Umstrittene Forderung

Ticketverkäufer Eventim: Konzert-Besuch künftig nur noch mit Coronaimpfung

Menschen feiern bei einem Openair-Konzert vor der Bühne.
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Der Veranstalter Eventim will künftig den Impfausweis von Kunden prüfen.

Der Ticketverkäufer CTS Eventim will in Zukunft die Teilnahme an Veranstaltungen und Konzerten nur noch Besuchern ermöglichen, die eine Corona-Impfung nachweisen können.

Bremen - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg und Deutschland herrscht inzwischen seit Monaten Lockdown. Viele Menschen können es kaum erwarten, dass bald wieder Lockerungen in Kraft treten. Auf dem Weg zurück zur Normalität soll auch die Corona-Impfung helfen.

Doch noch ist der Impfstoff knapp. Deutschland hinkt beim Impfen hinterher und derzeit werden vorrangig alte Menschen über 80 Jahre geimpft. Ein Großteil der Menschen wird also noch eine ganze Weile warten müssen, bis für sie eine Corona-Impfung möglich ist. Immerhin: Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftige am Dienstagabend in einem ARD-Interview, bis zum 21. September 2021 soll jeder Bürger ein Impfangebot erhalten.

Angesichts des stockenden Impf-Fortschritts sorgt eine Ansage des bekannten Ticketverkäufers Eventim nun für Aufsehen: Wie die Wirtschaftswoche berichtet, will der Eventim-Chef künftig den Besuch von Konzerten und Veranstaltungen nur noch mit Corona-Impfung erlauben. „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Schulenberg. Die Systeme von Eventim seien in der Lage, Impfausweise zu lesen.

Er hofft, dass mit der Zeit die Bedenken hinsichtlich der Corona-Impfung nachlassen: „Wenn man sieht, wie nun weltweit ohne relevante Nebenwirkungen geimpft wird, dann ist zu hoffen, dass diese Skepsis auch bald schwinden wird.“

cf

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