Covid-19: Aktueller Stand

Corona aktuell: Wegen hoher Inzidenzen vorerst keine weiteren Öffnungen in Baden-Württemberg

Stühle und Tische stehen vor einem geschlossenen Restaurant.
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Wegen zu hoher Neuinfektionszahlen müssen die Öffnungen von Einzelhandel und Gastronomie teilweise nach hinten verschoben werden.
  • Eva Kaczmarczyk
    vonEva Kaczmarczyk
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Das Coronavirus breitet sich weiter in Baden-Württemberg aus. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter zu, während die Impfungen ins Stocken geraten. Alle Informationen zum Coronavirus in unserem Ticker.

Update, 19:40 Uhr: Einzelhandel, Kultureinrichtungen wie Museen und die Gastronomie in Baden-Württemberg haben stark unter dem Coronavirus zu leiden und wollten eigentlich bald öffnen. Doch wegen hoher Inzidenz-Zahlen kann die Öffnung von Handel und Kultur nach Stufenplan nun nicht stattfinden, wie die Landesregierung beschlossen hat. Das Risiko sei zu groß. Der Handelsverband spricht von einem „Riesen-Chaos”. 

Update, 19:25 Uhr: Lange Zeit konnte man wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg nachts nicht auf die Straße gehen. Dann kamen Lockerung. Die Regierung will nun die Ausgangssperre wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen wieder zurückbringen. Bereits eingetreten ist dieser Fall für den Landkreis Schwäbisch Hall.

Update, 15:27 Uhr: Tests sind ein Weg, um eine Infektion mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nachzuweisen. Die baden-württembergische Landesregierung entschied nun, dass Schulen selbst die Verantwortung für die Organisation der Schnelltests tragen sollen. In Stuttgart soll derzeit bisher zweimal in der Woche ein nasaler Abstrich für Gewissheit sorgen. In Tübingen und Freiburg entschied man sich jedoch für den Lollitest nach „Kölner Modell”. Dieser wird einmal wöchentlich durchgeführt. Tübingens Kultur- und Ordnungsbürgermeisterin Daniela Harsch übte Kritik an der Vorgehensweise. Die Regierung solle für die Logistik und Tests an den Schulen sorgen.

Update, 18. März, 11:32 Uhr: Dem Landesgesundheitsamt wurden am Mittwochabend 2.128 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Demgemäß haben sich seit Beginn der Pandemie 336.991 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten 309.661 Personen. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um 22 auf 8.477. 

Die Reproduktionszahl im Bundesland sinkt auf 1,04 (Stand 17. März). Der Wert gibt an, wie viele weitere Personen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Bislang stehen insgesamt 13.986 Infektionen im Zusammenhang mit den Mutationen des Coronavirus. Noch immer sind die Virus-Mutationen schlecht erforscht. 

Die 7-Tage-Inzidenz ist von 79,8 auf 84,7 gestiegen. Der Wert gibt einen Überblick darüber, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Rottweil weist als einziger Landkreis eine Inzidenz von unter 35 auf. Schwäbisch Hall gilt mit einer Inzidenz von über 200 als Hotspot. Zwölf Landkreise verzeichnen eine Inzidenz von über 100.

Laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung wurden 261 neue Patienten mit dem Coronavirus aufgenommen, 140 davon benötigen invasive Beatmung. Die Auslastung der Krankenhausbetten liegt bei 86,4 Prozent.

Update, 19:20 Uhr: Schnelltests sind ein Weg, um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen. Nun eröffnet in Tübingen das erste Test-Zentrum in einer Filiale der Drogeriekette dm. Bei dem Mega-Projekt sollen in Zukunft 500 Corona-Schnelltest-Zentren entstehen unter anderem auch in Karlsruhe und Stuttgart. In den dm Filialen soll der Test kostenlos für Jedermann angeboten werden und das Ergebnis wird per dm-App innerhalb von 15 Minuten auf das Handy der Testperson geschickt. Das solle die Wartezeiten verkürzen, so Geschäftsführer Christian Harms. 250 Filialen in Baden-Württemberg beteiligen sich in der Startphase, später soll dies ausgeweitet werden. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Umstrittene Quarantäneregel gekippt

Update, 19 Uhr: Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Quarantäne bei Ansteckung mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg von zehn auf 14 Tage verlängert. Ein Verwaltungsgerichtshof setzte nun eine andere umstrittene Quarantäne-Regel außer Vollzug. Kontaktpersonen von Kontaktpersonen müssen nun nicht mehr pauschal in Quarantäne.

Update, 18:20 Uhr: Angesichts mehrerer Infektionen bei Kindergartenkindern mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg sah sich Mannheims Familienbürgermeister Dirk Grunert dazu gezwungen, alle Kitas in Mannheim zu schließen. Die Eltern seien sehr verständnisvoll bei Verkündung der Nachricht gewesen. Zudem würden die Infizierten im Schnitt immer jünger heißt es von der Stadt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mitarbeiter kritisieren Daimler wegen Corona-Ausbruch

Update, 18 Uhr: Es sind schwere Vorwürfe, die Daimler-Mitarbeiter gegen den Konzern erheben. Nachdem es 40 Infektionen mit dem Coronavirus in einem Werk innerhalb eines Monats gekommen war, wird die Wut größer. „Daimler schaut weg“, lautet nur einer der Vorwürfe. Mitarbeiter beschweren sich über zu geringe Schutzmaßnahmen und sprechen sogar von einer „inkompetenten Werksleitung“.

Update, 14:30 Uhr: Trotz steigender Neuinfektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wären in der nächsten Woche weitere Lockerungen im Stufenplan vorgesehen gewesen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann äußerte nun, dass er wegen hoher Inzidenzen wohl keine Lockerungen zulassen werde. Der Regierungschef wolle sich kommenden Montag mit anderen Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel beraten, welche Risiken man eingehen könne.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann verteidigt die Impfstrategie und Astrazeneca

Update, 13:30 Uhr: Impfungen gegen das Coronavirus mit Astrazeneca wurden in Baden-Württemberg wegen vermehrten Meldungen von Blutgerinnungsstörungen gestoppt. Nun äußerte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestern zum Impfstau und dessen Folgen. Der Regierungschef verteidigte den Impfstoff Astrazeneca: „Ich würde mich damit impfen lassen, weil ich glaube, wenn ich Covid bekomme, sind die Nebenwirkungen weit gravierender als die, die ich bei der Impfung überhaupt bekommen kann.“ Eine Lockerung der Impfreihenfolge war außerdem vom Regierungschef gefordert worden: „Wir bleiben bei bestimmten Prinzipien, aber wir sollten sie etwas lockerer, flexibler und mutiger anwenden.“

Update, 10:30 Uhr: Die Impfung gegen das Coronavirus schürt die Hoffnung auf Normalität in Baden-Württemberg. Nun wird unter anderem von dem baden-württembergischen IT-Unternehmen Bechtle ein digitaler Impfpass entwickelt, der den Nachweis des vorhandenen Schutzes einer Impfung erleichtern soll. Das in Neckarsulm angesiedelte Unternehmen, welches mit dem US-Konzern IBM, dem Softwareunternehmen Ubirch und der IT-Genossenschaft govdigital zusammenarbeitet, erhielt für das Projekt den Zuschlag vom Bundesgesundheitsministerium.

