„Brauchen mehr Plätze“

Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge sind voll - Lorek warnt

Asylbewerber gehen am 04.04.2013 in Tübingen (Baden-Württemberg) mit ihren Kindern an einer Asylbewerberunterkunft entlang.
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Die Corona-Krise hat die Situation in den Flüchtlingsheimen im Südwesten verschlimmert.

Die Flüchtlingszahlen in Baden-Württemberg sind so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der CDU-Migrationsstaatssekretär schildert dramatische Situationen in den Flüchtlingsunterkünften.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Corona-Krise und steigende Zugangszahlen verschärfen die Lage in den Flüchtlingsunterkünften im Land weiter. Die Erstaufnahmeeinrichtungen seien voll belegt, sagte CDU-Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek der «Heilbronner Stimme» und dem «Südkurier» (Samstag). «Wir brauchen dringend mehr Plätze.» Er gehe davon aus, dass die Corona-Einschränkungen in den Asylunterkünften noch länger beständen, weil die dort ankommenden Menschen in der Regel nicht geimpft seien.

Die Flüchtlingszahlen seien zuletzt die wieder deutlich gestiegen. Im vergangenen September seien 1714 Menschen nach Baden-Württemberg gekommen - so viele seien es in einem Monat zuletzt im März 2017 gewesen. In den ersten drei Quartalen 2021 kamen nach Angaben Loreks insgesamt 9170 Asylsuchende nach Baden-Württemberg. Damit waren es schon mehr als im gesamten Jahr 2020 mit 7422 Ankommenden. Die meisten Flüchtlinge kämen derzeit wegen der politischen Spannungen aus Syrien und Afghanistan.

Nach Angaben Loreks will das Land die Kapazitäten in der Erstaufnahme in diesem Jahr um rund 800 zusätzliche Plätze ausbauen. «Unser Ziel ist es, noch in diesem Jahr landesweit rund 800 neue Plätze in der Erstaufnahme zu schaffen», sagte er den Zeitungen. «Daher versuchen wir unter anderem an den vorhandenen Standorten nachzuverdichten, also in bestehenden Einrichtungen neue Plätze zu schaffen.» Langfristig sollten in Freiburg 400 neue Plätze entstehen, in Karlsruhe sollten an mehreren Standorten 1650 neue Plätze dazukommen.

Wegen Ansteckungsgefahren können in den Erstaufnahme-Einrichtungen derzeit viele Plätze nicht belegt werden.

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