Kampf gegen Coronavirus

Corona-Impfstoff: Firma Curevac aus Tübingen erhält unverhoffte Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk

  • Marleen van de Camp
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Tesla-Chef Elon Musk baut Anlagen für Curevac aus Tübingen, dessen Forschung zum Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und weltweit bekannt ist. 

  • CureVac ist durch Forschung nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und weltweit bekannt.
  • Das Unternehmen aus Tübingen bekommt jetzt Unterstützung von niemand geringerem als Tesla-Chef Elon Musk.
  • Elon Musk kündigte an, er lasse Tesla RNA-Mikrofabriken für CureVac bauen - mit seiner eigenen Art von Nerd-Humor.

Tübingen/Los Angeles – Die Firma CureVac aus Tübingen bekommt prominente Unterstützung – von niemand geringerem als Tesla-Chef Elon Musk. Das Biotech-Unternehmen erlangte durch seine Forschung an einem Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg und weltweit Bekanntheit. 

Tesla-Chef Elon Musk: Impfansatz von CureVac aus Tübingen hat großes Potenzial 

Elon Musk twitterte am 20. Juli: „Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Mikrofabriken für CureVac und möglicherweise andere Unternehmen.“ Der Inhaber des YouTube-Kanals „Sam Talks Tesla“ hatte Elon Musk zuvor gefragt, was er vom RNA-Impfansatz hält. Der Tesla-Chef antwortete, seiner Meinung nach habe synthetische RNA (und DNA) großartiges Potenzial. Und dann – typisch Elon Musk: „Das macht die Heilung vieler Krankheiten zu einem Softwareproblem.“ Damit passen der E-Auto-Pionier und Raumfahrtunternehmer aus Los Angeles und das Biotech-Unternehmen CureVac aus Tübingen perfekt zusammen, das einen Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg sucht. 

CureVac forscht seit Januar in Baden-Württemberg an Coronavirus-Impfung

Über die Unterstützung, die das Unternehmen CureVac aus Tübingen von Tesla-Chef Elon Musk bekommt, berichtet auch Fanseite Teslamag. Das Biotech-Unternehmen aus Baden-Württemberg arbeitet schon seit Januar an einer Impfung gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Ein bekannter deutscher Tech-Unternehmer - der SAP-Mitgründer Dietmar Hopp - ist über sein Unternehmen dievini Hauptinvestor bei CureVac.

Im Juni 2020 investierte auch die Bundesregierung 300 Millionen in Curevac aus Tübingen. Kurz darauf bekam das Unternehmen von deutschen und belgischen Zulassungsbehörden grünes Licht für den Start einer klinischen Studie zu seinem mRNA-basierten Impfstoff gegen das Coronavirus, der in Baden-Württemberg stattfindet.

Tesla-Chef Elon Musk lässt Anlagen für das Unternehmen Curevac aus Türingen produzieren.

CureVac könnte Impfstoff gegen Coronavirus in Baden-Württemberg auf den Markt bringen

Am 19. Juni wurde der ersten freiwilligen Probandin an der Uniklinik Tübingen die erste Dosis des Covid-19 Impfstoffs von CureVac verabreicht. Insgesamt sollen mehr als 100 gesunde Freiwillige zwischen 18 und 60 Jahren an der ersten Phase der Studie teilnehmen. Erste Ergebnisse des Corona-Impfstoff-Tests werden noch im Sommer erwartet. Sind sie positiv, kann im Herbst die zweite Testphase folgen – mit Probanden höheren Alters und mit Risikogruppen.

Vorausgesetzt, alles läuft perfekt, könnte das Unternehmen CureVac im nächsten Jahr einen Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg auf den Markt bringen, das Menschen in der ganzen Welt vor der Lungenkrankheit Covid-19 schützt. Das ist offensichtlich auch die Hoffnung von Tesla-Chef Elon Musk.  

Um die Kooperation mit CureVac voranzutreiben, kam Elon Musk sogar persönlich nach Baden-Württemberg. Er traf sich in Tübingen mit Vertretern von CureVac. Um was es genau bei dem Besuch ging, ist allerdings nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © John Raoux/dpa

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