Corona-Maßnahme

Bus und Bahn: ÖPNV-Betreiber wollen Maskenpflicht vorerst nicht abschaffen

Ein junger Mann trägt in einer Stadtbahn eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP2 (gestellte Aufnahme).
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Bus und Bahn in Stuttgart: Die Maskenpflicht wird wohl noch eine Zeit lang bestehen bleiben.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt im öffentlichen Nahverkehr schon lange Maskenpflicht. Die Betreiber wollen es für geraume Zeit auch noch dabei belassen.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg* machte diverse Schutzmaßnahmen im öffentlichen Leben erforderlich. Eine der meistdiskutierten und unbeliebtesten ist wohl die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit. Auch im Nah- und Fernverkehr ist aufgrund der Corona-Pandemie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend.

Doch während die Corona-Inzidenz in den letzten Wochen mancherorts rückläufig war und Baden-Württemberg auch die Maskenpflicht lockerte (BW24* berichtete), muss beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr der Landeshauptstadt Stuttgart* nach wie vor Mundschutz getragen werden. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, wollen die Betreiber von Bussen und Bahnen daran in nächster Zeit auch nichts ändern.

Busse und Bahnen in Stuttgart: Betreiber haben sich noch nicht von Corona-Pandemie erholt

Während viele das Tragen einer Maske in Bussen und Bahnen absolut nicht stört, dürften andere von dieser Nachricht wenig begeistert sein. Immerhin hatten die Betreiber unlängst auch angekündigt, dass Fahrkarten für Bus und Bahn in Stuttgart teurer* werden. Damit versuchen die Verkehrsbetriebe, auch die enormen Ausfälle durch das Coronavirus in Baden-Württemberg zu kompensieren.

Denn von einem Normalbetrieb sind die Betreiber in Stuttgart trotz niedriger Inzidenzen noch weit entfernt. „Wir gehen davon aus, dass wir erst im Jahr 2024 wieder die Zahlen erreichen werden, die wir vor der Pandemie hatten“, erklärt ein Sprecher des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) der Stuttgarter Zeitung. Selbst diese Prognose ist schwierig, da sie natürlich vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie abhängt und davon, dass es möglichst keine weiteren, gravierenden Wellen gibt.

Maskenpflicht im Stuttgarter Nahverkehr: Corona-Maßnahme bleibt vorerst weiter bestehen

Ob die nach wie vor bestehende Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr von Stuttgart etwas mit den noch niedrigen Fahrgastzahlen zu tun hat, ist für die Betreiber hingegen zweitrangig. „Aus unserer Sicht ist dies immer noch eine angemessene Maßnahme, die auch bei den Fahrgästen auf hohe Akzeptanz stößt“, betont der VVS-Sprecher. „Wir halten das Tragen einer medizinischen Maske in unseren Bussen nach wie vor für geboten, da wir eben nicht garantieren können, dass Mitfahrende immer einen erforderlichen Mindestabstand einhalten“, erklärt er weiter.

Aktuell muss nicht nur in den Verkehrsmitteln selbst noch eine Maske getragen werden, sondern auch in unterirdischen Stationen. Lediglich an oberirdischen Stationen und Haltestellen können Fahrgäste auf die Maske verzichten, sofern der Mindestabstand eingehalten werden kann. Weil die Maskenpflicht ihre Wirksamkeit bewiesen habe, geht der VVS davon aus, dass diese im öffentlichen Nahverkehr noch einige Zeit bestehen bleibt.

Sobald sich das Coronavirus in Baden-Württemberg rückläufig entwickelt, dürften auch die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr von Stuttgart wieder steigen. Zuletzt habe das Aufkommen im VVS zwischen 60 und 70 Porzent des Niveaus vor der Corona-Pandemie betragen, so der Sprecher. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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