Auch Filialen werden erneuert

Beliebte Möbelkette in Baden-Württemberg wird komplett umbenannt

  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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1984 öffnete das erste „Dänische Bettenlager“ seine Türen. 36 Jahre später will der Händler nun unter einem neuen Namen aufmachen.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg zwang viele Unternehmen in die Knie. Nicht so das Möbelhaus „Dänisches Bettenlager“. 1,2 Milliarden Euro setzte das Möbelhaus in Deutschland trotz Pandemie um. Das Filialnetz der Möbelkette soll weiter wachsen. Dafür will das Unternehmen einiges in den Möbelhäusern ändern. Und auch der Name soll einem neuen weichen.

Wie merkur.de* berichtet, stehen große Veränderung im „Dänischen Bettenlager“ an. Bereits vom 27. September an soll die Kette wie der dänische Mutterkonzern heißen: „Jysk“. Die beiden Marken werden sich künftig nicht nur den Namen teilen. Auch das Sortiment soll fortan einheitlich sein, teilte der deutsche Unternehmenssitz in Handewitt in Schleswig-Holstein mit. Das betrifft auch die Filialen in Baden-Württemberg.

Der Möbelgigant aus Dänemark: Deutscher Markt erzielte Rekordergebnis

„Jysk“ ist ein Gigant auf dem Möbelmarkt: Das Unternehmen ordnet sich in Europa hinter dem schwedischen Konkurrenten Ikea und der österreichischen Gruppe XXXLutz auf Platz drei der Möbelgeschäfte ein. 4,1 Milliarden Euro setzte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019/2020 um. In Europa gehören mehr als 3.000 Läden zu „Jysk“, über 26.000 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Der deutsche Markt macht einen enormen Bestandteil des Umsatzes aus: 1,2 Milliarden Euro setzte das „Dänische Bettenlager“ trotz der Corona-Pandemie um - und erzielte damit ein Rekordergebnis. Das schwedische Möbelhaus Ikea lockte unterdessen Kunden mit Gutscheinen an, wenn sich diese gegen Corona impfen ließen.

In Deutschland will „Jysk“ nun einiges umkrempeln. Doch nicht nur dort stehen Veränderungen an: Jysk plant, auch weitere Märkte zu erschließen. In Russland hat der dänische Konzern bereits 2021 erste Filialen eröffnet. In der Türkei und in Israel sollen Filialen folgen. Auch Geschäfte in Fernost stehen aktuell zur Debatte.

Dänisches Bettenlager: Diese Veränderungen kommen auf Kunden zu

Die Änderungen lässt sich das Unternehmen das Dänemark einiges kosten: 250 Millionen Euro nimmt „Jysk“ für seine Umstrukturierung in die Hand. Vorrang hat aktuell der Ausbau des Filialnetzes. Bis Ende 2024 will der dänische Möbel-Riese 1.150 Geschäfte in Deutschland betreiben. Aktuell gehören rund 970 „Dänisches Bettenlager“-Filialen zur Unternehmensgruppe. Einige der Filialen sollen zudem erweitert werden.

In allen Filialen ist mit der Neuerung des Namens auch ein neues Konzept geplant. Künftig will man sich auf skandinavische Wohn- und Schlaf-Modelle konzentrieren und diese in den Vordergrund rücken, statt den einstigen Bettenlager-Charakter zu behalten, so merkur.de. Ebenfalls bis 2024 will „Jysk“ die Neuausrichtung der Geschäfte beendet haben. Mit dem Namen geht das deutlich schneller: Die Schilder mit den Aufschriften „Dänisches Bettenlager“ sollen bis Ende September ersetzt worden sein.

Schon jetzt leuchten an vielen Standorten die neuen blauen „Jysk“-Schilder von den Fassaden einiger Geschäfte. Der neue Name hat auch eine Bedeutung, es heißt etwa so viel wie „von Jütland kommend“. Jütland ist eine dänische Halbinsel. In den Anfängen hieß das Möbelhaus noch „Jysk Sengetøslager“, zu Deutsch: „Bettenlager aus Jütland“. Als 1984 die erste Filiale in Deutschland eröffnete, wurde der Name angepasst. Das Kuriose: Im Rest der Welt kaufen Kunden schon immer bei „Jysk“ ein. *merkur.de ist ein Angebot von Ippen.Media.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser

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