Brand in Crailsheim

Feuer in Stall: Vier Millionen Futtertiere verbrennen bei Schwäbisch Hall

Baden-Württemberg, Crailsheim: Feuerwehrleute löschen den Brand in einem ehemaligen Kuhstall. Dabei sind bis zu zehn Millionen Heuschrecken gestorben
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In dem ehemaligen Kuhstall wurden Heuschrecken als Futtertiere gezüchtet. Sie verbrannten gemeinsam mit dem Gebäude trotz Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden komplett.
  • Valentin Betz
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Bei einem Brand in Crailsheim im Kreis Schwäbisch Hall wurde ein ehemaliger Kuhstall vollkommen zerstört. Das Feuer tötete auch Millionen Heuschrecken, die in dem Stall als Futtertiere gezüchtet wurden.

  • In dem ehemaligen Kuhstall in Crailsheim bei Schwäbisch Hall wurden Heuschrecken als Futtertiere gezüchtet. Sie wurden alle bei dem Brand getötet.
  • Das Feuer brach bereits am Samstag gegen 21.30 Uhr aus.
  • Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 400.000 Euro.

Crailsheim - In der Nacht zum Sonntag brannte ein ehemaliger Kuhstall in Crailsheim im Kreis Schwäbisch Hall vollständig aus. In dem Gebäude wurden Heuschrecken als Futtertiere gezüchtet. Die über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hatten bis in die frühen Morgenstunden vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Das Polizeipräsidium Aalen geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer verursacht hatte.

Die Polizei schätzt den beim Brand in Crailsheim entstandenen Schaden auf etwa 400.000 Euro. In dem ehemaligen Kuhstall bei Schwäbisch Hall befanden sich bis zu vier Millionen Wüstenheuschrecken, die dort als Futtertiere gezüchtet wurden. Sie verbrannten mitsamt dem Gebäude komplett. Personen seien bei dem Brand nicht verletzt worden, so die Polizei.

Heuschrecken statt Kühe: Millionen Tiere durch Feuer bei Schwäbisch Hall getötet

Die vier Millionen Wüstenheuschrecken waren laut Aussage des Polizeipräsidiums Aalen gegenüber BW24 als Futter für andere Tiere aus Zoohandlungen vorgesehen waren, wie beispielsweise Reptilien. Heuschrecken und andere Insekten sind grundsätzlich auch für den menschlichen Verzehr geeignet. Bereits vor zwei Jahren hatte REWE einen Insektenburger in sein Sortiment aufgenommen, der allerdings aus Würmern bestand.

Feuer im Nachbarkreis von Schwäbisch Hall, auch Stuttgarter Flughafen gefährdet

Ende April hatte es in Künzelsau im Nachbarkreis von Schwäbisch Hall ebenfalls gebrannt. In dem Ort im Hohenlohekreis war ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen. Trotz geltender Corona-Verordnung, die Versammlungen verbietet, stellten sich Gaffer vor dem Wohnhaus auf, um den Brand zu beobachten. Die Polizei musste deshalb eingreifen und die Gruppe auflösen.

Zuletzt hatte außerdem die ungewöhnliche Trockenheit in Baden-Württemberg für erhöhte Waldbrandgefahr gesorgt. Der ausbleibende Regen ließ vielerorts die Gefahrenstufe auf den zweithöchsten Wert ansteigen (vier von fünf). Neben Baden-Baden war besonders der Stuttgarter Flughafen von der erhöhten Waldbrandgefahr betroffen.

Schreckliche Entdeckung in Müllheim: Fußgänger finden misshandeltes Tier

In Müllheim haben Fußgänger Ende Mai eine grausige Entdeckung gemacht. Auf einer Straße fanden sie eine tote Schlange, die einen Knoten im Körper hatte. Tierschutzvereine vor Ort erstatten Anzeige. Eine Untersuchung soll nun klären, ob das Tier tatsächlich misshandelt wurde - dann läge ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor.

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