Klares Statement

„F*ck Trump!“: Busfahrer in Heidelberg wird im Netz gefeiert

Ansicht von Altstadt und Schloss in Heidelberg. Bus mit Anti-Trump-Statement in Heidelberg zur US-Wahl.
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In Heidelberg kann ein Busfahrer offenbar mit seiner Meinung zum US-Präsidenten nicht hinterm Zaun halten (Fotomontage).
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Die US-Wahl ruft auch in Deutschland starke Emotionen hervor. In Heidelberg wurde kürzlich ein Bus gesichtet, dessen Front in fetten Lettern die Anzeige „F*ck Trump“ schmückte. Während die Verkehrsbetriebe sich von der Aktion distanzieren, feiert die Netzgemeinde den Busfahrer.

Heidelberg - „Ich glaube nicht, dass das die offizielle Position der Verkehrsbetriebe darstellt, dennoch teile ich die Meinung des Busfahrers“ - so reagierte ein Twitter-User auf das Bild eines Busses der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), das ein anderer Nutzer auf der Plattform gepostet hatte. Auf der Front des Busses - dort, wo sonst das Fahrtziel steht, prangte in dicken, gelben Lettern die Botschaft „F*ck Trump“. Gesichtet wurde der Bus in Heidelberg, kurz vor der Entscheidung der US-Wahl, bei der Donald Trump seinem Konkurrenten Joe Biden letztlich unterlag.

Die rnv betonte, nichts mit der Aktion zu tun zu haben. Auf Twitter kommentierte sie unter dem Post: „Wir, die rnv GmbH, distanzieren uns ganz entschieden von dieser Aktion. Zu keinem Zeitpunkt haben politische Kommentare oder Meinungen zu Weltanschauungen Platz auf unseren Fahrzeugen. Mit dem beauftragten Subunternehmen wurde bereits gesprochen, dass so etwas nicht mehr vorkommt.“ Wie HEIDELBERG24 berichtete, hat der Verkehrsbetrieb sofort reagiert und die Löschung des Schriftzugs gefordert. Auf die Bitte des rnv hin soll der Subunternehmer umgehend reagiert, sich entschuldigt und den Schriftzug auf der Anzeigetafel des Busses entfernt haben.

Politisches Statement als Reaktion auf das antidemokratische Verhalten Trumps?

Das politische Statement „F*ck Trump“ rief neben unzähligen Likes und allgemeiner Belustigung auch Kritik bei den Twitter-Usern hervor. „Der Busfahrer gehört entlassen“, schreibt ein Nutzer, ein weiterer: „Mein Gott wie albern und infantil“. Die Frage, die sich zwingend stellt: Ist das Statement auf dem Bus eine Reaktion auf das antidemokratische Verhalten Trumps? Hat der US-Präsident mit nachgewiesenen Falschbehauptungen und vulgären Entgleisungen seinerseits nicht solche ebenso geschmacklosen Reaktionen provoziert?

Donald Trump polarisiert. Wie er in den vergangenen Jahren Politik betrieben hat, spaltet die Gesellschaft - nicht nur in Amerika, sondern auf der ganzen Welt. Ihren Höhepunkt hatte die Spaltung 2020 in der Präsidentschaftswahl erreicht. Nun ist die Wahl in den USA entschieden. Joe Biden wurde zum 46. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt.

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