Unglück im Odenwald

Ermittlungen nach tödlichem Hubschrauberabsturz eingestellt

Trümmerteile eines Hubschraubers vom Typ Robinson R44 liegen in einem Wald nahe der Grenze zu Hessen und Bayern.
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Bei einem Hubschrauberabsturz sind drei Menschen im Norden Baden-Württembergs ums Leben gekommen. Nun wurden die Ermittlungen eingestellt.

Als ein Hubschrauber im vergangenen Jahr im Odenwald abstürzt, sterben drei Menschen. Die Untersuchungen zur Unglücksursache ziehen sich viele Monate hin. Nun sind die Ermittlungen beendet.

Buchen (dpa) - Fünf Monate nach dem Hubschrauberabsturz mit drei Toten im Norden Baden-Württembergs hat die Staatsanwaltschaft Mosbach ihre Ermittlungen eingestellt. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass jemand das Unglück absichtlich herbeigeführt habe, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Der Hubschrauber war im Oktober vergangenen Jahres über einem Wald in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) nahe der Grenze zu Hessen und Bayern abgestürzt. Alle drei aus Mittelfranken stammenden Insassen kamen ums Leben. An Bord waren der 61 Jahre alte Pilot sowie ein 18-jähriger und ein 34-jähriger Mann gewesen.

Sowohl das Gutachten eines von der Staatsanwaltschaft beauftragten Flugsachverständigen sowie die Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hätten ergeben, das ein Manövrierfehler des Piloten zu dem Absturz geführt hatte. Der Helikopter vom Typ Robinson R44 war am 17. Oktober vergangenen Jahres mittags vom Verkehrslandeplatz Herzogenaurach gestartet, um nach Speyer (Rheinland-Pfalz) zu fliegen. Etwa eine Stunde später stürzte er in das Waldgebiet, nachdem den Erkenntnissen zufolge die Rotorenblätter den Rotormast berührt hatten. Beim sogenannten Mast-Bumping schlägt der Rotorkopf im Flug an den Rotormast an.

Anwohner hatten ein Feuer in dem Wald bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Augenzeugen berichteten später von einem lauten Knall. Hinweise auf Sprengstoffrückstände habe es jedoch nicht gegeben, so die Staatsanwaltschaft weiter.

In der Presse war unter anderem zu lesen gewesen, dass es Morddrohungen gegen eines der drei Opfer, einen IT-Unternehmer aus Mittelfranken, gegeben habe. Intensive Ermittlungen insbesondere auch im persönlichen Umfeld der Verstorbenen hätten aber auch solche Hinweise auf Bedrohungs- oder Anschlagsszenarien nicht erhärten können.

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