Hygiene beim Einkaufen

dm-Kunde empört, weil Filiale die Kundenzahl mit ungewöhnlicher Methode zählt

Ein Schild weist vor einer Filiale des Drogeriemarkts „DM“ darauf hin, dass nur eine begrenzte Anzahl von Kunden das Ladengeschäft betreten darf.
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Bei dm darf nur eine begrenzte Kundenanzahl gleichzeitig in die Filialen - eine Zählmethode führte zu Empörung (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg ist nach wie vor ernst. Ein Kunde der Drogeriekette dm empörte sich nun über eine ungewöhnliche Methode, die Kunden zu zählen.

Karlsruhe/Mannheim - Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg scheint sich nicht beruhigen zu wollen. Der im Dezember von Bund und Ländern beschlossene Lockdown sollte ursprünglich bis zum 10. Januar andauern. Durch die weiterhin hohen Infektionszahlen in ganz Deutschland wurde er jedoch bis Ende des Monats verlängert. Außerdem wurden die aktuellen Corona-Regeln und die Maßnahmen, die in Baden-Württemberg bis Ende Januar gelten nochmals verschärft. Obwohl die meisten Geschäfte und Läden im Lockdown geschlossen sind, gibt es Ausnahmen. Dazu zählen auch die Filialen des Drogerieriesen dm aus Karlsruhe.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Baden-Württemberg in unserem Ticker.

Discounter, Supermärkte und Drogerien dürfen ihre Filialen trotz des Lockdowns öffnen, um die Bevölkerung mit dem täglichen Bedarf ausstatten zu können. Seit dem 1. Dezember 2020 gilt jedoch eine Verordnung für den Einzelhandel, die die Kundenanzahl in den Filialen betrifft. Nach Vorgaben des Landes Baden-Württemberg darf sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. Eine Filiale von dm griff nun zu einer ungewöhnlichen Methode, um die Kundenanzahl zu erfassen - ein Kunde beschwerte sich über Facebook.

Drogeriekette dm: Ungewöhnliche Zählmethode der Kunden führt zur Empörung

Das Coronavirus in Baden-Württemberg ist durch die hohe Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch besonders gefährlich. Die Limitierung der Kundenzahl pro Filiale soll einen zu nahen Kontakt nach Möglichkeit vermeiden und die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern gewährleisten.

Viele Filialen positionieren deshalb Sicherheitspersonal vor den Märkten, um die Kundenzahl im Blick zu behalten und weitere Kunden im Notfall zurückzuhalten. Eine Filiale der Drogeriekette dm in Mannheim-Feudenheim griff jedoch zu einer ungewöhnlichen Zählmethode, die zumindest bei einem Kunden auf Unverständnis stieß.

Die Kontrolle der Kundenanzahl in einer Filiale von dm kann durch die verwinkelten Regalgänge durchaus schwierig werden. Laut einem Kunden aus Mannheim griff eine Filiale zu folgender Methode: „Im dm-Markt in Mannheim-Feudenheim verwenden Sie zur Steuerung der Kundenzahl ein System mit Wäscheklammern, die am Eingang genommen und am Ende des Einkaufs wieder zurückgelegt werden“, schrieb er per Facebook an dm. Ihm zufolge sei diese Methode jedoch alles andere als hygienisch, da man die Wäscheklammer permanent in der Hand halten müsse und nachfolgend ein nächster Kunde die Klammer bekomme.

Zählmethode mit Wäscheklammer bei dm „in keiner Weise sinnvoll“

Bei der Zählmethode sieht der empörte dm-Kunde jedoch noch andere Probleme. „Wenn man dann wenigstens noch die Hände desinfizieren will, muss man wiederum seine Einkäufe auf den Boden stellen oder irgendwie zwischen die Beine klemmen“, schrieb er auf Facebook. „Dies ist aus hygienischer Sicht in keiner Weise sinnvoll und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was sich die Filialleitung dabei gedacht hat.“

Es gebe genug andere Methoden, die Kundenanzahl in einer Filiale zu erfassen. So könne die Zahl an der Anzahl der Einkaufswagen gemessen oder mit einem bestimmten Zählsystem erfasst werden, schreibt der Kunde weiter.

Als Reaktion auf den Post des Kunden über Facebook antwortete das Team von dm, dass dieses System nicht von der Zentrale vorgegeben sei. Es handele sich demnach um eine Methode, die von der Filiale in Mannheim individuell eingeführt worden sei.

Eine Facebook-Nutzerin hat dagegen eine ganz andere Meinung von der Sachlage. „Schon mal daran gedacht, dass den Einkaufwagen vor dir auch viele angefasst haben?“, fragte sie unter dem Post des dm-Kunden und liefert auch gleich die mutmaßlich richtige Verhaltensweise. „Einfach die Finger nicht ins Gesicht beziehungsweise in den Mund nehmen und gut.“

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