Schulden wegen Corona

„Mulmiges Gefühl“: Kretschmann warnt vor finanziellem Absturz in Baden-Württemberg

  • Lisa Schönhaar
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat nicht nur Auswirkungen auf den Alltag der Bürger, sondern belastet auch die Wirtschaft. Winfried Kretschmann kündigt wegen der Corona-Krise einen Schuldenrekord an.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weniger schnell als vor einigen Wochen und die Zahl der von Covid-19 genesenen Menschen nimmt zu.
  • Dennoch wirkt sich die Corona-Krise nach wie vor negativ auf die Wirtschaftsentwicklung im Land aus.
  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann plant, neue Kredite in Rekordhöhe aufnehmen - man könne nicht gegen eine Krise ansparen.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) könnte drastischere Auswirkungen auf die Wirtschaft haben als die Finanzmarktkrise im Jahr 2008. Mit dieser Warnung forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann* die Kabinettsmitglieder bereits im April dazu auf, Vorschläge für Corona-Hilfspakete für die Wirtschaft einzureichen.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat fatale Folgen für die Wirtschaft*. Viele Unternehmen kämpfen mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betont derweil immer wieder, die Corona-Krise sei noch nicht zu Ende. Angesichts der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg* und aktuell steigender Infektionszahlen will der Grünen-Politiker neue Kredite in Rekordhöhe aufnehmen, um Investitionen und laufende Ausgaben zu stemmen. „Wir werden wahrscheinlich in einer Größenordnung von mehr als zehn Milliarden Euro Schulden machen müssen“, kündigte Winfried Kretschmann* Ende Juli an.

Wegen Coronavirus in Baden-Württemberg plant Ministerpräsident Kretschmann neue Schulden in Milliardenhöhe

Coronavirus in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann warnt vor finanziellem Einsturz.

Die Aufstellung des Nachtragshaushalts nach der parlamentarischen Sommerpause bezeichnete Winfried Kretschmann als enorme Herausforderung. „Es ist schon ein mulmiges Gefühl, wenn man denkt, die 45 Milliarden Schulden, die wir bereits haben, sind in Jahrzehnten aufgelaufen“, sagte Kretschmann zur Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Landeshauptstadt Stuttgart*. Jetzt folge mit den neuen Schulden wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg ein Riesenbruch. Dennoch: „Man kann nicht gegen eine Krise ansparen, das zieht die Wirtschaft immer weiter runter“, so der Ministerpräsident.

Jetzt in der Corona-Krise müsse man Spardebatten vermeiden, hatte Ministerpräsident Kretschmann zuvor gesagt. „Wir wollen ja, dass die Leute kaufen. In der Konjunkturkrise müssen wir Vertrauen schaffen.“ Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg* waren die meisten Läden des Einzelhandels wochenlang geschlossen. In der vierten Aprilwoche konnten sie vermeintlich aufatmen – die Zwangsschließung wurde aufgehoben. Doch selbst Wochen später lief das Geschäft noch „extrem schlecht“, wie eine Umfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg ergab. Innenstädten droht wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg das große Aussterben*.

Immer wieder entstehen deshalb auch Diskussionen über die Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Hintergrund sind Klagen des Einzelhandels, dass Kunden aufgrund dieser Hygieneauflage weniger Lust zum Shoppen hätten. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte sich bereits Ende Mai für ein Ende der Maskenpflicht in seinem Land ausgesprochen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann jedoch machte deutlich, diesem Beispiel nicht folgen zu wollen*. Ende Juni sagte der Grünen-Politiker, er werde die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht abschaffen. Seit Ende April gilt wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg*. Die Maske zum Infektionsschutz muss an öffentlichen Orten wie Geschäften und im Personennahverkehr getragen werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ministerpräsident Kretschmann warnt vor sorglosem Umgang mit Corona-Krise

Immer wieder mahnt Winfried Kretschmann zur Vorsicht im Umgang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg - vor allem angesichts der weitrechenden Lockerungen, die zum 1. Juli in Kraft traten*. Seit den Corona-Lockerungen gehen viele Menschen immer sorgloser mit den Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus* um. Kretschmann beobachtet dies mit Sorge und betont, die Pandemie sei noch nicht vorbei.

Erst kürzlich beschloss die Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht an weiterführenden Schulen* einzuführen. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an öffentlichen Orten wie Geschäften bald abgeschafft wird - schon gar nicht angesichts der derzeit steigenden Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg*.

Ende Juni hatte Winfried Kretschmann seinen Standpunkt deutlich gemacht: „Dass wir Maskenpflicht abschaffen und nur noch an die Leute appellieren, das zu tragen - das werden wir allerdings nicht machen“ sagte der Grünen-Politiker. „Einige Länder wollen das ja machen, wie Thüringen“, sagte der Ministerpräsident. „Das werden wir nicht machen“. Abstandsregeln, Mundschutz und Händewaschen - das seien die grundlegenden Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, die wir hätten, und die müssten auch weiter beachtet werden. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt

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