Infektionen bei Schülern

Mehrere Schulen in Baden-Württemberg von neuem Coronavirus-Ausbruch betroffen

  • Lisa Schönhaar
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Kinder sollen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg ab dem heutigen Montag wieder in Kitas und Grundschulen gehen. An mehreren Schulen wurden jedoch neue Infektionen gemeldet.

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg waren die Schulen und Kitas im Land wochenlang geschlossen.
  • Ab dem heutigen 29. Juni ist trotz Covid-19 der Regelbetrieb von Bildungseinrichtungen geplant.
  • An mehreren Schulen in Baden-Württemberg gab es jedoch neue Infektionen mit dem Coronavirus - eine Schule musste schließen.

Göppingen/Bretten - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg waren Schulen und Kitas wochenlang nur eingeschränkt geöffnet oder boten lediglich eine Notbetreuung von Kindern an. Aufgrund der langsameren Verbreitung des Coronavirus, hat die Landesregierung jedoch das Ende der Schulschließungen in Baden-Württemberg beschlossen: Ab dem 29. Juni öffnen die Einrichtungen wieder vollständig - wenn auch unter bestimmten Auflagen.

Nun kam es allerdings zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg: An gleich mehreren Schulen im Land sind Corona-Tests positiv ausgefallen. Eine Grundschule in Göppingen ist wegen des Coronavirus bis einschließlich Mittwoch geschlossen worden. Zuvor war das Virus bei einem Kind nachgewiesen worden. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bleibt die Grundschule deshalb bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Am vergangenen Wochenende wurden Tests bei Schülern und Lehrern durchgeführt, weitere Ergebnisse sind bislang aber nicht bekannt. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Infektionen an Schulen im Kreis Göppingen und im Kreis Karlsruhe

Coronavirus in Baden-Württemberg: An mehreren Schulen im Kreis Göppingen kam es zu Infektionen - Schüler und Lehrer wurden getestet.

Auch an anderen Schulen im Kreis Göppingen wurden Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nachgewiesen. Am Samstag teilte der Landkreis Göppingen in einer Pressemitteilung mit, dass insgesamt an fünf Schulen je ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. „Das Gesundheitsamt hat mit den jeweiligen Schulen Kontakt aufgenommen und die Mitschülerinnen und Mitschüler und Lehrkräfte der betroffenen Klassen in Quarantäne versetzt“, heißt es in der Mitteilung. Auch weitere Kontaktpersonen sollen nun getestet werden.

An einem Gymnasium in Bretten im Kreis Karlsruhe sind drei Schüler und eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Um das Coronavirus in Baden-Württemberg nicht weiter zu verbreiten, gibt es laut Stadtverwaltung deshalb bis Mittwoch keinen Präsenzunterricht an der Schule. „Stattdessen wird der bisher praktizierte, digitale Fernlernunterricht wieder aufgenommen“, wird der Schulleiter in einer Pressemitteilung zitiert. Bereits in der vergangenen Woche seien die Schüler des betroffenen Kurses und weitere Schüler getestet worden. Die Ergebnisse weiterer Corona-Tests sollen am Dienstag vorliegen. Das Gesundheitsamt will untersuchen, wo der Ursprung der Infektionen liegt.

Seit Öffnung der Schulen kam es bereits mehrfach zu Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg - in Stuttgart sind mindestens fünf Schulen und zwei Kitas betroffen. Laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsamts geht der Corona-Ausbruch an den Schulen in Stuttgart auf das sorglose Verhalten einer Großfamilie zurück.

Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg öffnen auch Kitas und Grundschulen am 29. Juni

Seit Mitte Juni findet an allen Schulen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg ein Unterricht im Schichtbetrieb statt. Er wird im Wechsel mit Fernunterricht und mit einem eingeschränkten Stundenplan durchgeführt. Ab dem heutigen Montag sollen Kitas und Grundschulen in eine Art Regelbetrieb starten - die Einhaltung des Mindestabstands soll dann entfallen, allerdings beginnt der Unterricht an den Schulen zeitlich versetzt und Betreuungsgruppen in Kitas sollen getrennt bleiben.

Die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann stützt sich bei der Öffnung der Schulen und Kitas auf eine Corona-Studie aus Baden-Württemberg mit Kindern bis zu zehn Jahren. Sie hat ergeben, dass Kinder keine Treiber der Corona-Infektionen sind. Kretschmann sagte zu dem Ergebnis, es sei wichtig gewesen, die Öffnung der Kindergärten und Schulen angesichts des Coronavirus in Baden-Württemberg wissenschaftlich zu untermauern.

Bereits zwei Wochen zuvor hatte sich die Regierung bei ihrem Entschluss auf Zwischenergebnisse der Kinder-Studie zum Coronavirus in Baden-Württemberg berufen. Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte jedoch nicht ausgeschlossen, dass Kitas und Grundschulen wieder geschlossen werden müssen, falls es zu neuen Corona-Infektionen kommt.

Neue Corona-Infektionen an einer Kita meldete die Stadt Sindelfingen. Nach Tests bestätigte sich der Verdacht, zwei Kinder sind mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infiziert. Mehrere Kitas in Sindelfingen mussten kurz nach der Öffnung wieder schließen.

Deutschland kann die Corona-Krise nicht allein bewältigen und verbündet sich mit Frankreich. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen die Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) und Roland Ries (SP) über die „deutsch-französische Freundschaft" und sicherten sich Unterstützung beim Kampf gegen das Virus zu. Stuttgart und Straßburg verbindet seit Langem eine Städtepartnerschaft.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner

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