Satire

Aufgedeckt: Diese 19 Dinge müssen Corona-Gegner gerade durchmachen

  • Lisa Schönhaar
    vonLisa Schönhaar
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  • Sabrina Hoffmann
    Sabrina Hoffmann
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Wegen des Coronavirus passiert gerade Unerhörtes in Deutschland. Die Corona-Gegner müssen schwere Zeiten durchmachen.

Stuttgart - Das Coronavirus hat unser Land verändert. Tausende, ach was, Hunderttausende demonstrieren auf den Straßen gegen unhaltbare Zustände. Völlig zurecht! Die Nachwelt soll wissen, was ihnen angetan wird. Da steckt ein Plan dahinter, das hat System, sag ich euch!!!3!1!

Mag ja sein, dass Menschen auf der Intensivstation um ihr Leben kämpfen und es 300.000 Tote gibt. Jajajajaja. Aber der eigentliche Skandal ist doch, welchen Preis wir, die deutschen Bürger, bezahlen müssen. Hier sind 19 unmenschliche Dinge, die wir wegen des Coronavirus durchmachen:

1. Sie raubt uns den Kontakt zu anderen Menschen, den wir plötzlich so vermissen:

Volle U-Bahn im Berufsverkehr: Wer vermisst es nicht?

Hach ja... In überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, während einem der 1,95 Meter große Vordermann seinen Rucksack ins Gesicht drückt und die Frau nebenan einem ihren Ellenbogen in die Niere rammt. Alles nur noch wehmütige Erinnerungen.

2. Wie viele unbescholtene deutsche Bürger früher ihren Tag verbracht haben:

Vor dem Coronavirus

Wie sie jetzt ihren Tag verbringen müssen:

Nach dem Coronavirus

Menschen, die früher den ganzen Tag vor der Glotze hingen und Tiefkühl-Pizza gegessen haben, hängen nun wegen des Coronavirus den ganzen Tag vor der Glotze und essen Tiefkühl-Pizza. Aber jetzt ist das staatlich verordneter Zwang, deswegen machen wir da nicht mehr mit!

3. Wegen unseres diktatorischen Regimes müssen wir im Edeka Bio-Vollkorn-Spaghetti kaufen, weil das die einzigen sind, die es noch gibt. Und das, obwohl sie 30 Cent teurer sind und so unangenehm gesund schmecken. Und wenn sogar die ausverkauft sind, wissen wir: Die Welt steht am Abgrund.

4. Die Regierung zwingt uns, zu unchristlichen Uhrzeiten, um 8.59 Uhr, aufzustehen, den beschwerlichen Weg zum Küchentisch auf uns zu nehmen, wo wir um 9 Uhr die erste Videokonferenz mit den Kollegen haben. Moderne Sklaverei ist das!

5. Von den unschmeichelhaften Perspektiven der Webcam ganz zu schweigen. Schon mal was von Menschenwürde gehört?

„Meine Kollegen und ich, wie wir uns die nächsten Wochen in unsere Meetings einloggen werden.“

6. Das einzige Klopapier, das wir noch ergattern konnten, war die Frühlingsedition mit Blümchenmuster und Veilchen-Duft, die jetzt fröhlich das Bad einräuchert. Blümchen! Am Hintern! Folter ist das und sonst nichts.

7. Wir dürfen nicht mehr im Fitnessstudio trainieren, in dem wir seit anderthalb Jahren nicht mehr waren und für das wir ein Fünf-Jahre-Vorteilsabo für nur 19,99 Euro im Monat abgeschlossen haben - weil wir diesmal wirklich, wirklich hingehen wollten.

8. Das Gesicht müssen wir beim Einkaufen mit einer Maske bedecken und werden so daran gehindert, die Kassierer wie sonst immer mit einem strahlenden Lächeln und freundlichem Smalltalk begrüßen zu können.

