Kokain konsumiert

Drogentest in Pforzheim: Autofahrerin auf Koks versucht, Apfelsaft als Urinprobe auszugeben

  • Lisa Schönhaar
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Kreativ aber erfolglos hat am vergangenen Freitagabend eine Autofahrerin versucht, die Polizei bei einer Drogenkontrolle zu täuschen. Statt einer Urinprobe gab sie einen Becher mit Apfelsaft ab.

  • Am vergangenen Freitagabend geriet eine Frau in Pforzheim in eine Polizeikontrolle.
  • Die Beamten hatten den Eindruck, die 42-Jährige stehe unter Drogen und führten deshalb einen Urintest durch.
  • Anstatt der geforderten Urinprobe versuchte die Autofahrerin jedoch, den Beamten einen Becher Apfelsaft unterzujubeln.

Pforzheim - Immer wieder hat die Polizei in Baden-Württemberg mit besonders kuriosen Fällen zu tun - häufig darin verwickelt: Autofahrer. Erst kürzlich kontrollierte die Polizei in Ludwigsburg unweit der Landeshauptstadt Stuttgart einen betrunkenen 64-Jährigen und beschlagnahmte sein Auto. Der Mann stahl kurz darauf seinen Wagen vom Parkplatz der Polizeiwache und fuhr - immer noch betrunken - zum zweiten Mal in eine Fahrzeugkontrolle.

Auch ein Fall in Böblingen sorgte landesweit für Aufsehen: Anstatt bei einer Polizeikontrolle anzuhalten, beschleunigte ein 35-jähriger Mann auf 200 Kilometer pro Stunde, schaltete die Scheinwerfer aus und raste der Polizei davon. Über 300 Kilometer lieferte er sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, die den Fahrer schließlich in Bayern stoppen konnte - offenbar hatte er Kokain konsumiert.

Polizei-Kontrollen

Polizeikontrolle in Pforzheim: Autofahrerin auf Kokain versucht, Apfelsaft statt Urinprobe abzugeben

Kokain war auch bei einer Autofahrerin im Spiel, die am vergangenen Freitagabend in Pforzheim in eine Fahrzeugkontrolle geriet. Laut Angaben der Polizei war die Frau gegen 22:15 Uhr durch eine Streife des Polizeireviers Pforzheim-Nord in der Östlichen Karl-Friedrich-Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen worden. Dabei bemerkten die Beamten deutliche Anzeichen dafür, dass die Autofahrerin unter Drogen steht.

Die 42-Jährige wurde aufgrund des Eindrucks der Polizisten bei der vorangegangenen Verkehrskontrolle dazu aufgefordert, einen Urintest durchzuführen. Als sie den Einsatzkräften in Pforzheim den Becher mit dem angeblich frisch von ihr abgegebenen Urin überreichte, wurden die Polizeibeamten allerdings misstrauisch. Letztlich stellte sich heraus, dass die Autofahrerin unbemerkt Apfelsaft aus einer mitgeführten Flasche in den Urinbecher gefüllt hatte, um die Beamten zu täuschen - erfolglos.

Die Polizisten in Pforzheim ließen sich im wahrsten Sinne nicht „veräppeln“: Als Folge des gescheiterten Täuschungsversuchs mit Apfelsaft musste die Autofahrerin eine Blutprobe abgeben. Später räumte die 42-Jährige dann auch den Konsum von Kokain ein. So kurios der Fall auch erscheinen mag, hat die falsche Urinprobe und vor allem das Fahren unter Drogeneinfluss ernste Folgen für die Frau. Sie muss nun mit einer Anzeige rechnen - und je nach Ergebnis der Blutuntersuchung auch mit dem Entzug ihres Führerscheins.

Unfälle in Baden-Württemberg: Autofahrer verursachen Unfall und flüchten zu Fuß vor Polizei

Zu einem spektakulären Fall kam es auch Anfang Mai in Plieningen. Dort hatte ein 37-jähriger Autofahrer einen Unfall auf der Bundesstraße 312 bei Stuttgart verursacht. Sowohl sein eigenes Auto als auch der Mercedes, den der Mann gestreift hatte, waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Der 37-Jährige hatte offenbar Drogen genommen, flüchtete zu Fuß und versuchte, auf das Gelände des Flughafen Stuttgart zu gelangen. Sicherheitskräfte des Flughafens verhinderten das. Der Mann randalierte an der Feuerwache und flüchtete weiter Richtung Autobahn 8, wo ihn die Polizei schließlich festnehmen konnte. Der entstandene Sachschaden liegt Schätzungen zufolge bei 60.000 Euro.

Kaum zwei Wochen zuvor hatte es bei Mannheim einen Unfall gegeben, der in vielen Details an den Fall nahe des Flughafen Stuttgart erinnert. Ein Betrunkener hatte einen Unfall verursacht und zwei Kinder verletzt. Der 35-Jährige hatte auf der A6 unter Alkoholeinfluss ein anderes Fahrzeug gestreift. Auch nach diesem Unfall waren beide Fahrzeuge fahruntauglich, sodass der betrunkene Unfallverursacher zu Fuß flüchtete. Der Unfallfahrer wurde ebenfalls von der Polizei gefasst, die seinen Führerschein beschlagnahmte.

Rubriklistenbild: © Rainer Jensen/dpa

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