Update, 17. März, 10:04 Uhr: 1.963 neue Infektionen mit dem Coronavirus wurden am Dienstagabend dem Landesgesundheitsamt gemeldet. 334.863 Personen haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infiziert. 308.629 Personen gelten inzwischen wieder als genesen und haben die Infektion überstanden. 19 neue Todesfälle am Dienstag erhöht die Zahl der Opfer in Baden-Württemberg insgesamt auf 8.455. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die seit Tagen rasant steigt, beträgt aktuell 79,8. Gestern betrug dieser Wert noch 74,7. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 100 ist auf elf angestiegen. Der Landkreis Schwäbisch Hall gilt mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 derzeit als Hotspot. Einen Landkreis mit einer Inzidenz von unter 35 gibt es inzwischen im Bundesland nicht mehr.

Der Wert der Reproduktionszahl liegt in Baden-Württemberg aktuell bei 1,16. Er beziffert die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Zur weiteren Eindämmung der Ansteckung läuft noch immer die Impfung - aber gerät derzeit ins Stocken. 886.637 Menschen erhielten bereits die Erstimpfung, 392.481 sogar die Zweitimpfung. Zuletzt musste die Impfung mit dem Impfstoff Astrazeneca jedoch gestoppt werden..

Die Lage der Krankenhäuser bleibt weiterhin angespannt. 85,9 Prozent der verfügbaren Intensiv-Betten in Baden-Württemberg sind aktuell belegt. 

Update, 18:40 Uhr: Das Coronavirus sorgt für viele Einschnitte in das Leben der Bürger in Baden-Württemberg. Nun entschied ein Verfassungsgericht in Ludwigsburg in einem Fall, dass die Corona-Regeln verfassungswidrig seien. Grundlage dafür war ein Rechtsstreit eines Mannes aus Ludwigsburg, der gegen die Corona-Regeln verstoßen hatte, aber freigesprochen worden war.

Update, 15:30 Uhr: Es gibt viele Hürden bei der Impfung gegen das Corona-Virus in Baden-Württemberg. Nun musste die Impfung mit Astrazeneca ausgesetzt und rund 15.000 Termine für die laufende Woche abgesagt werden. Das verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag. Grund für die Vorsichtsmaßnahme waren mehrere Meldungen über Blutgerinnungsstörungen nach der Impfung. Bund und Länder werden am 22. März über den weiteren Verlauf der Impfungen verhandeln. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Stopp für Astrazeneca-Impfstoff in Baden-Württemberg

Update, 14.34 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat den Handel lange zum Erliegen gebracht. In Tübingen dürfen nun Friseure, Restaurants und der Handel mit negativem Corona-Schnelltest wieder besucht werden. Das bundesweit einmalige Projekt „Öffnen mit Sicherheit”, welches von der Landesregierung ins Leben gerufen wurde, startet an diesem Dienstag, 16. März, und soll zunächst bis zum 4. April laufen. Es dient als Modellprojekt für das gesamte Bundesland. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Wir erhoffen uns von dem Projekt, dass wir damit einen Weg finden, den Menschen etwas mehr Normalität zu ermöglichen.“ Ist das Projekt erfolgreich, könne es auf das gesamte Bundesland ausgeweitet werden. 

Update, 16. März, 11.20 Uhr: Am Montagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 437 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Demgemäß haben sich seit dem ersten Auftreten des Virus in Deutschland 332.900 Personen damit im Bundesland infiziert. 307.836 Personen haben die Infektion überstanden und gelten als genesen, während 17 neue Todesfälle die Zahl der Toten auf 8.436 erhöht. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 1,23. Der Wert entspricht der Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Derzeit sind in Baden-Württemberg von 2.456 der verfügbaren Intensivbetten 2.034 belegt.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt seit in Baden-Württemberg seit Tagen sprunghaft an. Aktuell liegt sie bei 74,7. Erste Lockerungen in Baden-Württemberg wurden deshalb in einigen Städten bereits wieder zurückgenommen. Liegt die Inzidenz drei Tage in Folge über 100, so sind Treffen mit nur noch einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes anstatt mit fünf Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren zählen weiterhin nicht dazu. Zehn Landkreise weisen derzeit eine Inzidenz von über 100 auf, sodass die Regeln hier verschärft werden mussten.

Update, 18:30 Uhr: Die Schulöffnung ist wegen dem Coronavirus in Baden-Württemberg ein gewagtes Unterfangen. Eltern zeigten sich nun entsetzt über das unklare Konzept der Schulen. Es herrsche „Dummheit, Sorglosigkeit und Chaos”. Ein verpflichtender Abstand zwischen den Schülern wurde zuletzt nicht eingeführt, auch wenn es der Wunsch von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gewesen war. Auf Twitter sammelten sich die öffentlichen Beschwerden der Eltern von ausgekühlten und frierenden Kindern nach dem ersten Schultag. Wechselunterricht finde nicht statt, Abstand gebe es nicht, nicht einmal Tests würden gemacht. Das alles sei aber durch das Kultusministerium versprochen worden. 

Update, 17 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich weiter aus. Landkreise, die über drei Tage in Folge eine Inzidenz von über 100 aufweisen, müssen nun eine Rücknahme der Lockerungen vornehmen, was eine Schließung des Handels zur Folge hat. Betroffen sind Landkreise wie Heilbronn und Crailsheim. Als Konsequenz der Verschärfung darf man sich dort nur noch mit einer weiteren Person aus einem fremden Haushalt treffen und nicht wie in anderen Kreisen mit fünf Personen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Den Einzelhandel trifft die Verschärfung der Regeln besonders hart, nun ist nur noch „Click & Collect” möglich. Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten müssen schließen. Amateur- und individueller Freizeitsport ist ebenso nicht möglich. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen ohne „Abstandsgebot“ wieder offen

Update, 15:56 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg verhinderte lange einen normalen Schulalltag. Nun sollen die Schulen den Präsenzunterricht für die 5. und 6. Klassen „ohne Abstandsgebot“ wieder eröffnen, was von Lehrern nicht gut aufgenommen wurde. Von dem nun beschlossenen, unverbindlichen Mindestabstand an Schulen war der Philologenverband, der für die Lehrer in Baden-Württemberg eintritt, wenig begeistert.

Update, 13:44 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg zwingt die Daimler AG dazu, Verstöße gegen Corona-Regeln von Mitarbeitern mit harten Sanktionen zu ahnden. Die Sorge vor einem Lockdown der Werke ist groß, daher herrsche ein „Null-Toleranz-Prinzip“. Das betrifft insbesondere Verstöße gegen die Hygieneauflagen und den Mindestabstand. Maßnahmen zur Sensibilisierung der Angestellten würden „regelmäßig überprüft und nachgeschärft“, so der Konzern.

Update vom 15. März, 6:51 Uhr: 659 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurden am Sonntagabend dem Landgesundheitsamt gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 332.463 Personen in Baden-Württemberg infiziert. Davon gelten 307.179 als genesen. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um fünf weitere auf 8.419. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden, steigt seit Tagen wieder an. Inzwischen liegt sie für Baden-Württemberg bei 75,9. Freitag vergangener Woche betrug sie noch 66,1. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 50 beträgt 24, dieser Wert ist seit Freitag nicht gestiegen. Nur noch ein Landkreis weist eine Inzidenz von unter 35 auf: der Landkreis Rottweil.

