Tourismus

Lockerung an Schweizer Grenze: 24 Stunden Einkaufen oder Wandern - ohne Bedingungen

Menschen laufen auf einer Einkaufsstraße
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Kommunen an der Schweizer Grenze rechnen mit mehr Einkaufstourismus.
  • Berkan Cakir
    vonBerkan Cakir
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Baden-Württemberg lockert die Corona-Bedingungen. Das gilt auch für den Grenzverkehr zur Schweiz, wo nun die sogenannte 24-Stunden-Regelung gilt.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg schränkt das Reisen seit Monaten erheblich ein. Weil der Urlaub im Ausland teils mit strikten Maßnahmen wie etwa einer Quarantänepflicht nach der Rückkehr verbunden ist, bleiben viele für ihren Urlaub lieber innerhalb der deutschen Landesgrenzen. Zumindest für den kurzzeitigen Grenzverkehr gibt es nun aber gewisse Lockerungen.

Die Landesregierung in Stuttgart lockert für mehrere Bereiche mit einer neuen Verordnung die Corona-Einschränkungen. Vom 15. Mai an können in Baden-Württemberg Gastronomie, Handel und Kultur mit Hygieneauflagen wieder öffnen. Lockerungen gibt es auch für das Reisen, etwas für den Grenzverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz, der für einen kurzzeitigen Aufenthalt erleichtert wird. Am Mittwochabend teilte das baden-württembergische Sozialministerium, dass die sogenannte 24-Stunden-Regelung am Samstag, 15. Mai, in Kraft tritt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ein kurzzeitiger Aufenthalt in der Schweiz wird möglich

Eine Reise in die Schweiz wird damit möglich - egal aus welchen Gründen, ohne Quarantäne - und auch ohne Testpflicht nach der Rückkehr, bestätigt das Ministerium auf Anfrage der Badischen Zeitung. Dasselbe gilt für Schweizer, die nach Deutschland reisen. Einzige Einschränkung ist, dass diese Regel nur für 24 Stunden gilt. Innerhalb eines Tages müssen Reisende also wieder zurück über die Grenze fahren.

Auch bisher war das zwar möglich, Reisende brauchten jedoch einen triftigen Grund. Mit den nun greifenden Regelung werden etwa Wanderausflüge in die Alpen für Deutsche wieder möglich. Für Schweizer ist der Einkaufstourismus erlaubt. Bisher war das nur Geimpften erlaubt, die seither in Massen zum Einkaufen nach Deutschland strömen. Die 24-Stunden-Regelung ist nicht neu. Sie galt bereits im vergangenen Jahr.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Grenznahe Kommunen rechnen mit Einkaufstourismus

Kommunen wie Konstanz, Lörrach oder Weil am Rhein, die in der Nähe zur Schweizer Grenze liegen, rechnen damit, dass sich die Innenstädte in den kommenden Tagen wieder füllen werden. In Lörrach etwa liegt die Sieben-Tage-Inzidenz konstant unter 100. Ein Terminshopping (Click & Meet) ist hier ohne Schnelltest möglich. „Generell gilt, dass weiterhin Umsicht und Vorsicht angebracht sind. Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Es kommt auf die Eigenverantwortung von uns allen an“, schreibt das Sozialministerium dazu.

Die Regel gilt vorerst für die Schweiz. Frankreich ist von dieser Regelung ausgenommen. Das Nachbarland im Westen gilt als Hochinzidenzgebiet. Eine Einreise ohne Negativtest ist daher nicht möglich.

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