Unmengen Verpackungsmüll

dm-Kundin bestellt Socken im Onlineshop und ist entsetzt: „Ist das euer Ernst?“

Ein Logo der Drogeriemarktkette dm, aufgenommen an einer Filiale in Karlsruhe.
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Dass gerade die Drogeriekette dm, die mit Nachhaltigkeit wirbt, vielfach verpackte Produkte verschickt, erstaunte die Kundschaft.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Viele Konsumenten legen heutzutage Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung. Wie die Drogeriekette dm jedoch im Internet bestellte Ware verpackte, entsetzte eine Kundin.

Karlsruhe - Als eine Kundin ein Paket der Drogeriekette dm auspackte, traute sie ihren Augen nicht. Der beliebte Drogeriemarkt hatte doch tatsächlich eine große Anzahl an bestellten Socken einzeln in Tüten verpackt - und das, obwohl die betreffende Marke eigentlich für Naturmaterialien steht.

„Es tut meiner Meinung nach nicht Not, die Socken alle einzeln zu verpacken“, schreibt die Kundin auf Facebook. „Ist das euer Ernst?“ Sie richtet sich direkt an die Drogerie dm. „Bitte um Besserung.“

Zwar sei die Verpackung aus 100 Prozent recyceltem Material, trotzdem betrachtet die Verfasserin des Beitrags die Müllmenge als überflüssig. Da die Drogerie dm mit ihren Produkten aus dmBio und Eigenmarken oft für Nachhaltigkeit stehen will, ist die Kritik deutlich. Dm dankte der Kundin für ihre Kritik und versprach auf der Facebook-Seite, das Feedback aufzunehmen. Doch die Kundin ließ nicht locker. „Könnt ihr mir vielleicht mal erklären, warum ihr das macht?“, forderte sie die Drogerie zu einer weiteren Stellungnahme auf.

„Wir vermuten, dass die Socken so an unser Lager vom Hersteller geliefert und dann vor dem Versenden an dich nicht extra ausgepackt wurden“, begründet das Social-Media-Team von dm den Fauxpas. „Dann würde ich an eurer Stelle auf die Socken der Firma Alana verzichten“, konterte die Kundin in Richtung dm. Eine andere Facebook-Nutzerin klärte sie auf: „Alana ist eine Eigenmarke von dm.“

Drogeriekette dm begründet den Fauxpas - und entfacht eine Debatte auf Facebook

Die Drogeriekette klinkte sich - offenbar ohne weitere Argumente - aus der Diskussion aus, doch zahlreiche Nutzer waren jetzt angestachelt. Jemand kritisierte die Verfasserin des Posts dafür, überhaupt erst online bestellt zu haben und warf ihr vor: „Nicht an die Umwelt gedacht?“ Andere verfolgten die Diskussion amüsiert: „Ratet mal, wie die Waren im Laden ankommen?“, feixte eine Beobachterin. „Genauso schön verpackt wie auf dem Bild zu sehen.“ Nämlich in Folie verpackt.

Die Beschwerden von Kunden treffen jedoch nicht nur die Drogeriemarkt-Kette dm, sondern auch Discounter wie beispielsweise Aldi, wie heidelberg24* berichtet. Hier beschwerte sich kürzlich eine Kassiererin mit einem fiesen Spruch darüber, dass eine ältere Dame mit Kleingeld zahlen wollte. Kunden des Discounters äußerten sich daraufhin auf Facebook zu dem Vorfall und zeigten sich empört über das Verhalten der Kassiererin.

Erst kürzlich musste sich dm auf Facebook zudem für einen ganz anderen Fall verantworten. Eine dm-Kundin öffnete einen veganen Brotaufstrich und fand darin Plastik. Auch gab es auf der Facebook-Seite ein Missverständnis bezüglich eines Produkts, für das sich dm später in einem Facebook-Post entschuldigte. Fälschlicherweise fassten die Nutzer es als Helferlein fürs Liebesspiel auf, obwohl es sich eigentlich um harmlose Dusch-Schwämme handelte. *heidelberg24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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