Die Reproduktionszahl im Bundesland liegt aktuell wieder bei 1,23. Sie gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die hohe Zahl an Neuinfektionen in den vergangenen Tagen wirkt sich auch auf die Lage der Krankenhäuser aus. 2.034 von 2.431 verfügbaren Intensivbetten im Bundesland sind derzeit belegt. Am Sonntagabend kamen 248 neue Patienten hinzu, 131 davon müssen invasiv beatmet werden. 325 der neuen Infektionen stehen dem RKI zufolge in Zusammenhang mit den Mutanten.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte zuletzt eine Aussage über ein mögliches Ende der Pandemie. Er hoffe, dass Ende Sommer wieder Normalität einkehren werde, unter der Bedingung, dass keine weiteren Mutationen auftauchen.

Update, 17:30 Uhr: In Baden-Württemberg laufen die Impfungen auf Hochtouren. Jedoch sind seit Tagen wegen des immensen Ansturms keine Termine für eine Impfung über die Hotline zu bekommen. Die Terminvergabe erfolgt über die speziell eingerichtete Hotline oder über ein Online-Formular, allerdings ist die Reihenfolge zu beachten. In Baden-Württemberg wurde diese jedoch bereits drastisch verändert: Zuletzt wurden Lehrer und Erzieher vorgezogen. Es wurde außerdem mit der Impfung der zweiten Gruppe begonnen, was zu glühenden Leitungen führte. Allein am Mittwoch, dem 10. März, gingen 2,5 Millionen Suchanfragen und rund 870.000 Anrufe in Baden-Württemberg ein. Ein Großteil der Anrufer bekam jedoch keinen Impftermin oder hing stundenlang in einem sogenannten „virtuellen Warteraum“. 

Update, 15:57 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hält das Bundesland schon länger als ein Jahr in Atem. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte nun aber ein Ende der Corona-Pandemie für das Ende des Sommers voraus. Bedingung sei, dass kein Alptraum-Szenario eintreffe und keine neuen Mutationen auftreten. „Davor bewahre uns Gott“, sagte Kretschmann. Kultusministerin Susanne Eisenmann äußerte bereits in der Vergangenheit ähnliche Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie. Es gehe außerdem darum, welche Erkenntnisse man aus der Situation ziehe.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Doch keine Corona-Schnelltests bei dm - auch online ausverkauft

Update, 13:44 Uhr: Die Drogeriemarkt-Kette dm wollte im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg einen großen Beitrag leisten. Doch der in den Filialen von dm geplante Verkauf von Corona-Schnelltests wird nun nicht stattfinden. Lieferengpässe bei den Tests durchkreuzten die Pläne der Drogeriemarkt-Kette. Im Onlineshop sind die Tests bereits seit dem 12. März ausverkauft. Unabhängig davon starten Mitte März wie angekündigt die Testzentren in 250 dm-Filialen. Termine für einen Test bei dm lassen sich über die „Mein dm-App“ buchen. 

Update, 12. März, 6:53 Uhr: Am Donnerstagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 1.543 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 328.710 Personen haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. 304.674 Personen überstanden die Infektion und gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 33 auf 8.378. 

Die Reproduktionszahl beträgt 1,00. Dieser Wert beziffert die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Durch Lockerungen im Bereich Einzelhandel und bei Kultureinrichtungen befürchten Experten, dass die Zahl der Neuinfektionen, die Reproduktionszahl und die 7-Tage-Inzidenz im April auf neue Höchstwerte ansteigen könnte.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt heute auf 66,1. Diese Zahl gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 50 liegt bei 24. Nur 13 Landkreise weisen eine Inzidenz von unter 50 auf. Fünf Landkreise haben eine Inzidenz von über 100. 

Die Lage der Krankenhäuser bleibt laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung weiter unverändert. 239 Patienten benötigen intensivmedizinische Behandlung, 56,5 Prozent davon müssen invasiv beatmet werden. Die Krankenhausbetten sind zu 85,3 Prozent ausgelastet, 2.106 Intensivbetten sind derzeit belegt.

Update, 18:30 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg wurde die Notfall-Informations- und Nachrichten-App entwickelt. Kurz heißt sie Warn-App Nina, die durch einen Überblick der Inzidenzen und aktuellen Regeln das Chaos bei der Öffnung des Handels mindern soll. Nach einem nicht zufriedenstellenden Testlauf im September wurde die App überarbeitet. Gebiete und Orte können nun abonniert werden, bis zu neun Quadratkilometer um einen frei wählbaren Ort oder auch den aktuellen Standpunkt sind möglich. Für die Öffnung des Handels und der Kultureinrichtungen können lokal geltende Corona-Regelungen oder Allgemeinverfügungen abgerufen werden. 

Update, 17:50 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatten in der Vergangenheit bereits öfter Debatten wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg. In einem Schreiben an Kretschmann forderte Boris Palmer nun eine Lockerung der Regeln für verkaufsoffene Sonntage. Mehr denn je seien Händler und Gastronomen auf außerplanmäßige Öffnungen angewiesen, so Palmer. Geschäfte und Restaurants brauchten bisher einen konkreten Anlass zur Öffnung, beispielsweise eine Veranstaltung. Dies falle nun wegen der Pandemie weg, so Palmer. Unterstützung erhält Palmer von Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD). Zunächst sei eine Aussetzung der Regeln für zwei Jahre gefordert. Es sei „immens wichtig” für den Erhalt von Arbeitsplätzen im Handel und der Gastronomie zu kämpfen, so Palmer und Keck in dem Schreiben an den Regierungschef.  

Update, 17:45 Uhr: Trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg sind viele Arbeitnehmer der Daimler AG noch immer an ihrem Arbeitsplatz. Dies sorgt für Kritik von Aktivisten. Die Initiative „Zero Covid” und dem Daimler-Ersatzbetriebsrat forderten nun auf einer Demonstration einen kompletten Lockdown für die Wirtschaft. „Das Ziel darf nicht in 200, 50 oder 25 Neuinfektionen bestehen - es muss Null sein“, so lautet ein Statement auf der Webseite der Initiative. Grund dafür sei die Ansteckungsgefahr in den Betrieben. Die Aktivsten fordern einen radikalen Strategiewechsel und einen Lockdown, der auch für Wirtschaftsunternehmen gilt. Die Schließung der Betriebe sei eine Chance, das Virus auszurotten, so eine Rednerin auf der Demonstration.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kostenlose Corona-Schnelltests in Apotheken für Jedermann

Update, 17 Uhr: Schnelltests durch Praxen und Krankenhäuser sind ein Weg, um die Infektionsketten des Coronavirus in Baden-Württemberg nachzuvollziehen. Nun gibt es kostenlose Corona-Schnelltests in Apotheken für Jedermann. Dem Land werden circa vier Millionen Schnelltests zur Verfügung gestellt, dazu kommen sieben Millionen Schnelltests der neueren Generation, bei denen das Teststäbchen nur noch wenige Zentimeter in die Nase gesteckt werden muss. In den 500 beteiligten Apotheken kann jeder Bürger einmal in der Woche einen kostenlosen Corona-Test machen lassen. Die Tests sind nur einen Tag lang gültig und benötigen einen Grund, wie zum Beispiel ein geplanter Besuch bei den Großeltern, die zur Risikogruppe zählen oder ein Beruf mit vielen Kontakten. 

