Alverde, Denkmit und Co.

dm plant radikale Veränderungen bei Eigenmarken, die Kunden schon länger fordern

  • Marleen van de Camp
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Der Drogeriekonzern dm hat Wissenschaftler der TU Berlin beauftragt, um die dm-Eigenmarken zu verbessern. 2021 kommen die neuen Produkte ins Sortiment.

  • Der Drogeriekonzern dm hat Wissenschaftler der TU Berlin beauftragt, die dm-Eigenmarken zu analysieren.
  • Basierend auf den Ergebnissen wird der Drogeriemarkt aus Karlsruhe seine Produkte anpassen. 
  • Die verbesserten dm-Produkte kommen im Frühjahr 2021 ins Sortiment

Karlsruhe - Der Drogeriekonzern dm aus Karlsruhe ist Marktführer in Deutschland. Weder Rossmann noch die Drogerie Müller haben gegen den Drogeriemarkt dm eine Chance - das haben Kundenumfragen ergeben. Gründe für den Erfolg sind die menschenfreundliche Philosophie von dm-Gründer Götz Werner und natürlich die beliebten dm-Eigenmarken wie Alverde und dmBio oder Denkmit.

Dm baut sein Sortiment stetig aus und bringt immer neue Produkte auf den Markt. Für das Frühjahr 2021 entwickelt dm gerade besondere Produktionstechniken mit Hilfe der TU Berlin, wie das Branchenmagazin WUV berichtet

dm Produkte: Wissenschaftler der TU Berlin prüfen Auswirkungen auf die Umwelt 

In einem Regal einer Filiale der Drogeriemarktkette dm in Karlsruhe hängen Schilder, die auf dm Eigenmarken hinweisen.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz bilden den Kern der Philosophie, auf der Götz Werner den Drogeriekonzern dm aufgebaut hat. Auch wenn Götz Werner sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, und die Partnerschaft von dm mit dem Biomarkt Alnatura im Streit auseinanderging, gelten diese Prinzipien weiter. Dafür sorgt nicht zuletzt Christoph Werner, der mittlerweile anstelle seines Vaters die Geschäftsführung von dm übernommen hat.

Im Frühjahr 2021 sollen Produkte ins dm-Sortiment kommen, die nicht nur gut für den Menschen seien, sondern auch für das Klima. Wissenschaftler der TU Berlin haben dafür ermittelt, welche Auswirkungen auf die Umwelt die einzelnen Produkte ganz konkret haben – von den Rohstoffen über die Produktion bis zur Entsorgung. 

Wenn dm-Produkte nicht klimaneutral produziert werden können, werden die Einflüsse kompensiert

Die Ergebnisse, die die TU Berlin dem Drogeriekonzern aus Karlsruhe geliefert hat, wolle dm nun nutzen, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Die Produkte werden zwar auch nach der Anpassung nicht klimaneutral hergestellt, aber dm will die Schäden dort, wo sie entstehen, auch wieder ausgleichen. Produkte, die 2021 ins dm-Sortiment kommen, sind also nicht wirklich klimaneutral, aber sie werden nachträglich klimaneutralisiert. 

Die Kompensation soll genau da einsetzen, wo die Auswirkungen auch entstanden sind

Die klimaneutralisierten Produkte im dm-Sortiment werden in den Bereichen Körper- und Gesichtspflege, sowie Reinigungs- und Waschmittel zu finden sein. Beliebte dm-Eigenmarken wie Alverde und Denkmit werden ab 2021 je eine klimaneutralisierte Alternative zu anderen Produkten bieten.

Um das möglich zu machen, haben die Wissenschaftler der TU Berlin den Lebensweg der Produkte untersucht und sogenannte „Hotspots“ gesucht, also die Stellen, an denen die Produkte den größten Schaden anrichten. Bei Waschmittel sei dieser zum Beispiel die Verwendung, bei Toilettenpapier dagegen die Produktion. Und genau dort will der Drogeriemarkt die Kompensation ansetzen und in diesen Bereichen eine ausgleichende Summe in den Umweltschutz investieren.

Damit reagiert dm auch auf Forderungen von Kunden. Auf der Facebook-Seite des Drogeriekonzerns gab es immer wieder kritische Fragen nach der Umweltbilanz von dm-Produkten. Kunden beschwerten sich darüber, dass es zu viele Plastikverpackungen gibt und dass in einer Vielzahl an Kosmektikartikeln Mikroplastik steckt. Um die Menge an Plastikmüll zu reduzieren, hat man sich in Karlsruhe etwas Besonderes ausgedacht. Der Drogerie-Riese dm lädt Kunden darum zu einem Test ein und belohnt sie mit einem Geschenk.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa/picture alliance

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