Hilfe in Covid-19-Pandemie

Coronavirus: DRK Baden-Württemberg versorgt in Quarantäne mit Lebensmitteln

Zwei Mitarbeiter des DRK Waiblingen stehen vor einem Rettungswagen und bereiten sich auf einen Einsatz vor
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Das DRK hilft Menschen in Quarantäne und Angehörigen der Risikogruppe (Archivfoto aus Waiblingen)
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Das Coronavirus sorgt in Baden-Württemberg für einen Ausnahmezustand. Das DRK hilft Menschen, die wegen Covid-19 unter Quarantäne stehen.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg schränkt das öffentliche Leben stark ein
  • Das DRK Baden-Württemberg liefert Unterstützung für in Quarantäne lebende Risikogruppen.
  • Auch freiwillige Helfer können Einkäufe von Lebensmitteln tätigen und die Eindämmung der Lungenkrankheit Covid-19 unterstützen.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg versetzt das ganze Bundesland in einen Ausnahmezustand. Grenzen werden geschlossen, Kontaktverbote verhängt und für jeden, der Teil der Risikogruppe ist, geht es in Quarantäne. Der Einkauf von Lebensmitteln ist somit für einige nahezu unmöglich, denn sie müssen wegen Covid-19 in Isolation bleiben, um die weitere Verbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen.

Das DRK Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart hilft, wo es kann, und versorgt die Menschen. Die ehrenamtlichen Helfer versorgen zudem Teststellen, Fieberambulanzen und Quarantänestationen. In 30 Landkreisen sind wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg laut des Leiters des Stuttgarter DRK-Leitungsstabes Jürgen Wiesbeck (59) über 700 Hilfskräfte im Einsatz.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Dieses Risikogruppen hilft das DRK

Das Coronavirus hat sich rasant in Baden-Württemberg ausgebreitet. Dahinter steckt der Erreger SARS-CoV-2 - ist ein hochgradig ansteckendes Virus, das zu einer ernstzunehmenden Lungenkrankheit führen kann. Es wird durch Tröpfchen in der Luft übertragen und gelangt über die Schleimhäute in den Organismus. Das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg klärt über die Coronavirus-Symptome auf. Um die Verbreitung von Covid-19 weitestgehend einzuschränken, gilt vielerorts ein generelles Kontaktverbot, das die Hilfe des DRK Baden-Württemberg nötig macht.

Das Coronavirus löst bei den meisten Menschen nur milde Symptome aus. Bei der Risikogruppe kann Covid-19 einen schweren Verlauf nehmen. Lungenentzündung und Atemnot können auftreten. Bei Atemstillstand und Organversagen droht der Tod. Angehörigen der Risikogruppe wird nahegelegt, sich in häusliche Quarantäne zu begeben und vorerst in Isolation zu leben. Der Einkauf von Lebensmitteln ist so nicht mehr möglich, weshalb das DRK Baden-Württemberg dahingehend seine Unterstützung anbietet.

Risikogruppe: Diese Menschen sind durch das Coronavirus in Baden-Württemberg besonders bedroht

  • Ältere Menschen ab 65 Jahren
  • Asthmatiker
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetiker
  • Patienten mit Vorerkrankungen der Lunge
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem, beispielsweise durch eine Krebserkrankung

Coronavirus: DRK Baden-Württemberg liefert Lebensmittel in Quarantäne

Das DRK Baden-Württemberg ist unter Beauftragung der Behörden in verschiedenen Städten und Landkreisen aktiv. Aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg müssen die Schichten häufig sehr kurzfristig besetzt werden. Dennoch sieht es das DRK als Aufgabe, die Menschen in schweren Zeiten zu unterstützen, wo es möglich ist. So auch während der Covid-19-Krise.

Um sich selbst vor der Lungenkrankheit zu schützen, müssen die Einsatzkräfte des DRK Baden-Württemberg mit der richtigen Schutzausrüstung ausgestattet werden. Nicht nur der Rettungsdienst, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer kommen Personen der Risikogruppe trotz Kontaktverbot recht nahe. Daher ist es unabdingbar, sowohl die Menschen in Quarantäne als auch die Mitarbeiter und Helfer des DRK ausreichend zu schützen.

Um das zu ermöglichen, sind Coronavirus-Hilfen des Bundes und auch von den Landesregierungen notwendig. Ohne Masken, die sämtliche Personen ausreichend schützen, werden weder der Rettungsdienst noch Freiwillige zu in Quarantäne befindlichen Personen geschickt. Der Einkauf von Lebensmitteln für die in Isolation lebenden ist in dem Fall auch nicht möglich.

Coronavirus in Baden-Württemberg: So hilft das DRK Menschen in Not

Das DRK Baden-Württemberg sowie weitere Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes bieten während der Covid-19-Krise Unterstützung in verschiedensten Formen an. Wer sich aufgrund der Isolation durch das Coronavirus in Baden-Württemberg zunehmend alleingelassen fühlt und vereinsamt, kann beispielsweise telefonische Betreuung in Anspruch nehmen. Wenn jemand in Baden-Württemberg den Verdacht hat, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, sollte er sich an die Regeln des Landesgesundheitsamts halten.

Wer selbst auch etwas zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg beitragen möchte, kann Hilfe für Personen in Quarantäne anbieten. Beispielsweise können Einkäufe von Lebensmitteln übernommen werden. Das DRK Baden-Württemberg stellt für Helfer und Hilfesuchende die Plattform wircheckendas.de zur Verfügung.

Wichtig zu beachten ist jedoch, dass Helfer die Einkäufe der Risikogruppe nicht persönlich übergeben, sondern vor der Tür abgestellt werden - zu groß ist andersfalls die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Auch bei Instagram können Interessierte das Hilfsprojekt des DRK im Rahmen des Coronavirus in Baden-Württemberg verfolgen:

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#wircheckendas 💪 Wir checken das 💪 - ist eine Initative der DRK Landesschule. Dabei geht es darum, ein Helferportal zu erstellen. „Gesucht werden über das zentrale Helferportal alle, die spontan etwas beitragen können und anderen Menschen während dieser vom Coronavirus geprägten Zeit im Alltag helfen möchten. Angesprochen sind Laien ebenso wie Helfende mit Fachwissen: Wer Zeit und Lust hat, kann beispielsweise beim Einkauf helfen oder Fahrdienste übernehmen. Vielleicht wäre auch Kinderbetreuung eine Option. Wer sich damit auskennt, kann sich für pflegerische Aufgaben oder Rettungsdienst melden. Im Anmelde-Formular man trägt einfach Namen, Kontaktdaten, das Alter und die Postleitzahl ein und setzt ein paar Häkchen. Dahinter steht eine zentrale Datenbank, die automatisch alle Meldungen nach Postleitzahlen zuordnet und den jeweiligen Kreisverbänden zur Verfügung stellt.“ https://www.drk-ls.de/wircheckendas.html Eine andere Möglichkeit um sich selber zu schützen findest du in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=Da63POtF2ao Wenn du auch helfen möchtest, melde dich an und teile diesen Beitrag. Danke #drkovsachsenheim 🚑

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Neben den Mitarbeitern des DRK machen sich viele weitere Menschen Gedanken, wie sie während der Covid-19-Pandemie den Betroffenen und der Risikogruppe helfen können. So stellte beispielsweise ein Startup aus Baden-Württemberg wegen des Coronavirus auf die Produktion von Schutzmasken um.

Von Sophie Neumärker

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