Update, 12:53 Uhr: In Baden-Württemberg ist es aufgrund des Coronavirus aktuell nur möglich, Essen von Restaurants abzuholen und mit nach Hause zu nehmen. Auch Ratten betrifft die Schließung der Restaurants denn sie finden weniger Futter. In Bad Säckingen breitet sich nun eine Rattenplage auf den Straßen aus. In der Gemeinde im Kreis Waldshut fressen die Nagetiere alles, was sie finden können. „Wenn ein soziales System umgekippt wird, reagieren die Ratten darauf“, sagte Schädlingsbekämpfer Leonard Bermel. Er rät, Essensreste in Müllsäcken oder auf Komposthaufen zu entsorgen. Außerdem solle die Entsorgung von Essen in der Toilette vermieden werden.

Update, 11. März, 7:17 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen beträgt laut dem Landesgesundheitsamt am Mittwochabend 1.483. Damit haben sich 327.167 Personen seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt. Als genesen gelten 303.704 Personen. 31 weitere Todesfälle kamen hinzu, die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 steigt damit auf insgesamt 8.345. 

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 62,7. Sie beziffert die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 50 sinkt auf 23. Nur noch zwei Landkreise weisen eine Inzidenz von unter 35 auf. In Zaisenhausen bei Karlsruhe liegt die Inzidenz aktuell bei null. Die Impfungen schreiten weiterhin voran: 737.989 Menschen erhielten bereits die Erstimpfung, 340.234 die Zweitimpfung.

Die Reproduktionszahl sinkt auf 1,00. Dieser Wert gibt an, wie viele Personen im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Der Wert schwankt seit Tagen, was sich auf die Situation in den Krankenhäusern auswirkt. 236 Covid-19-Patienten in Baden-Württemberg benötigen intensivmedizinische Behandlung. 132 (55,9 Prozent) davon werden invasiv beatmet. 2.091 von 2.462 verfügbaren Betten stehen dafür zur Verfügung, was einer Auslastung von 84,9 Prozent entspricht.

Update, 17:30 Uhr: Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben der Menschen in Baden-Württemberg. Doch nun gibt es mit Zaisenhausen das erste coronafreie Dorf in Baden-Württemberg. Die Gemeinde mit rund 1.800 Einwohnern liegt bei Karlsruhe. Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle hat an diesem Erfolg maßgeblich mitgewirkt und Senioren zu einem Impftermin verholfen. „Meine Mitarbeiter und ich griffen einfach zum Telefon und riefen die Bürger über 80 Jahren an - dann haben wir mit der Hilfe des Landkreises im Feuerwehrhaus einen Tag mit einem mobilen Impfteam organisiert”, so Wöhrle. Auch für die restlichen Bewohner gab es Hilfen, wenn eine Infektion festgestellt wurde. Zudem hätten auch die Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz ihren Teil dazu beigetragen, sodass es seit Mitte Februar keinen einzigen Coronafall in Zaisenhausen mehr gegeben habe. 

Update, 16 Uhr: Die Festivalbranche wurde von den Auswirkungen des Coronavirus in Baden-Württemberg hart getroffen. Das Southside-Festival 2021 wurde nun abgesagt und eine Umbuchung der Tickets angeboten. Die Organisatoren des Southside-Festivals, die bis vor wenigen Tagen noch optimistisch gewesen waren, verkündeten heute in einem Beitrag auf Facebook: „Wir müssen all den Festivalverrückten, den Musikfreaks, den ganzen Livejunkies und Lieblingsgästen da draußen irgendwie verklickern, dass das Southside Festival aufgrund der Infektionslage auf kommendes Jahr verlegt werden muss.“ Die Unsicherheit politischer Rahmenbedingungen und finanzieller Förderungen, Virus-Mutationen und ein verzögerter Impf-Rollout wurden als Gründe für die Absage genannt. Tickets, die für 2021 gekauft worden seien, würden jedoch nicht verfallen und könnten 2022 genutzt werden.

Update, 14:30 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg sorgt für viele Debatten in der Politik. Vor allem Lockerungen werden heftig debattiert. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wies nun Susanne Eisenmann im Streit um Schulöffnungen zurecht. Eisenmann kündigte die Rückkehr der Klassen 5 und 6 an die Schulen ohne einen Mindestabstand von 1,5 Metern an - Kretschmann wies seine Kultusministerin daraufhin öffentlich zurecht. Ein Abweichen von der Abstandsregelung an Schulen dürfe nur in Ausnahmefällen möglich sein. „Das muss sie organisieren“, sagte der Ministerpräsident.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Virologe kritisiert Änderung der Impf-Reihenfolge

Update, 12:30 Uhr: Die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg ist ein Streitthema. Thomas Mertens, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), kritisiert den Umgang mit der Impfpriorisierung in den Ländern. Nun sprach der Virologe eine Warnung vor der Veränderung der Impf-Reihenfolge aus. Ursprünglich war die Bevölkerung in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt worden, um eine faire Reihenfolge zu gewährleisten. Diese war im Süden und Südwesten allerdings immer weiter aufgeweicht worden. Erzieher, Lehrkräfte oder Polizisten waren vor anderen Risikogruppen geimpft worden. Laut Mertens liegt die Schuld bei der Landesregierung. „De facto wird in den Ländern schon lange gegen die Priorisierung verstoßen“, sagt Mertens. Die Regierung rücke aus Sicht Mertens vom Ziel ab. Eine Lockerung dürfe nicht zu einer Benachteiligung der Schwächsten und Gefährdetsten führen, so Mertens. 

Update, 10. März, 6:56 Uhr: Dem Landesgesundheitsamt wurden 1.339 neue Infektionen am Dienstagabend gemeldet. Ungefähr 325.684 Personen sind seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infiziert. 302.814 Personen haben die Infektion überstanden und gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 23 auf 8.314. 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 60,7. Dieser Wert gibt die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner an. 24 Landkreise weisen eine Inzidenz von über 50 auf. Die Landkreise mit einer Inzidenz von unter 50 steigen von den gestrigen 12 auf 14.

Laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung befinden sich 247 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Die Krankenhausbetten sind noch immer zu 84,2 Prozent ausgelastet, 2.069 von 2.458 verfügbaren Betten sind belegt.

Die Reproduktionszahl beträgt 1,11. Sie gibt die Anzahl von Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Das Start-up 3a-Diagnostics GmbH aus Esslingen entwickelte zuletzt einen Corona-Schnell-Test-Kaugummi, der bei Kontakt mit einer Infektion im Mund bitter schmecken soll. Dies könnte ein Schritt in die richtige Richtung in Sachen Neuinfektionserkennung sein. Die Impfung der Bevölkerung ist eine weitere Maßnahme, um das Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen. 710.487 Menschen erhielten die Erstimpfung, 331.478 sogar bereits die Zweitimpfung. 

