Anzeichen für Covid-19

Unterschätzte Coronavirus-Symptome: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg klärt auf

  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg führt zu einer erheblichen Einschränkung des täglichen Lebens. Diese Symptome können laut Landesgesundheitsamt ein Hinweis auf Covid-19 sein

  • Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg verlief rasant, weil durch den Erreger eine hohe Ansteckungsgefahr droht
  • Je nach Verlauf der Infektion können die Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 unterschiedlich stark ausfallen 
  • Das Ministerium für Soziales Baden-Württemberg und das Landesgesundheitsamt informieren die Bevölkerung mit regelmäßigen Updates zur Situation

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führt wegen bislang fehlender Behandlungsmöglichkeiten zu Maßnahmen wie der massiven Eindämmung sozialer Kontakte und der Regulierung der Wirtschaft bis hin zu angeordneter Quarantäne. Das Landesgesundheitsamt erarbeitet zusammen mit dem Ministerium für Soziales Baden-Württemberg Vorgehensweisen, mit denen die Infektion mit der Lungenkrankheit Covid-19 verlangsamt werden soll.

Zudem erstellt das Landesgesundheitsamt für Baden-Württemberg Pläne, wie Symptome des Coronavirus früher erkannt und effektiver behandelt werden können. Nach der Ansteckung kann es, je nach Verlauf der Lungenkrankheit, zu kaum sichtbaren Symptomen kommen - aber auch zu hohem Fieber, Husten, Halsschmerzen, Durchfall und Atemproblemen. Außerdem bemerkten einige Patienten einen vorübergehenden Verlust des Geschmacks- und Geruchssinn.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Symptome von Covid-19 erkennen

Fieber als Symptom für das Coronavirus: Eine Ärztin am Klinikum Stuttgart misst am Eingang die Temperatur eines Besuchers

Wer in Baden-Württemberg den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte laut Gesundheitsamt einige Regeln befolgen: Auf keinen Fall direkt ins Krankenhaus oder zum Arzt gehen, erst telefonisch den Hausarzt oder das Gesundheitsamt am Wohnort kontaktieren und dann den Anweisungen für einen Corona-Test oder eine häusliche Quarantäne folgen.

Bei einem besonders schweren Gesundheitsverlauf von Covid-19 kann sogar eine Lungenentzündung auftreten. Wird diese nicht frühzeitig effektiv behandelt, so muss in vielen Fällen auf die Hilfe eines Beatmungsgerätes zurückgegriffen werden. Etwa 2.000 Menschen werden derzeit in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus stationär behandelt, wie Gesundheitsminister Manfred Lucha meldet. Bei 500 Patienten ist der Verlauf von Covid-19 so schwer, dass sie auf der Intensivstation liegen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Symptome im Überblick

Leichte Covid-19-ErkrankungLebensbedrohlicher Verlauf
Trockener HustenAtemnot
FieberLungenentzündung
SchnupfenAtemstillstand
DurchfallSeptischer Schock
Leichte AtemptoblemeOrganversagen

Die häufigsten Übertragungswege des Coronavirus

Der hauptsächliche Übertragungsweg in der Covid-19-Pandemie findet von Mensch zu Mensch statt. Die Gefahr einer Tröpfcheninfektion nimmt bei Abständen unter 1,5 Metern erheblich zu. Deshalb herrscht in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus Kontaktverbot. Bei sogenannten Aerosolen handelt es sich um schwebende Viruspartikel, die bis zu drei Stunden eine Gefahr darstellen können.

Besonders für Klinikpersonal ist die Gefahr groß, sich wegen der hohen Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu infizieren, sodass ein Startup für das Klinikum Stuttgart eine neue Art von Schutz entwickelt hat. Ob das Berühren kontaminierter Oberflächen zu einer Infektion führen kann, ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Es steht fest, dass Viren auf Oberflächen bis zu 9 Tagen überleben können

Coronavirus in Baden-Württemberg: Behandlung zielt auf das Abmildern der Symptome

Das Abmildern der Symptome von Covid-19 ist die einzige Möglichkeit einer Behandlung. Eine große Gefahr stellt die Tatsache dar, dass viele Erkrankte keinerlei Symptome zeigen und dennoch bei Angehörigen für eine Infektion mit dem Coronavirus sorgen können, wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg warnt.

Während sich die Ansteckung bei einer Person durch Müdigkeit, leichte Halsschmerzen oder vielleicht etwas Fieber bemerkbar macht, entwickeln jemand anders Atemprobleme und in schweren Fällen sogar eine Lungenentzündung. Gerade wegen dieser so unterschiedlichen Krankheitsverläufe ist es wichtig, jedes Symptom ernstzunehmen. Husten oder Durchfall können bereits ein entscheidender Hinweis auf eine Infektion mit dem Coronavirus sein.

Geht es dem Betroffenen mitunter nach wenigen Tagen bereits besser, so bedeutet das nicht, dass dadurch die Ansteckungsgefahr für andere geringer ist. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Gesundheit führt zu einer schnelleren Eindämmung und Verlangsamung des Coronavirus in Baden-Württemberg. Gerade bei Personen, die einer Risikogruppe, zum Beispiel durch Vorerkrankungen, angehören, muss besonders vorsichtig und vorausschauend gehandelt werden.

Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg

Da es bislang noch nicht gelungen ist, einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, besteht der einzige Schutz im Moment darin, die Zahl der Neuinfektionen so niedrig wie möglich zu halten. Um die Ansteckung großer Teile der Bevölkerung zu vermeiden, wurden auf Anraten des Landesgesundheitsamtes und des Ministeriums für Soziales Baden-Württemberg Maßnahmen erlassen, die während der Covid-19-Pandemie zu strengen Regelungen im alltäglichen Leben führen.

Damit dieser tief greifende Schritt erfolgreich sein kann, wird jeder Bürger dazu angehalten, schnell auf Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Durchfall oder Atemprobleme zu reagieren. Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung, so sollten Ärzte und Krankenhäuser zuerst telefonisch kontaktiert werden.

Geltende Maßnahmen während der Corona-Krise in Baden-Württemberg

  •  Sämtliche Bildungsstätten sind geschlossen
  • Veranstaltungen aller Art sind untersagt
  • Treffen von mehr als zwei Personen sind verboten
  • Ein aktualisierter Bußgeldkatalog für Vergehen entgegen wurde erlassen
  • Die Aufenthaltszeit außerhalb des Hauses soll auf ein Minimum eingeschränkt werden

Von David Oswald

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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