Ähnlichkeit schockiert Kunden

„Nicht das, wonach es aussieht“: dm entschuldigt sich für Facebook-Post bei entsetzten Kunden

Logo der dm-Drogerie auf grauem Hintergrund
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Die dm Drogerie erntete zahlreiche anrüchige Kommentare zu einem Produkt, das eigentlich gar nicht diesen Zweck erfüllen sollte.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Die Drogeriekette dm hätte wohl nicht gedacht, dass ein eigentlich harmloser Post auf Facebook von den Kunden als anrüchig aufgefasst wird.

Karlsruhe - Eigentlich wollte die Karlsruher Drogerie dm mit einem Post auf Facebook lediglich auf eine neue Produktreihe aufmerksam machen. Stattdessen wurde das Bild jedoch von den Followern komplett missverstanden - denn die neuen Produkte bei dm ließen optisch ganz andere Assoziationen zu: „Ich dachte zuerst, das ist eine Werbung von Eis.de“, kommentierte eine Nutzerin unter dem Post - und löste damit eine Welle von Anspielungen aus.

Auch anderen Nutzern stach die Ähnlichkeit mit Helferlein fürs Liebesspiel sofort ins Auge. Sie reagierten belustigt. „Ich dachte, die ersten zwei wären P...ringe und die letzten zwei.... Ach egal“, meinte jemand. Eine andere Nutzerin schreibt: „Also, wenn man da nicht erstmal auf den Gedanken kommt, was man da noch mit anstellen könnte. Genoppt oder gewellt, gerillt oder lieber glatt...“

Dass der Post eine solche Dynamik in den Kommentaren auslösen würde, hätten die Betreiber der Facebookseite des beliebtesten Drogeriemarkts Deutschlands wohl nicht gedacht. Prompt folgte die Entschuldigung für das Missverständnis. „Es ist nicht das, wonach es aussieht!“, schreibt die Drogerie dm kurze Zeit später auf ihrem Instagram-Kanal. „Als wir das Bild vor ein paar Tagen bei Facebook gepostet haben, waren einige Follower verwirrt, ob es sich hier um Werbung für Amorelie handelt. Nein: Auf diesem Bild seht ihr feste Duschpflege, festes Shampoo und feste Gesichtsreinigung.“

dm-Kunden weiter verwirrt: „Warum gibt man Seifen so komische Formen?“

In dem Posting auf Instagram wirbt die Drogeriekette dm außerdem damit, dass mit jedem verkauften „Foamie“, so der Name der Marke, die die Seifen produziert, eine Hilfsaktion unterstützt wird, bei der Frauen in Indien Plastikabfall sammeln. Das wiederum schaffe Arbeitsplätze in dem Entwicklungsland. Trotz des eigentlich guten Hintergedankens können einige Nutzer die Entscheidung für das Produktdesign nicht verstehen: „Jetzt mal im Ernst - warum gibt man den Seifen so komischen Formen? Anstatt sie einfach wie eine normale Seife aussehen zu lassen?“, fragt sich eine Instagram-Nutzerin.

„Ich hoffe, euer Kopfkino hat sich wieder aufgelöst“, schreibt das dm-Team abschließend in seinem Instagram-Post. Doch das scheint nicht der Fall zu sein - im Gegenteil. „Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, wie man diese Dinge benutzt. Es macht keinen Sinn, dass sie ein Loch haben“, merkt eine weitere Nutzerin an. Doch die Kritik unter dem Bild hat sicherlich nicht nur Nachteile: So ist die ausufernde Internet-Debatte für die Drogerie dm mit ihren weltweiten Standorten womöglich sehr verkaufsfördernd.

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