Update, 18:20 Uhr: Möbel-Shopping war wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg lange Zeit nur online möglich. Das schwedische Möbelhaus Ikea ermöglicht ab dem 8. März die Öffnung einiger Filialen mit vorheriger Terminbuchung. Termine für die Filialen in Ludwigsburg, Mannheim, Freiburg und Ulm können online gebucht werden. In Sindelfingen und Walldorf wird dies nicht benötigt. Der Einlass ist auf ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten begrenzt. Die üblichen Maßnahmen zum Infektionsschutz gelten in allen Märkten. „Wir freuen uns, auf dieser Basis wieder Kunden in unseren Einrichtungshäusern und Planungsstudios begrüßen zu dürfen“, schrieb Ikea. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Besuch von Handel und Museen in Stuttgart mit Terminabsprache

Update, 17:40 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg schränkte die Freizeitgestaltung für lange Zeit stark ein. Am 8. März traten Lockerungen für den Handel und Museen in Stuttgart in Kraft. Der Einzelhandel darf ab dem 5. März das sogenannte „Click & Meet” anbieten. Dies ist möglich in Landkreisen, die eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 aufweisen. Mit vorheriger Terminabsprache ist nun eine Beratung im Laden wieder möglich. Die Maskenpflicht gilt weiterhin. Kaufhäuser wie das Breuninger, Milaneo und weitere bieten diese Möglichkeit an. Museen dürfen in Stuttgart ab dem 16. März wieder öffnen, darunter beispielsweise die Staatsgalerie, das Kunstmuseum und das Rosensteinmuseum. Auch hier gelten ähnliche Regeln wie beim Einzelhandel. Termine und Tickets können online gebucht werden. 

Update, 17:40 Uhr: Schnelltests sind ein Weg, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg besser kontrollieren zu können. Die Auswertung der Tests war bisher Krankenhäusern und Praxen vorbehalten. Nun will das Unternehmen 3a-Diagnostics GmbH die Lage durch eine Erfindung verbessern. Das Start-up aus Esslingen entwickelte einen Kaugummi als Corona-Test. Beim Kontakt mit Krankheitserregern schmecke der Kaugummi bitter und verfärbe sogar die Zunge. „Wir entwickeln Kaugummis, die entweder eine Entzündung feststellen oder aber Viren und Bakterien detektieren können“, sagte Mitarbeiterin Bianca Böpple. Die Firma, die bereits viele Jahre in die Erforschung des Kaugummi gesteckt hatte, wurde bereits beim „CyberOne Hightech Award Baden-Württemberg“ 2020 mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Einkaufstouristen in Tübingen mit Corona-Test erlaubt

Update, 17:10 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat das Bundesland weiterhin im Griff. Nun sollen Touristen zum Einkaufen in Tübingen mit negativem Corona-Test eingelassen werden. Tübingen belegt mit seiner aktuellen Inzidenz von 27,1 einen Spitzenplatz in Baden-Württemberg. Bürgermeister Boris Palmer will dies für seine Stadt positiv nutzen. „Tübingen hat die niedrigste Inzidenz im ganzen Land“, schreibt Palmer auf seiner Facebook-Seite. „Diesen Erfolg wollen wir nicht leichtfertig aufgeben.“ Es sei nur recht und billig, dass die Stadt einen kostenlosen Test vor dem Einkauf verlange, so Palmer. Gültig sei nur offizielle Tageszertifikat der Universitätsstadt Tübingen, welches an den Teststationen ausgegeben werde, so der Bürgermeister. 

Update, 16:14 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat lange Zeit viele Freizeitmöglichkeiten stark eingeschränkt. Nach den Zoos möchten im Zuge von Lockerungen der Corona-Maßnahmen nun auch Freizeitparks in Baden-Württemberg öffnen. Dazu zählen der Europapark in Rust, dessen Öffnung für den 20. März geplant war. Diese wurde jedoch auf den 22. Mai verschoben. Bereits am 13. März ist es für das Wildparadies Tripsdrill zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und Heilbronn so weit. Der Erlebnisparks Tripsdrill ist noch bis zum 27. März geschlossen. Wer in das Ravensburger Spieleland möchte, kann bereits ab dem 31. März Tickets kaufen, die allerdings erst zum 1. April gültig sein werden. Weitere kleinere Parks werden im Laufe des Aprils folgen.

Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigen - „Querdenken 711“ plant Demo

Update, 11:32 Uhr: Die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg bestimmen seit mehr als einem Jahr das Leben der Bürger. Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ will am 3. April Youtuber und Influencer für eine Demo auf dem Cannstatter Wasen anwerben. Die Aktion steht unter dem Motto „Das Jahr des Friedens und der Freiheit – Grundrechte sind nicht verhandelbar!“ und fordert eine Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Initiative „Querdenken 711“ ist umstritten und wird seit einiger Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet.

Update, 9. März, 7:19 Uhr: Weitere 414 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg wurden am Montagabend dem Landesgesundheitsamt gemeldet. Damit haben sich bisher insgesamt 324.345 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten 302.072 Personen. Es gab 21 weitere Todesfälle, damit erhöht sich die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 auf 8.291.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 60,3. Sie gibt die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner an. Zwölf Landkreise weisen eine Inzidenz von unter 50 auf, fünf eine Inzidenz von 35. Die Zahl der Kreise mit einer Inzidenz von über 50 sinkt - aktuell sind es 25.

Die Krankenhäuser sind laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung zu 82,1 Prozent belegt. 1.997 von 2.431 verfügbaren Betten werden derzeit benötigt.

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 1,11. Sie beziffert die Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Zum 8. März hat die Landesregierung neue Corona-Regeln zum Infektionsschutz bekannt gegeben, noch immer steht eine Vermeidung von neuen Infektionen im Vordergrund. Schnelltests sollen in den Handel kommen, sodass auf noch breiterer Basis getestet werden kann. Die Impfung der Bevölkerung läuft weiter: 685.433 Menschen erhielten die Erstimpfung, 323.934 die Zweitimpfung. 

Update, 18:30 Uhr: Die bisher wenig kontrollierbare Situation mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg sorgt für viele Kontroversen in Politik und Gesellschaft. Lockerungen kamen dem Einzelhandel und anderen Berufsgruppen zu spät oder gar zu wenig ausreichend. Verwaltungsrichter empörten sich über eine Aussage von Winfried Kretschmann. Der baden-württembergische Regierungschef beklagte, dass er sich bei der Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen stetig mit Gerichten „herumschlagen“ müsse. „Die Wortwahl des Ministerpräsidenten ist extrem irritierend“, sagte der Vorsitzende des Vereins der Verwaltungsrichter, Wolfgang Schenk. Gerichte erfüllten nur ihren „verfassungsmäßigen Auftrag zur Gewährleistung von Rechtsschutz“, so Schenk. Die gerichtliche Kontrolle sei „notwendiger Bestandteil des Rechtsstaats“ und dürfe von der Politik nicht als „lästig“ empfunden werden. Kretschmann revidierte seine Aussage daraufhin und sagte, er habe es zu „salopp“ formuliert. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Daimler will Mitarbeiter selbst impfen

Update, 16:40 Uhr: Die Impfung gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg kommt nur schleppend voran. Die Daimler AG plant nun seine Mitarbeiter selbst zu impfen. Dies geschehe zum Schutz der Mitarbeiter, sowie zur Unterstützung der Impfkampagne, wie der Vorstandsvorsitzende Ola Källenius sagte: „Sobald es erlaubt ist, dass in Betrieben geimpft wird und die Mitarbeiter an der Reihe sind, können wir loslegen und all unseren Beschäftigten eine Impfung im Werk anbieten.“ Laut Källenius stehe das Unternehmen hierzu in engem Kontakt zu den Gesundheitsbehörden. 

