Villingen-Schwenningen

Mann verunglückt mit E-Scooter schwer und stirbt

E-Scooter liegen auf einem Gehweg und versperren den Weg.
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In Villingen-Schwenningen nahm die Fahrt mit einem E-Scooter vergangene Woche ein tragisches Ende (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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In Stuttgart wächst derzeit das E-Scooter-Angebot stark an. In Villingen-Schwenningen nahm eine Fahrt mit einem elektrischen Tretroller jedoch ein tragisches Ende.

Villingen-Schwenningen - In der Automobilindustrie wird die E-Mobilität als Technologie der Zukunft bezeichnet. Doch es muss nicht zwingend gleich ein EQS der Daimler AG oder ein Taycan der Porsche AG sein. In mehreren Städten in Baden-Württemberg kann man sich auch auf einem gemieteten Tretroller elektrisch durch die Innenstädte bewegen. So beispielsweise in der Landeshauptstadt Stuttgart wo das E-Scooter-Angebot inzwischen auf fünf Anbieter angewachsen ist. Einige Passanten ärgern sich allerdings immer wieder, dass die Tretroller kreuz und quer in der Stadt verteilt abgestellt werden. Etwa direkt auf Fußgängerwegen oder vor Eingängen.

Für dieses Problem hat die Stadt jedoch eine sehr pragmatische Lösung gefunden. Stuttgart empfiehlt genervten Bürgern, die Roller selbst aus dem Weg zu räumen. Trotz des derzeitigen E-Scooter-Booms sieht die Stadt jedoch kein Problem, da es im Vergleich zum sonstigen Verkehr in Stuttgart selten zu Unfällen mit den Rollern käme. Dass eine Fahrt mit den E-Scootern unter bestimmten Umständen dennoch sehr gefährlich sein kann, zeigte ein tragischer Fall in Villingen-Schwenningen am vergangenen Donnerstag.

Unfall mit E-Scooter: Fahrer stürzte ohne Fremdbeteiligung

Motorroller- und Motorradfahrer müssen sich im Straßenverkehr oftmals in Acht nehmen, um zwischen den Autos nicht übersehen zu werden. Zudem haben die Fahrzeuge im Gegensatz zu einem Pkw auch eine deutlich kleinere Knautschzone. Auf den E-Scootern, die sich vor allem in den großen Städten in Baden-Württemberg wachsender Beliebtheit erfreuen, ist man als Fahrer im Falle eines Unfalls ebenfalls relativ ungeschützt.

Allerdings ist laut Gesetz auch nur eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern erlaubt. Laut dem Bericht der Polizei Konstanz kam der E-Scooter-Fahrer in Villingen-Schwenningen am vergangenen Donnerstag jedoch ohne Fremdbeteiligung zu Fall.

E-Scooter-Unfall: Fahrer stirbt nach schwerem Sturz

Der 29-Jährige sei mit dem E-Scooter gegen 1 Uhr auf dem Parkplatz einer großen Möbelhauskette unterwegs gewesen, als er mit dem Tretroller stürzte. Da der Mann nach Angaben der Polizei keinen Helm trug, zog er sich bei dem Sturz lebensgefährliche Verletzungen zu. Bei der Fahrt mit einem elektrischen Tretroller ist jedoch keine Helmpflicht vorgeschrieben, berichtet der ADAC. „Es ist aber empfehlenswert, sich mit einem Helm zu schützen.“ Der Mann wurde nach seinem E-Scooter-Unfall mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht.

In einer Nachtragsmeldung der Polizei Konstanz heißt es, der E-Scooter-Unfall in Villingen-Schwenningen habe ein tragisches Ende genommen. Demnach sei der 29-Jährige aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen am vergangenen Freitag im Krankenhaus gestorben.

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