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Elfjährige wochenlang wegen Maskenpflicht nicht in der Schule - Vater vor Gericht

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Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen.
Weil ein Vater seine Tochter wochenlang nicht zur Schule hat gehen lassen, muss er sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Schulgesetz verantworten. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Eine elfjährige Schülerin geht wochenlang nicht zur Schule, weil sie vom Tragen einer Corona-Maske eine schwere Infektion bekommen haben soll. Der Vater steht nun deswegen vor Gericht.

Heilbronn (dpa/lsw) - Wegen der Maskenpflicht soll ein Vater seine Tochter in Eppingen (Kreis Heilbronn) im Herbst wochenlang nicht in die Schule geschickt haben. Das Tragen einer Maske im Unterricht habe bei der Elfjährigen stets eine schwere Infektion im Mundraum ausgelöst, begründet der 58-Jährige nach Angaben des Amtsgerichts Heilbronn seine Entscheidung. Dafür muss er sich am Donnerstag (9.00 Uhr) wegen Verstoßes gegen das Schulgesetz verantworten. Noch am selben Tag erwartet das Amtsgericht ein Urteil in dem Bußgeldverfahren.

Dem baden-württembergischen Kultusministerium seien keine Gerichtsverfahren wegen derartiger Masken-Streits bekannt, heißt es auf Nachfrage. Die Landesbehörde habe sich in den vergangenen Monaten aber durchaus damit beschäftigt, dass Schülerinnen und Schüler ohne Entschuldigung zum Unterricht gekommen waren. Dies muss aber nicht nur mit den Corona-Maßnahmen zusammenhängen, sondern kann auch andere Gründe gehabt haben, wie das Ministerium mitteilte. Schon vor der Pandemie sollen solche Fälle aufgetreten sein.

Falls gegen die Regeln der Schulpflicht verstoßen wird, suche zunächst die Schule das Gespräch. In einem nächsten Schritt könne ein Ordnungswidrigkeitsverfahren von der Kommune eingeleitet werden. Die Regierungspräsidien können darüber hinaus ein Zwangsgeldverfahren anordnen.

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