Update, 13:30 Uhr: Lange war ein Zoobesuch in Baden-Württemberg aufgrund des Coronavirus nicht möglich. Das soll sich jetzt ändern. Zoos in Baden-Württemberg dürfen wieder öffnen. Der Einlass erfolgt jedoch nur mit vorheriger Anmeldung. In der Stuttgarter Wilhelma, dem Zoo in Karlsruhe und dem Zoo in Heidelberg sollen sich ab dieser Woche wieder unter strengen Hygienemaßnahmen Besucher tummeln dürfen. Tickets können im Internet vorab über das aus 2020 bekannte Online-Ticketing mit Zeitfenster-Reservierung erworben werden. Der Zoo in Heidelberg setzt dazu auf frühe Öffnungszeiten. „Wir freuen uns, unsere Besucher wieder begrüßen zu können - wir haben sie in den mehr als vier Monaten, in denen der Zoo geschlossen bleiben musste, sehr vermisst“, sagt Zoodirektor Klaus Wünnemann. Der Zoo in Karlsruhe regelt den Besucherstrom durch Einbahnstraßen, die die Kontakte auf ein Minimum beschränken sollen.

Update, 12:50 Uhr: Wegen dem Coronavirus in Baden-Württemberg hatten Einzelhändler eine schwere Zeit. In den Kreisen Tübingen und Freudenstadt dürfen die Läden nun wieder öffnen, auch wenn Warnungen vor Shopping-Touristen laut werden. Beide Kreise weisen eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Laut den neuen Corona-Regeln, die ab dem 8. März gelten, dürfen dann Einzelhändler, Musikschulen und Sportstätten wieder öffnen. „Das sind längst fällig gewordene Lichtblicke für die Menschen“, sagte Freudenstadts Landrat Klaus Michael Rückert. Die Abstands- und Hygieneregeln blieben aber weiterhin wichtig, so Rückert. 

Update, 8. März, 7:34 Uhr: Am Sonntagabend wurden dem Landesgesundheitsamt 486 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet. Die Zahl der Infizierten erhöht sich damit auf 323.931. Ungefähr 301.472 Personen gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 8.270. 

Die 7-Tage-Inzidenz erhöht sich auf 60,5. Dieser Wert gibt die Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner an. Die ersten Lockerungen traten bereits in Kraft, obwohl die Zahl der Neuinfektionen zunimmt. Ein Landkreis liegt bei einer Inzidenz über 100. 26 Landkreise verzeichnen eine Inzidenz von unter 100. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz unter 35 liegt derzeit bei nur drei. 

Bei der Auslastung der Krankenhäuser lässt sich keine Änderung verzeichnen. 2.003 von 2.411 verfügbaren Betten sind derzeit laut den Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung belegt. Das entspricht einer Auslastung von 83,1 Prozent. 

Die Reproduktionszahl beträgt aktuell 1,16. Diese Zahl beschreibt die Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Produktion des Impfstoffs wird derzeit ausgeweitet und immer mehr Menschen können sich impfen lassen. 665.057 Menschen erhielten die Erstimpfung, 317.595 die Zweitimpfung. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schnelltests bei Aldi innerhalb von Minuten ausverkauft

Update, 7. März, 11 Uhr: Seit über einem Jahr versuchen Regierung und Forschung gemeinsam dem Coronavirus in Baden-Württemberg Herr zu werden. Dies könnte nun mit Schnellttests einen entscheidenden Erfolg einfahren. Diese sollten ab Samstag in Discounterfilialen von Aldi verkauft werden. Bei Lidl gibt es sie derzeit nur im Online-Shop. Der Ansturm auf den Discounter war jedoch so groß, dass die Schnelltests bereits innerhalb von Minuten ausverkauft waren. Der Discounter war überrascht über den Ansturm. Kunden waren empört, dass zu wenig Tests verfügbar waren: „10 Minuten vor Ladenöffnung dort gewesen, 10 Leute vor uns und es hieß schon bevor die Türen aufgingen, dass sie nur sechs (!) Tests da hätten.“ Teilweise wurde die Aktion als Witz beschimpft.

Update, 18 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg verhindert seit über einem Jahr einen normalen Ablauf in den Schulen. Nun forderten die Kultusminister am Freitag, dass im März die Schulen wieder allen Schülern offen stehen sollen. „In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen - auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst, die auch als Präsidentin der Kultusministerkonferenz fungiert. Die Virus-Mutationen seien kein Grund für Ernst, dass die Schulen weiterhin geschlossen blieben. Die Forderung nach einer Wiederöffnung der Schulen war in der Vergangenheit auch durch Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) geäußert worden. 

Update, 16:10 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat Feste und größere Veranstaltungen unmöglich gemacht. Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper sieht dennoch eine Perspektive für den Cannstatter Wasen im September. Das Stuttgarter Frühlingsfest wurde bereits wegen zu hoher Infektionszahlen auf eine Biergarten-Version reduziert. Nopper bezeichnet es als „Frühlingsfest light“ und ist zuversichtlich, dass im September wieder ein klassisches Fest mit Bierzelten möglich sein wird. Es sei zu prüfen, ob eine Außenbewirtschaftung auf dem Cannstatter Wasen mit Teststationen und Maßnahmen zum Infektionsschutz möglich sei. „Als Optimist rechne ich damit, dass im September dann wieder ein richtiges Cannstatter Volksfest stattfinden kann“, so Nopper. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Europapark Rust will mit Schnelltests Hotelübernachtungen ermöglichen

Update, 12:40 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg stellt viele Einzelhändler vor den Ruin. Am Mittwoch, dem 3. März, wurde nun eine Öffnungsperspektive für den Einzelhandel auf der Bund-Länder-Konferenz vorgestellt. Kreise mit einer Inzidenz von unter 50 dürfen den Einzelhandel eigenständig wieder öffnen. Die Öffnung ist umstritten, die Politik einigte sich jedoch darauf, den Handel in einem Stufenplan schrittweise zu öffnen, um Einkaufstourismus zu vermeiden.

Update, 11:30 Uhr: Der Europapark in Rust trotzt bereits seit letztem Jahr dem Coronavirus, welches anderen Teilen der Tourismusbranche in Baden-Württemberg stark zusetzt. Pläne zur Öffnung liegen bereits vor, nun will der Park mit einem Corona-Schnelltest-Konzept Übernachtungsgäste ermöglichen. Diese will die Gemeinde Rust mit dem Nachbarort Ringsheim möglich machen. Die Tests werden nicht nur für Übernachtungsgäste angeboten, sondern auch für Berufspendler.

Update, 5. März, 7:18 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat den Alltag der Menschen auch nach über einem Jahr im Griff. Am Mittwochabend wurden 1.276 neue Infektionen mit dem Coronavirus an das Landesgesundheitsamt gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich somit mindestens 321.166 Menschen mit dem Virus infiziert. Ungefähr 298.839 Personen haben die Infektion überstanden und gelten als genesen. 30 weitere Todesfälle kamen seit gestern dazu, das erhöht die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 auf insgesamt 8.214. 

