Unterstützung für CureVac

Elon Musk kommt heute nach Baden-Württemberg

  • Valentin Betz
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CureVac in Tübingen macht große Fortschritte bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Tesla-Chef Elon Musk will das Unternehmen bei der Produktion unterstützen - und ist deshalb heute vor Ort.

  • Tesla-Chef Elon Musk kommt heute nach Tübingen, um sich mit Vertretern der Firma CureVac zu treffen.
  • Das Unternehmen entwickelt einen Impfstoff gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg.
  • Der Impfstoff basiert auf RNA. Elon Musk will deshalb RNA-Mikrofabriken bauen, um zu helfen.

Tübingen - Tesla-Chef Elon Musk hat schon mehrfach sein Interesse am Tübinger Unternehmen CureVac bekundet. Auf der ganzen Welt arbeiten Forscher daran, einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden - und CureVac ist an vorderster Front dabei. Das beeindruckt Elon Musk, der mit seinen eigenen Firmen den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt vorantreibt.

Die Impfstoff-Entwicklung hat CureVac weltweit Aufmerksamkeit beschwert. Auch deshalb konnte CureVac an die Börse gehen, was der Firma weitere 209 Millionen Euro bringen soll. Die Erlöse aus dem Börsengang wird das Tübinger Unternehmen nicht nur in den Corona-Impfstoff investieren, sondern auch in andere Projekte. Der prominenteste Unterstützer der Firma kommt allerdings aus Südafrika. Tesla-Chef Elon Musk will CureVac bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs unterstützen. Als Nebenprojekt baut sein Unternehmen RNA-Mikrofabriken. Die unerhoffte Kooperation führt den exzentrischen Unternehmer heute persönlich nach Tübingen.

Elon Musk hilft CureVac bei Corona-Impfstoff - Kooperation wird heute mit persönlichem Besuch konkret

Bei einer möglichen Corona-Impfung hat Russland hat zwar schon einen Erfolg vermeldet, Experten sehen den Impfstoff allerdings skeptisch, da er nicht die üblichen Zulassungskriterien erfüllt. In Baden-Württemberg ist das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac weit fortgeschritten bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Finanzierung der Forschungsarbeit. Die Bundesregierung hatte deshalb bereits 300 Millionen Euro in die Firma aus Tübingen investiert, damit sie an der Impfstoff-Hoffnung arbeiten können.

Bislang war das Angebot von Tesla-Chef Elon Musk, CureVac bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs zu unterstützen, nicht mehr als eine vage Aussage. Heute soll daraus offenbar eine konkretere Kooperation werden. „Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Mikrofabriken für CureVac und möglicherweise andere“, erklärte Elon Musk bei Twitter. Einer der Geschäftsführer des CureVac-Hauptinvestors Dievini, Christof Hettich, sagte dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag), Elon Musk werde am Dienstag und Mittwoch in Deutschland sein.

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Das Treffen zwischen Elon Musk und CureVac soll bereits heute in Tübingen stattfinden. Das bestätigte ein Pressesprecher von CureVac gegenüber dem schwäbischen Tagblatt. Was genau Elon Musk vor Ort mit dem Impfstoff-Entwickler besprechen will, ist allerdings unklar. Die EU-Kommission hatte sich bis zu 405 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma gesichert. CureVac kann deshalb Unterstützung bei der Herstellung des Impfstoffs sehr gut gebrauchen.

Elon Musk reist nach Deutschland: Corona-Impfstoff ist nicht der einzige Anlass

Tesla-Chef Elon Musk wäre aber vermutlich nicht so erfolgreich, wenn er seine Reise nach Deutschland nicht direkt mit mehreren Anlässen verbinden würde. Denn neben der Unterstützung von CureVac im Kampf gegen das Coronavirus treibt der Unternehmer auch das Geschäft mit seinen Elektroautos voran. In Grünheide bei Berlin baut Tesla deshalb eine brandneue Fabrik für die E-Autos.

Ab dem Sommer 2021 will Tesla dort 500.000 Elektroautos pro Jahr herstellen - 12.000 Arbeitsplätze werden deshalb geschaffen. Die Fabrik wird derzeit gebaut, obwohl noch umweltrechtliche Genehmigungen durch das Land Brandenburg ausstehen. Nach seinem Besuch in Tübingen wird Elon Musk deshalb auch in Grünheide erwartet.

Rubriklistenbild: © John Raoux/dpa

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