Vakzin aus Baden-Württemberg

Corona-Impfstoff von Curevac: Pharma-Riese soll helfen – steht die Zulassung kurz bevor?

  • vonKatja Becher
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Corona-Impfstoff von Curevac: Das Unternehmen aus Tübingen hat eine große Impfstoff-Kooperation verkündet. Warum die jetzt große Hoffnung macht: 

Tübingen - Der Pharmakonzern Bayer und das Biotech-Unternehmen Curevac aus Baden-Württemberg* ziehen bei einem Impfstoff gegen das Coronavirus* an einem Strang. Die beiden Unternehmen haben einen Kooperations- und Service-Vertrag abgeschlossen, wie sie am Donnerstag mitgeteilt haben. Geht mit der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Curevac jetzt alles ganz schnell?

Corona-Impfstoff von Curevac: Pharmakonzern Bayer soll bei schnellerer Zulassung helfen

Während die Corona-Impfstoffe von BioNTech* und Moderna in der EU bereits grünes Licht erhalten haben, sitzt Curevac in Tübingen bereits seit längerem an der Entwicklung eines Impfstoffes, dessen Marktzulassung aber noch nicht absehbar ist.Wie HEIDELBERG24* und echo24.de* berichten, soll Bayer jetzt bei den aufwendigen Arbeiten für die Zulassung sowie für die nötigen Studien mitmachen und zudem die Lieferketten im Blick behalten. Nicht im Vertrag mit Curevac enthalten ist, dass Bayer auch die Produktion übernimmt.

Corona-Impfstoff von Curevac: Wie funktioniert das Vakzin aus Baden-Württemberg?

Im Dezember hatte Curevac grünes Licht für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen 3. Studie für den Corona-Impfstoff „CVnCoV“ erhalten. In dieser Phase geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu prüfen. Auch der Impfstoff CVnCoV basiert auf mRNA - wie die beiden bereits in der EU zugelassenen Produkte. Hier findest Du einen Vergleich der Corona-Impfstoffe von BioNTech und Moderna.*

Corona-Impfstoffe, die auf dem mRNA-Prinzip basieren, erhalten Bauanleitungen eines Teiles von Sars-CoV-2. Über einen Botenstoff (messenger (m)) gelangen diese in den Körper und regen Körperzellen an, das Spike-Protein des Coronavirus zu produzieren. Das Immunsystem trainiert daran anschließend seine Antwort. Ein eindringendes Coronavirus wird in der Regel vom Körper sofort erkannt und bekämpft.

Corona-Impfstoff von Curevac: Was ändert sich durch die Kooperation mit Bayer?

Curevac rechnet mit den ersten Ergebnissen der Phase-III-Studie zum Corona-Impfstoff Ende des ersten Quartals 2021. Für den Fall einer Zulassung hat sich die EU-Kommission für die EU-Staaten 405 Millionen Dosen gesichert.

Curevac-Chef Franz Werner Haas zeigte sich erfreut über „einen weiteren starken Partner an unserer Seite“. Sein Unternehmen hat nach eigenen Angaben gut 500 Mitarbeiter, Mehrheitseigentümer ist der SAP-Gründer Dietmar Hopp*. Knapp ein Viertel (23 Prozent) gehört seit vergangenem Sommer der staatslichen Förderbank KfW und damit indirekt dem Bund. Curevac bliebe den Angaben zufolge Inhaber der Marktzulassung. Bayer hätte aber die Option, Inhaber der Zulassung in bestimmten Märkten außerhalb Europas zu werden.

Corona-Impfstoff: Kritik am Impfstart klingt nicht ab

Unterdessen hat die SPD Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut vor, zu zögerlich bei der Bestellung der Impfstoff-Dosen gewesen zu sein. Der bisherige Impfstart sei aus Sicht der Partei zu schleppend verlaufen. SPD-Bundesvize Kevin Kühnert kritisierte die bisherige Impfstoff-Beschaffung in der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“ (Donnerstag). „Es ist doch so: Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erstmal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett.“ Er bezog sich dabei darauf, dass lange nicht klar war, welche Impfstoff-Entwicklungen erfolgreich sein würden.

Jens Spahn wehrte sich gegen diese Kritik. Im ZDF bekräftigte er am Mittwochabend (6. Januar): „Es ist am Anfang jetzt knapp. Das war klar, und das ist auch so.“ Der neu zugelassene Moderna-Impfstoff* werde in den ersten Wochen ebenfalls knapp sein, sagte Spahn. „Und dann ab dem zweiten Quartal wird es Zug um Zug besser.“ (kab/dpa) *HEIDELBERG24 und echo24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/7aktuell

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