Die 7-Tage-Inzidenz steigt weiterhin. Sie liegt aktuell bei 56,3. Der Wert entspricht der Anzahl der in den vergangenen sieben Tagen neu gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner. Trotz der steigenden Inzidenz wurden von der Regierung Baden-Württembergs bereits Lockerungen erlassen. 26 Landkreise liegen derzeit bei einer Inzidenz von über 50. Lockerungen waren ursprünglich erst angedacht, wenn diese unter 50 liegt. In zwei Landkreisen ist der Wert seit einigen Tagen stabil bei über 100. 

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung befinden sich 237 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. 51,9 Prozent davon benötigen invasive Beatmung. Die Krankenhausbetten sind zu 84 Prozent belegt. 

Die Reproduktionszahl sinkt auf 0,96. Dieser Wert beschreibt die Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Impfungen sind weiterhin in vollem Gange. 590.016 Personen erhielten die Erstimpfung, 292.236 die Zweitimpfung. 

Das Coronavirus in Baden-Württemberg: Quarantänemaßnahmen wegen Mutanten zu streng?

Update, 20 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Zuletzt verschärfte die Regierung die Quarantäne von zehn auf 14 Tage. Der Virologe Christian Drosten hält die Verschärfung der Quarantäneregeln aufgrund der Virus-Mutanten für wenig sinnführend. Es gebe nach Meinung des Virologen keine „wissenschaftliche Grundlage“ für die Verlängerung der Quarantäne. „Ich kenne einfach keine Daten, die das zeigen oder suggerieren, abgesehen von dieser Harvard-Studie, wo man aber wirklich noch ein großes Fragezeichen dran machen muss“, so der Virologe. Im Vergleich zu anderen Bundesländern weist Baden-Württemberg mit einer aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 54,4 (Stand 4. März, 20 Uhr) eine der geringsten Inzidenzen in Deutschland auf.

Update, 19:20 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat viele Einzelhändler hart getroffen. Am Dienstag regte sich nun Protest – mehrere Händler in Heidelberg öffneten symbolisch ihre Türen, um auf die fehlende Öffnungsperspektive hinzuweisen. Den Einzelhändlern geht es schlecht, viele kämpfen um ihre Existenz. Der Handelsverband Baden-Württemberg rechnet für die nahe Zukunft mit rund 6.000 Geschäftsschließungen und Insolvenzen. Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, geht sogar von einer noch drastischeren Lage aus: „Die Zahl wird sich auf jeden Fall deutlich erhöhen.“ 

Update, 17:20 Uhr: Der Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg geht weiter. Die Drogeriekette Dm will nun Corona-Schnelltests und eigene Testzentren in ihren Filialen anbieten. Im Laufe des März will die karlsruher Drogeriekette in allen baden-württembergischen Filialen den ersten Testlauf dafür starten. „Wir möchten die Bundes- und Landesregierungen bei der Bewältigung der Pandemie unterstützen und unseren Teil dazu beitragen, damit die Menschen in ihrem Alltag wieder ein Stück Normalität erleben und wieder mehr Angebote des öffentlichen Lebens nutzen können“, so dm-Chef Christoph Werner. Ziel sei es neben den bereits 340 bestehenden Zentren 2.040 Filialen mit der Möglichkeit zum Corona-Test zu bestücken. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die weiterführenden Schulen sollen wieder öffnen dürfen

Update, 16 Uhr: Das Coronavirus erschwert den Schülern in Baden-Württemberg schon seit mehr als einem Jahr das Lernen. Die Kultusministerin Susanne Eisenmann möchte die Schulen nun schrittweise öffnen und so wieder etwas Alltag in das Leben der Schüler zurückbringen. Ab dem 15. März sollen die Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen zum Präsenzunterricht übergehen. Grundschulen, die seit zwei Wochen im Wechselbetrieb unterrichten, sollen zum Regelbetrieb übergehen dürfen.

Update, 11:37 Uhr: Trotz Lockdown in Baden-Württemberg sind Lockerungen nach einem Fünf-Stufen-Plan vorgesehen. Darauf einigten sich die Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel auf der Bund-Länder-Konferenz am 3. März. Der Lockdown wird zwar bis mindestens 28. März verlängert. Erste Lockerungen wurden jedoch bereits trotz steigender Infektionszahlen umgesetzt. Die geplanten Lockerungen trotz Lockdown in Baden-Württemberg setzen eine 7-Tage-Inzidenz von konstant unter 50 voraus. Je nach Infektionslage sollen dann Einzelhandel, Gastronomie und Sportangebote von den Lockerungen profitieren. Die Öffnung der Schulen ist ebenso geplant, auch wenn Ministerpräsident Winfried Kretschmann dies weiter kritisch sieht.

Update, 11 Uhr: Lange konnten die Schulen in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus nicht öffnen. Daher fiel eine beträchtliche Menge Schulstoff aus, der nachgeholt werden muss. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will nun die Ferien verkürzen, um die Lage der Schüler zu verbessern. Hierfür rücken vor allem die Sommerferien in den Fokus. Kretschmann reagiert damit auf die Kritik, dass sich das Schuljahr durch die Corona-Pandemie extrem verkürzt habe. „Ich hatte als Schüler Kurzschuljahre und habe es trotzdem zum Ministerpräsidenten gebracht - aber jetzt, wo es so lange dauert, fängt mein Herz doch an zu bluten“, sagt Kretschmann. Die Maßnahme sei allerdings nicht ausreichend. „Zur Behebung der Defizite braucht es zusätzliche Betreuungsangebote und Sonderprogramme“, sagt der Grünen-Politiker. Auch Nicht-Lehrkräfte seien eine Option, um Nachhilfeangebote ausweiten zu können. 

Update, 4. März, 7:06 Uhr: Am Mittwochabend wurden dem Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg 1.385 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie 319.890 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Von der Infektion mit Covid-19 genesen sind 297.909 Personen. 36 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, was die Todesfälle auf 8.184 erhöht. 

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 54,4. Sie gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben. Dieser Wert ist seit Tagen steigend. Nur 6 Landkreise haben eine Inzidenz von 35. Dieser Wert ist seit gestern stabil. 22 Landkreise weisen eine Inzidenz von über 50 auf, das sind 3 mehr als gestern. 

237 Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 125 beatmet. 2.056 von 2.444 verfügbaren Krankenhausbetten sind derzeit belegt. Die Krankenhäuser sind nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten also weiterhin stark ausgelastet. 

Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 0.97. Sie beschreibt die Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Derzeit herrschen Debatten darüber, ob die Impf-Reihenfolge eingehalten werden soll. 565.178 Personen haben die Erstimpfung erhalten, weitere 283.190 die Zweitimpfung. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schnelltests sollen in den offenen Handel kommen

Update, 19:30 Uhr: Schnelltests sind ein Weg, um Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg nachweisen zu können. In Kürze sollen diese Schnelltests auch im Handel angeboten werden. Discounter wie Lidl, Aldi und auch Drogeriemärkte wie dm sind im Gespräch. Der Test soll laut dem Hersteller innerhalb von 15 Minuten Gewissheit über eine Infektion verschaffen können.  

