Körperverletzung wegen Corona-Verstoß

In einem Supermarkt in Baden-Württemberg wurde ein Türsteher gewalttätig, weil ein Kunde keine Maske trug

In Stuttgart, Baden-Württemberg, sprechen Polizeibeamte an einer Bahnhaltestelle drei Männer an. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen. (Symbolbild)
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In Stuttgart, Baden-Württemberg, sprechen Polizeibeamte an einer Bahnhaltestelle drei Männer an. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen. (Symbolbild)
  • Marleen van de Camp
    vonMarleen van de Camp
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Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg kam es am Montag zu einer Körperverletzung in Tuttlingen. Ein Mann hatte sich beim Einkaufen nicht an die Maskenpflicht gehalten.

Tuttlingen – Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg kam es am Montag, den 27. April, zu einer handfesten Auseinandersetzung in einem Lebensmittelmarkt in Tuttlingen, wie das Polizeipräsidium Konstanz auf seinem Presseportal mitteilt.

Am Nachmittag gegen 13.45 Uhr betrat ein 48-jähriger Kunde einen Supermarkt in der Weimarstraße in Tuttlingen ohne Mundschutz. Das stellt einen Verstoß gegen die seit demselben Tag geltende Maskenpflicht in Läden wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg dar.

Der Verstoß fiel auch dem 50-jährigen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes auf, der für den Supermarkt die Einhaltung der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg überwachte. Er wies den Kunden auf die Maskenpflicht wegen des Coronavirus hin, doch dieser blieb uneinsichtig.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ermittlung wegen Körperverletzung nach Streit über Mundschutz

Wie die Polizei Konstanz berichtet, kam es zwischen den beiden Männern zunächst „zu einer lautstarken Auseinandersetzung“ - die „tätlich“ endete. Das Polizeirevier Tuttlingen übernahm die Ermittlungen vor Ort und führte eine Anhörung der Beteiligten durch.

Gegen den Sicherheitsmitarbeiter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, gegen den Kunden ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung. Der Grund, aus dem die Auseinandersetzung derart ausartete, könnte sein, dass die beiden Streithähne offensichtlich Bekannte waren.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Menschen rasten wegen der Einschränkungen durch Corona-Verordnung aus

In Baden-Württemberg sind derzeit mindestens 31.589 Menschen mit dem Coronavirus infiziert und es gab bereits 1.354 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19. Trotzdem staunen Polizisten in Baden-Württemberg immer wieder über dreiste Verstöße gegen die Corona-Verordnung.

Menschen machen Picknick in Gruppen oder feiern sogenannte „Corona-Partys“ – selbstverständlich ohne den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, der notwendig ist, um eine Ansteckung mit der Lungenkrankheit Covid-19 zu verhindern.

Ein 62-jähriger Mann aus Schorndorf in Baden-Württemberg, der mit dem Coronavirus infiziert war, brach mehrmals seine Quarantäne, täuschte einen Herzinfarkt vor und bespuckte herbeigerufene Polizisten. Ein 44-Jähriger Coronavirus-Infizierter aus Karlsruhe drohte, seinen Arzt „abzustechen“, da ihn die Abweichung seiner Körpertemperatur in Rage brachte.

Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg haben genug vom Kontaktverbot und handeln drastisch. Vielleicht ist das ein Teil des Grundes, aus dem Baden-Württemberg trotz Coronavirus bald wieder zur Normalität zurückkehren will.  

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