„Finde ich nicht in Ordnung“

Kundin sauer auf dm-Mitarbeiter mit falschen Masken: „könnten mein Kind anstecken“

Blick auf den Kassenbereich in einer Filiale der Drogeriemarktkette dm, aufgenommen am 18.10.2016 in Karlsruhe (Baden-Württemberg).
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Nach dem Besuch einer dm-Filiale in Karlsruhe äußerte sich eine Kundin negativ über Verkäufer, die laut ihren Angaben nicht die richtigen Masken getragen hätten.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Eine Kundin der Drogerie dm beschwerte sich, weil sie die Masken der Mitarbeiter für ungeeignet hält. Sie forderte dm auf, zu reagieren.

Karlsruhe - In Zeiten des Coronavirus in Baden-Württemberg achten viele Kunden offenbar darauf, ob Verkäufer sich an die Maßnahmen zum Infektionsschutz halten. Erst kürzlich beschwerte sich ein Lidl-Kunde über Mitarbeiter ohne Maske. Nun geriet auch die Drogerie dm in die Kritik einer Kundin.

„Warum müssen die Mitarbeiter keine geeigneten Masken tragen?“, wandte sich die Kundin per Facebook an dm. „Ich weiß: Hinter der Kasse ist keine Maskenpflicht. Aber die anderen, die Regale einräumen oder Passbilder machen, tragen Faceshild, Stoffmaske oder diesen Plastik-Kinnschutz. Finde ich nicht in Ordnung, schließlich könnten Ihre Mitarbeiter mein Kind anstecken.“ Bei den Regeln müsse „dringend nachgebessert“ werden.

Drogeriekette dm: Kunden verteidigen Mitarbeiter - „schuften acht Stunden“

Einige Nutzer konnten die Kritik nicht nachvollziehen, unter dem Beitrag entfachte eine Diskussion. „Hoffentlich beschwerst du dich dann auch gleich über die zig Kunden, die die Maske falsch tragen“, ärgerte sich jemand. „Viele können die Maske nicht mal fünfzehn Minuten richtig tragen. Ein Verkäufer muss das acht Stunden.“ Ein anderer verwies darauf, dass es auch medizinische Stoffmasken gebe - sowie Mitarbeiter, die von der Maskenpflicht befreit sind.

„Bei solchen Kunden tun mir die Verkäufer einfach nur Leid“, meinte ein weiterer Nutzer. „Die schuften acht Stunden mit Maske, damit alles verfügbar ist - wehe, wenn das Regal leer ist. Und dann beschweren die Kunden sich noch, warum jemand keine richtige Maske trägt, obwohl man gar nicht weiß, ob es einen Grund dafür gibt.“ Besonders störe ihn, dass die Kundin nicht vor Ort auf die Verkäufer zugegangen sei, sondern sie im Internet durch Bekanntgabe der Filialen öffentlich angeprangert habe.

dm reagiert auf die Kritik wegen offenbar falscher und fehlender Masken

Auch der Drogeriemarkt dm selbst schaltete sich in die Diskussion ein - und erklärte: „Sobald der Kassenbereich verlassen wird, gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die behördliche Vorgabe, einen entsprechenden Mundschutz zu tragen.“ Grundsätzlich würden die Angestellten auch dahingehend sensibilisiert.

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