Update, 19:21 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg ist weiterhin nicht auf dem Rückzug. Aus diesem Grund wurde in der Bund-Länder-Konferenz erneut eine Verlängerung des Lockdowns beschlossen. Die 7-Tage-Inzidenz ist weiterhin steigend, sodass die Lage nicht ausreichend unter Kontrolle ist. Öffnungen wie bei den Friseuren und Floristen wurden zwar beschlossen, doch viele Branchen sind weiterhin von Schließungen betroffen. Die Gastronomie bleibt weiterhin geschlossen, Take-Away ist aber dennoch möglich. Die Kontaktbeschränkungen werden leicht gelockert, es dürfen sich wieder insgesamt fünf Mitglieder aus zwei Haushalten treffen. Für Ostern werden noch einmal gesonderte Lockerungen erlassen.

Update, 19:10 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg trifft neben der Gastronomie auch die Hotellerie schwer. Nun müssen sieben Hotels der Star-Inn-Gruppe geschlossen werden. Rund 120 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. „Weder Vermieter noch Investoren können die Situation derzeit kalkulieren“, so der Insolvenzverwalter Tobias Hirte. Die Hotelkette, die seit 2004 existiert, war an mehreren Standorten vertreten, darunter Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg.

Update, 3. März, 7:28 Uhr: Das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg meldete am Dienstagabend 1.085 neue Infektionen mit dem Coronavirus. 318.505 Menschen haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie infiziert. 297.024 Menschen sind bereits von ihrer Infektion mit Covid-19 genesen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 51 auf 8.148. Mindestens 5.101 Personen haben sich mit den hochansteckenden Virus-Mutationen infiziert. 

Die 7-Tage-Inzidenz erhöht sich auf 52,0 - der Wert ist seit Tagen ansteigend. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von über 100 ist weiter instabil. Von gestern auf heute stieg sie von 18 auf 19. Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von 35 sank seit gestern von sieben auf sechs. 

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind die Krankenhäuser weiterhin stark ausgelastet. 2.080 Betten von 2.442 verfügbaren Betten stehen zur Verfügung. 241 Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung, 125 davon benötigen invasive Beatmung. 

Die Reproduktionszahl beträgt aktuell R 1,05. Sie entspricht der Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg soll durch eine Impfung gestoppt werden. 541.985 Personen haben die Erstimpfung erhalten, 275.865 die Zweitimpfung.  

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulkind verursacht Corona-Ausbruch - jeder zehnte Einwohner in Quarantäne

Update, 18:30 Uhr: Das Coronavirus in Baden-Württemberg lässt sich nur schwer eindämmen. In der Gemeinde Achberg, die zum Kreis Ravensburg gehört, kam es durch ein Schulkind zu einem Ausbruch der südafrikanischen Mutation des Coronavirus. Von 1.600 müssen 150 Einwohner in Quarantäne, das ist jeder zehnte Bewohner von Achberg. Nach aktueller Corona-Verordnung müssen auch enge Kontaktpersonen von Infizierten in Quarantäne, außerdem dauert die Quarantäne nun wieder 14 Tage statt zehn.  

Update, 15:46 Uhr: Wegen des Coronavirus müssen viele Menschen in Baden-Württemberg gerade auf einen Baumarktbesuch verzichten. Die Wohnung verschönern oder ausbauen ist nur mit im Internet bestelltem Material möglich. In Bayern sind Baumärkte seit dem 1. März wieder geöffnet, was zu Shopping-Touristen aus Baden-Württemberg führt. Baden-Württemberger pilgern nach Bayern in Baumärkte, um dort einzukaufen. Der Regierungssprecher von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Rudi Hoogvliet, warnte bereits vergangene Woche davor. Parkplätze von Hornbach, Bay-Wa und Co. waren mit Fahrzeugen aus Baden-Württemberg überfüllt. Viele Menschen befanden sich in einem regelrechten Kaufrausch.

Update, 2. März, 7:19 Uhr: Das Landesgesundheitsamt meldete am Montagabend 398 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie mindestens 317.420 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der genesenen Personen steigt auf 296.260 Personen. Die Anzahl der Todesfälle erhöhte sich um 28 auf 8.097. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die seit mehreren Tagen stetig ansteigt, liegt nun bei 51,9. Knapp zwei Wochen zuvor lag der Wert bei 46,8. Der Wert gibt an, wie viele Personen pro 100.000 Einwohner sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben. 18 Landkreise liegen bei einer Inzidenz von über 50, 17 bei einer Inzidenz von unter 50. Die Zahl der Kreise mit einer Inzidenz von 35 wird mit sieben seit gestern wieder größer. 

Die Reproduktionszahl liegt heute bei R 1,05. Sie entspricht der Anzahl von Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Dieser Wert ist seit Tagen konstant hoch. Das wirkt sich auch auf die Lage der Intensivbetten im Bundesland aus. 248 Fälle des Covid-19-Viruses befinden sich in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung. 54 Prozent werden invasiv beatmet. 2.016 Intensivbetten sind aktuell belegt.

Eine Impfung gegen das Coronavirus birgt bislang die größte Hoffnung, der Lage Herr zu werden. 520.879 Menschen erhielten die Erstimpfung, 268.967 die Zweitimpfung. Das Biotech-Unternehmen Curvac entwickelte zuletzt einen Impfdrucker, mit dem man auf die sich schnell verändernden Virus-Mutationen reagieren will. Die Anzahl der Infizierten, die sich mit einer Mutation angesteckt haben, stieg heute um 182 Fälle auf 4.868 Personen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ein Leben zwischen Lockdown, Lockerungen und der Hoffnung auf eine Impfung

Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat das Bundesland nun seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz gegen das Coronavirus waren nur bedingt erfolgreich - aktuell steigen die Infektionszahlen wieder an. Die Infektionsgefahr ist weiterhin hoch und die Wege der Ausbreitung des Coronavirus sind nicht ausreichend erforscht. Auch Warn-Apps, die zur Nachverfolgung der Infektionsketten dienen sollen, haben bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Die Landesregierung beschloss zweimal den harten Lockdown in Baden-Württemberg, der aktuelle dauert noch mindestens bis zum 7. März. Die Ausgangssperren wurden teilweise willkürlich gekippt, dies führte zu Verwirrung in der Bevölkerung. Politiker sprachen teilweise vom „Vertrauensverlust“ der Bevölkerung.

Unternehmen wie Curevac, Pfizer, Biontech und andere entwickeln unter Hochdruck Impfstoffe, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Zuletzt machte das biopharmazeutische Unternehmen Curevac Hoffnung durch die Entwicklung eines Impfdruckers, der flexibel auf die Mutationen des Coronavirus reagieren und den Impfstoff in kurzer Zeit entsprechend anpassen kann.

Lockerungen des harten Lockdowns traten für einige Berufsgruppen bereits in Kraft. So dürfen Friseure und Barbiere seit dem 1. März wieder öffnen. Fahrlehrer dürfen Prüfungen für Fahrschüler abnehmen. Blumenhändler und Floristen dürfen ebenso wieder öffnen. Der Einzelhandel in Baden-Württemberg drängt auf eine Öffnung, da dieser von den Einschränkungen durch das Coronavirus besonders hart getroffen wurde. Finanzielle Einbußen durch die Schließung der Läden während des harten Lockdowns könnten bis zu 12.000 Jobs gefährden. 

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