Ersatztorhüter kann sich beim Karlsruher SC nicht aufdrängen

Markus Kuster
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Ersatztorhüter Markus Kuster.

Ersatztorhüter Markus Kuster leistete sich beim 1:3 des Karlsruher SC in Düsseldorf keine großen Fehler. Um sich als künftige Nummer eins zu profilieren, erwischte er allerdings den falschen Tag.

Düsseldorf - Seinen ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison für den Karlsruher SC hatte sich Ersatztorhüter Markus Kuster sicher anders vorgestellt. Große Patzer leistete sich der 27-Jährige beim 1:3 (1:1) des badischen Fußball-Zweitligisten bei Fortuna Düsseldorf zwar nicht. Um sich als künftige Nummer eins aufzudrängen, hatte er jedoch das falsche Spiel erwischt. Kuster kassierte am Samstag ein Eigentor, musste einen Slapsticktreffer hinnehmen und insgesamt dreimal hinter sich greifen. Eine bittere Bilanz. „Ich glaube trotzdem, dass heute mehr drin gewesen wäre. Schade, einfach verschenkte Punkte“, fand der Österreicher.

Auch Innenverteidiger Daniel Gordon hätte Kuster gern einen besseren Saisoneinstand geboten. „Schade, dass wir es nicht geschafft haben, ihm hinten die Null zu halten“, bedauerte der Routinier. Doch nicht nur Abwehrfehler, Pech und Kommunikationsschwächen hatten einen nicht unmöglichen Erfolg verhindert. Sondern auch die Mängel in der Offensive. Gordon kritisierte, dass es sein Team oftmals zu kompliziert versuchte.

So hatte Torjäger Philipp Hofmann nur eine große Chance zur Führung (39. Minute), die er jedoch vergab. Stattdessen brachte Christoph Klarer (51.) mit seinem Tor nach kuriosen Strafraum-Szenen den ersten Heimsieg der Fortuna auf den Weg. Khaled Narey (62.) stellte das Endergebnis her. Philip Heise hatte die Fortuna zuvor per Eigentor (10.) in Führung gebracht, die Marvin Wanitzek (22.) ausgeglichen hatte.

Die Badener müssen nun ausgerechnet beim Erstligisten Bayer Leverkusen in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Mittwoch (18.30 Uhr) Besserung zeigen. „Da gibt es keine Punkte, sondern nur Ausscheiden oder Weiterkommen. Respekt ist da, aber auch eine noch größere Vorfreude“, sagte Eigentor-Schütze Heise. Dass da wieder Stammtorhüter Marius Gersbeck zwischen den Pfosten stehen wird, bezweifeln die Wenigsten. In Düsseldorf war er aufgrund seiner Roten Karte gesperrt.

Ex-KSC-Stürmer Rouwen Hennings ließ es sich aber dennoch nicht nehmen, Kuster zu unterstützen. „Ich glaube, dass er nichts Gravierendes falsch gemacht hat. Selbst wenn der Gersbeck einen mehr gehalten hätte, hätten wir immer noch gewonnen“, sagte der Düsseldorfer. dpa

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