Dietmar-Hopp-Stiftung

„Verdammt gutes Gefühl“: Milliardär Dietmar Hopp spendete zwei Drittel seines Vermögens und lebt ungewöhnlich bescheiden

Der Unternehmer und Mäzen Dietmar Hopp spricht bei der Verleihung des Karl Kübel Preises im Musiktheater Rex
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Dietmar Hopp: Milliardär erhält Karl-Kübel-Preis - für Engagement für Kinder.
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Milliardär Dietmar Hopp brachte zwei Drittel seines privaten Vermögens in seine Stiftung ein und lebt selbst ungewöhnlich bescheiden. Nun wurde er mit einem Preis für sein Engagement für Kinder ausgezeichnet.

Heidelberg/Hoffenheim - Dietmar Hopp, SAP-Gründer und Multi-Milliardär, ist einer der reichsten Menschen Deutschlands. Der Mäzen des Bundesliga Vereins TSG 1899 Hoffenheim wird allgemein auch mit dem Ort im Rhein-Neckar-Kreis assoziiert, geboren ist Hopp jedoch in einer anderen Stadt in Baden-Württemberg - in Heidelberg. Der Milliardär gründete im Jahr 1995 die nach ihm benannte Dietmar-Hopp-Stiftung, um die Umsetzung von gemeinnützigen Projekten zu ermöglichen. Die Kapazität der Stiftung besteht aus Aktien des Softwareunternehmens SAP (‚Systeme, Anwendungen, Produkte‘), die Gründer Hopp aus seinem privaten Besitz einbrachte. Dietmar Hopp investierte zwei Drittel seines Vermögens in die Stiftung und lebt selbst ungewöhnlich bescheiden.

Dietmar Hopp: „Eigentum verpflichtet. Reichtum verpflichtet noch mehr“

In einem Interview mit dem Allianz Deutschland Kundenmagazin (zu Lesen bei golf.de) sprach Dietmar Hopp über sein Leben als Milliardär und zeigte sich dabei sehr bodenständig. Auf die Frage, warum er sich nicht spontan zehn Ferraris kaufen würde, wo er es doch könnte, antwortete der SAP-Gründer: „Ich leiste mir alles, was ich gerne hätte. Das sieht manchmal vielleicht bescheiden aus, denn es gäbe sicher tollere Autos als meinen Diesel“. Auch bei der Wahl seiner Schuhe setzt der erfolgreiche Unternehmer nicht auf überteuerte Marken. „Schuhe kaufe ich seit Jahrzehnten bei Salamander. Warum sollte ich das ändern, wenn ich bequem darin gehe?“, sagte Hopp im Interview mit dem Allianz Deutschland Kundenmagazin.

Durch seine Investition in die Stiftung verzichtete Dietmar Hopp auf mehrere Milliarden Euro. Für den SAP-Gründer ist das jedoch ein Mittel, um mit seinem Vermögen zu helfen. „Ja. Es ist ein verdammt gutes Gefühl, Gutes zu tun. Diese Genugtuung, etwas bewegt zu haben, die habe ich“, sagte Hopp im Interview. „Wenn ich beispielsweise Briefe von Eltern bekomme, deren Kinder mit medizinischen Geräten, die die Stiftung angeschafft hat, von einem Hirntumor geheilt wurden. Dann ist das weiß Gott eine Belohnung“. Auf die Frage, ob persönliche Freude auch der Antrieb sei zu helfen, sagte Hopp: „Nicht nur. Eigentum verpflichtet - das ist die eine Sache. Für mich gilt: Reichtum verpflichtet noch mehr“.

Dietmar Hopp: Milliardär aus Baden-Württemberg erhält Preis für sein Engagement für Kinder

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch berichtete, wurde Dietmar Hopp in Bensheim (Hessen) für sein Engagement für Familien und Kinder mit dem Karl-Kübel-Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Summe von 25.000 Euro dotiert. Die Karl-Kübel-Stiftung würdigt damit das vielfältige ehrenamtliche Engagement für Kinder des Heidelberger Unternehmens von Hopp. Seit der Gründung der Dietmar-Hopp-Stiftung sind knapp 190 Millionen Euro in Projekte der Förderung der Medizin, von Ausbildungsinstitutionen und sozialen Einrichtungen geflossen, berichtet das Portal easm2008.

Durch die Dietmar-Hopp-Stiftung werden gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung gefördert. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich Dietmar Hopp besonders verbunden fühlt. „Trotz des internationalen Hintergrundes meiner unternehmerischen Tätigkeit fühle ich mich der Metropolregion Rhein-Neckar sehr verbunden“, sagte der SAP-Gründer nach Angaben von easm2008. „Hier bin ich geboren und aufgewachsen, und hier liegt die Wiege meines Erfolges. Deshalb gebe ich jetzt gerne etwas an die Region zurück und unterstütze vorwiegend hiesige Projekte“.

Im September 2021 investierte Dietmar Hopp rund 80 Millionen Euro in das Unternehmen CureVac aus Tübingen. Das biopharmazeutische Unternehmen arbeitet bereits seit Januar 2020 an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

 

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