Tierquäler am Werk

Entenküken mit Steinen beworfen: Zwei Tiere im Bruchsaler Schlossgarten sterben

Fünf kleine Küken in einer Holzbox, in der auch ein paar Blätter liegen.
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Zwei Entenküken wurden im Bruchsaler Schlossgarten tot aufgefunden.
  • Berkan Cakir
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Im Bruchsaler Schlossgarten waren bislang unbekannte Tierquäler am Werk. Sie warfen mit Steinbrocken und töteten damit zwei Entenküken.

Bruchsal - Als Martin Ratzel die beschädigten Felsenschalen am Ententeich im Bruchsaler Schlossgarten sah, war das nur das kleinere Problem. Was der Gartenmeister kurz darauf entdeckte, war weitaus schlimmer. Unbekannte hatten die Brocken aus Tuffstein als Wurfgeschoss benutzt. Ihr Ziel waren die Entenküken im Teich. Zwei der jungen Tiere hat Ratzel am Wochenende in der historischen Anlage tot aufgefunden.

„Wir haben natürlich gleich die Polizei informiert“, sagte Christina Ebel, die Leiterin der Schlossverwaltung Bruchsal, gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten. Der Sachverhalt sei beim Polizeirevier Bruchsal zur Anzeige gebracht worden, es gehe um Sachbeschädigung als auch um Tierquälerei, so Ebel. Vermutet wird, dass die Tat wohl am späten Abend oder in der Nacht auf Freitag ereignet hat.

Mitarbeiter fanden mehrere Flaschen und Becher in der Nähe des Teichs

Mitarbeiter der Schlossverwaltung fanden an der zur Anlage gehörenden Gartenterasse mehrere Flaschen und Becher. Sie wurden zur Spurensicherung an die Polizei Bruchsal übergeben. Die Schlossverwaltung erklärte, dass sie über die sozialen Netzwerke einen Aufruf gestartet habe, um nach Zeugen zu suchen. Menschen, die an diesem oder dem Abend zuvor vor Ort spazieren gewesen sind, dabei etwas Verdächtigen gehört oder beobachten haben, können sich beim örtlichen Polizeirevier melden.

Seit dem Vorfall hat die Polizei ihre Präsenz vor im Schlossgarten verstärkt, der Ententeich wird verstärkt kontrolliert. Unterdessen sind auch Schilder angebracht mit dem Hinweis, dass Entenküken getötet worden sind und der Bereich videoüberwacht ist.

Auch in Trossingen und in Stuttgart kam es in letzten Zeit zu Fällen von Tierquälerei

Es ist nicht der erste Fall von Tierquälerei, der sich in letzter Zeit in der Region ereignet hat. In Trossingen wurden zwei Tiere in einem Wildgehege zu Tode gequält. Wenige Tage zuvor ereignete sich in Besigheim eine ähnliche Tat, bei der mehrere Tiere, darunter 19 Hühner, ein Hahn und ein Schaf, erst gestohlen, dann getötet und schließlich in der Enz versenkt wurden. Auch Kinder wurden bereits zu Tätern. In Stuttgart quälten sie Alpakas, wobei eine Stute letztlich eine Totgeburt erlebte.

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