1. bw24
  2. Baden-Württemberg

Dreijährige im Netz zum Missbrauch angeboten - Haftstrafe für Vater

Erstellt:

Kommentare

Eine Kriminaloberkommissarin beim Polizeipräsidium Mittelhessen sitzt in einem Büro vor einem Auswertungscomputer auf der Suche nach Kinderpornografie und Fällen von sexuellem Missbrauch.
Nachdem ein Vater seine dreijährige Tochter im Internet zum Missbrauch angeboten hat, wurde er vor dem Landgericht Offenburg verurteilt (Symbolbild). © Arne Dedert/dpa

Ein 39-jähriger Vater einer dreijährigen Tochter wurde vor dem Landgericht Offenburg zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Angeklagt wurde er wegen schweren sexuellen Missbrauchs an seiner Tochter und dem Herstellen pornografischer Schriften.

Offenburg (dpa) - Weil er seine drei Jahre alte Tochter im Internet zum Missbrauch angeboten und sich selbst an ihr vergangen hat, muss der Vater ins Gefängnis. Das Landgericht Offenburg verurteilte den 39-Jährigen am Dienstag nach Angaben einer Sprecherin zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Herstellens kinderpornografischer Schriften. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Mann kann dagegen Rechtsmittel einlegen.

Nach früheren Angaben von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg hatten die Ermittler im Juli 2021 einen Tipp bekommen, dass ein Kind über eine Plattform angeboten werde. Der Vater sei daraufhin in Untersuchungshaft gekommen.

Fahnder hätten seine Wohnung im Ortenaukreis durchsucht und dabei kinder- und jugendpornografische Dateien sowie weitere Beweismittel sichergestellt. Bei der Auswertung von Handys und Speichermedien hätten die Beamten Hinweise zu anderen potenziell pädosexuellen Personen gefunden. Daher übernahm das LKA den Angaben zufolge den Fall und leitete seither mehrere Verfahren ein.

Der Angeklagte hatte sich während des Prozesses vor der Jugendkammer im Wesentlichen geständig eingelassen und beteuert, dass es ihm leid tue, wie die Gerichtssprecherin mitteilte. Seine Verteidigerin habe beantragt, den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren zur Bewährung zu verurteilen. Die Staatsanwaltschaft hingegen habe auf sechs Jahre und drei Monate plädiert. Dem habe sich die Nebenklägervertreterin angeschlossen.

Auch interessant

Kommentare