Tierversuche erfolgreich

Curevac präsentiert neuen Corona-Impfstoff - diesmal soll er ein Erfolg werden

Curevac
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Bei der Entwicklung des ersten Impfstoffs gegen Corona scheiterte Curevac noch. Mit der zweiten Generation ist das Tübinger Unternehmen aber auf einem guten Weg.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Zuerst scheiterte das Tübinger Unternehmen Curevac an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Doch die Forschung geht weiter - offenbar mit Erfolg.

Tübingen - Zu Beginn der Pandemie wütete das Coronavirus in Baden-Württemberg noch, ohne dass die Medizin ein spezifisches Mittel dagegen vorzuweisen hatte. Im Hintergrund war das Wettrennen um den ersten wirksamen Impfstoff gegen Covid-19 aber längst angebrochen.

Viele Hoffnungen ruhten dabei auf dem Tübinger Unternehmen Curevac, das sich wie viele Konkurrenten auch auf die mRNA-Technologie fokussierte. Während andere Konzerne nach und nach Ergebnisse lieferten, geriet Curevac zusehends ins Hintertreffen. Dann der Schock: Der Curevac-Impfstoff aus Tübingen war nur zu 57 Prozent wirksam, die Aktie stürzte dramatisch ab.

Von vielen wurde das als Scheitern gewertet, Curevac selbst bewertete es aber wohl eher als einen Rückschlag. Denn das Unternehmen aus Tübingen forschte weiter. Wie n-tv berichtet, liefert die zweite Generation des Curevac-Impfstoffs bereits gute Ergebnisse.

Curevac macht Verluste, investiert aber massiv in die Impfstoff-Entwicklung

Zuletzt hatte Curevac aus Tübingen mit herben Dämpfern zu kämpfen. Den ersten Covid-Impfstoff hat Curevac inzwischen aus dem Zulassungsverfahren zurückgezogen. Das Handelsblatt schreibt, dass die Betriebsverluste im dritten Quartal von 36,7 Millionen Euro auf 143,1 Millionen anwuchsen. Das hing aber auch damit zusammen, dass Curevac massiv in die Forschung und Entwicklung des ersten Impfstoffs investiert hatte.

Auf diese Investitionen kann das Unternehmen bei der Entwicklung des Impfstoffs der zweiten Generation zurückgreifen. Aktuell wird der Impfstoff an Affen erprobt und mit der Wirkung von Biontech verglichen. Eine Studie hatte Curevac gegen Biontech und Co. kaum noch Chancen eingeräumt. Inzwischen konnte Curevac aber wohl vergleichbar neutralisierende Antikörperspiegel bei den mit verschiedenen Stoffen geimpften Affen feststellen.

Curevac mit Impfstoff vor Erfolg - doch wichtige Hürde steht noch bevor

Insgesamt zeigt der Impfstoff der zweiten Generation in der präklinischen Studie mit Affen wohl eine verbesserte Immunantwort und Schutzwirkung. Das Mittel von Curevac zeigte ebenso eine stärkere Antikörperneutralisierung aller ausgewählter Virusvarianten, auch Delta. Entsprechend hofft das Unternehmen, noch 2022 eine Marktzulassung beantragen zu können.

Eine wichtige Hürde muss der neue Impfstoff von Curevac allerdings noch nehmen: die klinische Erprobung am Menschen. Curevac rechnet in den nächsten Monaten mit dem Start der klinischen Entwicklung. Dieses Mal kooperiert das Unternehmen aus Tübingen dabei mit dem Pharmariesen GlaxoSmithKline.

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