9. Wegen unseres diktatorischen Regimes stapeln sich in unseren Schränken Mehlpackungen und Hefe, obwohl wir gar nicht auf die Idee kämen, selbst Brot zu backen. Gibt ja noch genug im Laden. Aber aus irgendeinem Grund können wir nicht aufhören, noch mehr Mehl und Hefe und Nudeln und Dosentomaten zu kaufen.

10. Die Regierung raubt uns die Ausrede, Dinge aufzuschieben, die wir schon längst in Angriff genommen hätten - wenn wir nur endlich einmal genug Zeit dafür hätten: Sport machen, gesund kochen, Suaheli lernen, den Roman schreiben, den wir ja schon längst geschrieben hätten, wenn wir den ganzen Tag zuhause am Schreibtisch sitzen könnten. Ähm ja... vielleicht in der nächsten Pandemie.

11. Als hart gesottener Apple-Verweigerer müssen wir jetzt Macbooks kaufen, um gegen Bill Gates‘ Zwangsimpfungspläne zu protestieren, weil wir unsere Verschwörungstheorie-Videos schließlich nicht mehr mit Windows-Rechnern teilen können. Das nennt man moralische Integrität.

12. Wir müssen nach wochenlanger Isolation feststellen, dass wir unsere Familie doch nicht so gut kannten, wie wir dachten. Das sind Lebenslügen, die da auf grausame Weise aufgedeckt werden.

„Meine Familie, wie sie in der Quarantäne bemerkt, dass wir nichts gemeinsam haben.“

13. Und wir merken, wie nervig diese Menschen sind, mit denen wir da seit Jahren Tisch und Bett teilen.

„Ich: Diese Quarantäne wird uns Zeit geben, uns als Familie näher zu kommen.“

„Ich zwei Tage später: Müsst ihr die ganze Zeit so atmen?“

14. So richtig, richtig nervig.

„Tag 5 der Quarantäne mit deiner Familie“

15. Wir müssen jeden Abend Netflix gucken, obwohl wir uns eigentlich endlich mal im Theater sämtliche Shakespeare-Dramen in Originalfassung hintereinander ansehen wollten.

16. Wir können unsere geliebte Schwiegermutter nicht mehr besuchen, die wir früher immer gemieden haben wie der Teufel das Weihwasser, nach der wir aber plötzlich riesige Sehnsucht haben. Wie lieblich klang immer ihre Stimme, als sie uns in die Hüfte gekniffen und gefragt hat, ob wir schon wieder ein paar Kilo zugenommen haben!

17. Wir wissen gar nicht mehr, wem wir glauben sollen. Den Virologen, Epidemiologen und Mikrobiologen? Den Ärzten und Krankenschwestern, die aus überfüllten Kliniken Hilferufe senden? Oder dem veganen Koch, der Polizisten anpöbelt, dem HNO-Arzt aus Sinsheim und dem Schnulzensänger aus Mannheim, die sagen, dass Corona völlig harmlos ist?

18. Unsere Regierung raubt uns die Freiheit, unser Leben in vollen Zügen zu genießen.

„Ich hasse es, in Quarantäne zu sein. Die ganze Zeit in demselben blöden Gebäude festsitzen. Ich will lieber zwischen den zwei bis drei gleichen Gebäuden hin und hergehen und immer wieder die gleichen Dinge in der nahezu gleichen Reihenfolge tun. Das nennt man Leben.“

19. Kurz gesagt: Unsere Regierung sperrt unbescholtene Bürger unter widrigsten Bedingungen ein – mit unbegrenztem Zugang zu Lebensmitteln und medizinischer Versorgung, Hochgeschwindigkeitsinternet, einer unendlichen Videothek im Internet und Overnight-Express-Lieferungen von Amazon, damit sie den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts tun. Der Hochsicherheitstrakt in Guantanamo ist nichts dagegen.

Rubriklistenbild: ©  Pranidchakan Boonrom/Pexels /Fotomontage

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