mit. Die Vizechefin der Gewerkschaft, Hanna Binder, betonte, die Arbeitgeber erklärten, bessere Bezahlung sei nur darstellbar bei gestiegenen Anforderungen und die gäbe es nicht.

Rund 50.000 Kita-Beschäftigte in Baden-Württemberg betroffen

Verdi fordert für die bundesweit rund 330.000 betroffenen Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung vieler Mitarbeiter. In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Arbeitgeber rund 50.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst betroffen.

Bei den Arbeitgebern waren die Warnstreiks in der Vergangenheit bereits auf Kritik gestoßen. Die zweite Runde der bundesweiten Tarifverhandlungen war ohne Ergebnis vertagt worden.

Kritik von Arbeitgebervereinigung: Vorlagen von Verdi seien „realitätsfern und nicht umsetzbar“

Die Arbeitgebervereinigung VKA hatte danach erklärt, die Vorschläge der Gewerkschaften zur Entlastung seien «realitätsfern und nicht umsetzbar». Die kommunalen Arbeitgeber hätten deutlich gezeigt, an welchen Stellen ein Entgegenkommen möglich sei, sagte VKA-Präsidentin und Verhandlungsführerin Karin Welge. «Dabei bleibt es aber bei der Prämisse, dass grundsätzlich nur gestiegene Anforderungen auch eine Aufwertung für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst mit sich bringen können.»

Die Verhandlungen gehen am 16. und 17. Mai in die dritte und voraussichtlich letzte Runde.

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