Mutmaßlicher Drogenhändler

Polizei rückt wegen Ruhestörung bei 29-Jährigem in Rastatt an - und findet zufällig mehrere Kilogramm Drogen

Zwei Polizisten klingeln an einer Haustür.
+
Polizeieinsatz in Rastatt: Nachbarn eines 29-Jährigen beschwerten sich über Ruhestörung - als die Polizei eintraf, fand sie mehrere Kilogramm Drogen. (Symbolbild)
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
    schließen

Die Nachbarschaft in einem Mehrfamilienhaus in Rastatt beklagte sich eigentlich nur wegen Ruhestörung. Also die Polizei vor Ort eintraf, entdeckt sie jedoch größere Mengen Drogen. Jetzt sitzt der 29-Jährige in Untersuchungshaft.

Raststatt - In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere aufsehenerregende Drogenfunde in Baden-Württemberg. Erst kürzlich machte die Polizei im Zimmer einer 17-Jährigen einen irren Fund (BW24* berichtete). Nach Festnahme mehrerer mutmaßlicher Rauschgifthändler in Stuttgart* führten ihre Ermittlungen die Beamten zu einem 35 Jahre alten Mann. Infolgedessen kam es zur Hausdurchsuchungen, wo die Polizei* der Landeshauptstadt Drogen, Waffen, Tausende Euro fand.

In Rastatt kam es jetzt zu einem Drogenfund der eher kuriosen Art: Ein junger Mann wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in seiner Wohnung in Rastatt mit Drogen erwischt. Für die Polizei ein Glückstreffer: Wegen des Verdachts auf Drogenbesitz waren die Beamten nämlich eigentlich gar nicht angerückt, wie Deutsche Presse-Agentur berichtet. Nachbarn des Mehrfamilienhauses, das sich ganz in der Nähe vom Bahnhof befindet, hatten sich wegen Ruhestörung beklagt. Ein Anrufer teilte den Beamten mit, dass der Mann in seiner Wohnung randalieren würde, erklärte eine Sprecherin der Polizei.

Drogenfund in Rastatt: Nachbarschaft beklagte sich über Ruhestörung- in der Wohnung entdeckt die Polizei Drogen

Als die Polizisten vor Ort eintrafen, fanden sie in der Wohnung Spuren von Verwüstung, die der 29-Jährige wohl selbst verursacht hatte. Laut Polizei stand der junge Mann offenbar unter dem Einfluss von Drogen. Als sie die Wohnung genauer in Augenschein nahmen, entdeckten die Beamten dann zufällig größere Drogenmengen: Insgesamt ein Kilogramm Marihuana sowie mehr als fünf Kilogramm Amphetamine konnten die Polizisten in den vier Wänden des Mannes konfiszieren.

Den 29-Jährigen nahm die Polizei nach ihrem zufälligen Fund ebenfalls gleich mit aufs Revier. Wegen Verdachts auf Drogenhandel sitzt er seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Blöd gelaufen, könnte man meinen. Wäre seine illegale Ware von ihm unangerührt geblieben, hätte er vermutlich nicht unter dem Einfluss der Drogen randaliert - und wäre nicht aufgeflogen. Ob es sich bei dem Mann aus Rastatt um einen Einzeltäter handelt, müssen die Untersuchungen der Polizei zeigen.

Drogenfund der Polizei in Rastatt war Zufall - eigentlich waren die Beamten wegen Ruhestörung angerückt

Ein Schlag gegen den organisierten Rauschgift- und Drogenhandel konnte unlängst der Polizei in Stuttgart gelingen. Im Zuge einer Großrazzia nahmen die Beamten mehrere Tatverdächtige einer hierarchisch aufgebauten Verbrecherbande fest. Zu dem Rauschgiftring gehörten auch Minderjährige. Die Polizei Stuttgart sprach in einer Pressemitteilung von einer „Maschinerie des organisierten Rauschgifthandels“*.

Amüsant erscheint dagegen eher ein kleiner Scherz, den sich ein Unbekannter mit der Polizei in Reutlingen erlaubte. Direkt vor dem Eingang des Reviers pflanzte dieser nämlich eine kleine Cannabis-Plantage*. Kurios: Etwa 25 bis 30 Tage lange konnten die Pflanzen wachsen und gedeihen, ehe es einigen amüsierten Passanten auffiel. Die Polizisten selbst bemerkten nichts von der eigentümlichen Vegetation vor ihrer Tür. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare