Mehr Arbeitslose erwartet

„Erholung wird es nicht geben“: Chef eines schwäbischen Weltunternehmens mit düsterer Corona-Prognose für die Wirtschaft

  • Anna-Lena Schüchtle
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Die Wirtschaft ist durch das Coronavirus in Baden-Württemberg angeschlagen. Der Chef des Weltunternehmens Kärcher macht nun eine düstere Vorhersage.

Winnenden - Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat nicht nur gravierende Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, der durch diverse Maßnahmen und Verbote zum Infektionsschutz stark eingeschränkt ist. Vor allem die noch nicht absehbaren langfristigen Folgen für die Wirtschaft durch das Coronavirus bieten Grund zur Sorge.

Die erneut verschärften Corona-Regeln in Baden-Württemberg, die mit dem Teil-Lockdown am Montag dieser Woche in Kraft getreten sind, stürzen viele Branchen jetzt sogar noch tiefer in die Krise - etwa die Gastronomie und Hotellerie: Laut Experten droht etwa einem Drittel der Betriebe das Aus. Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg macht nun auch der Chef des schwäbischen Milliardenunternehmens Kärcher mit Sitz in Winnenden nahe Stuttgart eine düstere Prognose und warnt vor einer Insolvenzwelle.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kärcher-Chef warnt vor Langzeitfolgen für die Wirtschaft

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kärcher-Chef warnt vor Langzeitfolgen für die Wirtschaft.

Obwohl sich, trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg während des Sommers, die Wirtschaft überraschend schnell erholt hatte, schlugen die Industrie- und Handelskammern (IHK) wegen eines neuen Lockdowns Alarm und warnten vor „verheerenden Folgen“ für 160.000 Firmen.

Hartmut Jenner, Vorstandsvorsitzender des Winnendener Weltunternehmens Kärcher im Rems-Murr-Kreis, warnt in einem Bericht vom Handelsblatt zudem, dass es die dynamische Erholung der deutschen Wirtschaft, die viele zurzeit trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg noch prophezeien, nicht geben werde. „Es kommt stattdessen eine große Welle von Insolvenzen auf uns zu, die steigende Arbeitslosenzahlen und sinkende Steuereinnahmen bedeutet.“

Zu guter Letzt spricht der Kärcher-Chef davon, dass der Staatengemeinschaft „schlicht das Geld für weitere Konjunkturprogramme ausgehen“ werde. In der Folge erklärt er die ambivalenten Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg anhand des speziellen Falls eines Reinigungsgeräteherstellers, wie es Kärcher ist.

Kärcher-Chef warnt: Fatale Folgen für Wirtschaft durch Coronavirus in Baden-Württemberg

So erlebe man trotz oder gerade wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg einerseits ein sehr gutes Geschäft mit den Konsumenten, weil diese sich ihr heimisches Umfeld in solchen Krisenzeiten schön machen wollten. „Andererseits sind Felder wie die Gebäudereinigung oder der Verkauf von größeren Maschinen an Geschäftskunden natürlich derzeit schwer in Mitleidenschaft gezogen“, so Hartmut Jenner im Interview mit dem Handelsblatt.

„Das gilt natürlich auch für die Bereiche Hotel und Büro. Kommunen und große Firmen haben viele Investitionen erst mal gestoppt.“ Trotz der Folgen des Coronavirus in Baden-Württemberg auf die Wirtschaft spricht der Vorsitzende des schwäbischen Unternehmens von einem Umsatz von gut 2,6 Milliarden Euro im laufenden Jahr. „Geschäfts- und Privatkunden halten sich bei uns umsatzmäßig sonst die Waage. Diesmal verteilt sich das eben anders“, sagte Jenner. Aber: „Einen echten Wachstumssprung werden wir sicher nicht machen.“

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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